Überblick
Deep Rock Galactic: Rogue Core ist ein Koop-FPS-Roguelite für 1-4 Spieler, das von Ghost Ship Games entwickelt und veröffentlicht wurde und am 20. Mai 2026 via Steam Early Access erschienen ist. Es baut auf dem Fundament des ursprünglichen Deep Rock Galactic auf, tauscht dessen missionsbasierte Struktur jedoch gegen etwas Unvorhersehbares ein: prozedural generierte Höhlensysteme, in denen kein Run dem anderen gleicht. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Reclaimers, einem Zwergen-Trupp, der zurück in die Tiefen von Hoxxes IV geschickt wird, um die Kontrolle über verloren gegangene Bergbauoperationen zurückzuerobern, nachdem dort unten alles schiefgelaufen ist.
Die 100% zerstörbaren Umgebungen wurden aus dem Basisspiel übernommen und leisten auch hier ganze Arbeit. Wände stürzen ein, Tunnel öffnen sich und das Terrain selbst wird zu einer taktischen Variable statt nur zur bloßen Kulisse. Dieses Maß an Interaktivität mit der Umgebung, kombiniert mit der zufälligen Höhlengenerierung, sorgt dafür, dass Positionierung und räumliches Bewusstsein bei jedem Run entscheidend sind.
Gameplay und Mechaniken
Im Kern sieht der Loop von Rogue Core so aus: Abstieg in eine Höhle, Kämpfe durch prozedural generierte Räume, Ressourcen sammeln und immer tiefer vordringen, bis der Run endet – oder du. Die Roguelite-Struktur führt Run-spezifische Upgrades und Build-Variationen ein, die es im ursprünglichen Deep Rock Galactic nie gab, was jedem Versuch seinen ganz eigenen Charakter verleiht.

Die wichtigsten Mechaniken, die einen Run definieren:
- Zerstörbares Terrain, das offensiv und defensiv genutzt werden kann
- Prozedural generierte Höhlen-Layouts in jeder Session
- Koop-Unterstützung für bis zu 4 Spieler
- Run-basierte Upgrade- und Build-Progression
- Reclaimer-Klassen-Fähigkeiten, die an Bergbauoperationen gekoppelt sind
Das Koop-Design funktioniert hervorragend, egal ob du mit einem vollen Squad antrittst oder solo spielst. Ghost Ship hat bereits zuvor Spiele rund um Teamwork entwickelt, und diese Erfahrung zeigt sich darin, wie die Begegnungen in den Höhlen skalieren und wie die Ziele über einen Run hinweg strukturiert sind.
Was unterscheidet Rogue Core vom Original?
Das ursprüngliche Deep Rock Galactic ist ein kooperativer Horde-Shooter mit festen Missionen und einem persistenten Fortschrittssystem. Rogue Core beantwortet eine andere Frage: Was passiert, wenn man die Vorhersehbarkeit entfernt und die Spieler dazu zwingt, sich spontan anzupassen? Das Roguelite-Format bedeutet, dass sich Loadouts, Wege und Power-Spikes in jeder Session ändern, und die prozeduralen Höhlen sorgen dafür, dass man sich die Geometrie niemals einprägen kann.
Diese strukturelle Veränderung beeinflusst das Spielgefühl massiv. Während das Basisspiel belohnt, wenn man die Missionstypen kennt und seinen Build über Dutzende von Stunden optimiert, legt Rogue Core mehr Gewicht auf Entscheidungen während des Runs. Die beiden Spiele teilen sich das Setting und die Ästhetik, aber der Loop, auf den man sich einlässt, ist grundlegend anders.

Welt und Setting
Hoxxes IV bleibt eine der besten Kulissen für unterirdisches Chaos in der Gaming-Welt. Der Planet ist von Grund auf feindselig, und Rogue Core greift diese Prämisse auf, indem es die Reclaimers als eine Truppe darstellt, die ausgesandt wurde, um das zurückzuholen, was die Corporation bereits einmal verloren hat. In diesem Setup schwingt eine Geschichte des Scheiterns mit, was den Runs etwas mehr erzählerisches Gewicht verleiht als dem typischen Roguelite-Rahmen.
Die Höhlensysteme selbst tragen die Atmosphäre. Ghost Ships Art-Direction hält alles dunkel, klaustrophobisch und gleichzeitig visuell lesbar – was in einem Spiel, in dem man ständig die Umgebung um sich herum umgestaltet, schwieriger ist, als es klingt.

Multiplayer und Wiederspielwert
Mit prozedural generierten Höhlen und Roguelite-Build-Variationen ergibt sich der Wiederspielwert von ganz allein. Jeder Run bietet eine andere Kombination aus Höhlen-Layout, Gegnerplatzierung und Upgrade-Optionen, sodass das Spiel nicht in die Falle der Routen-Optimierung tappt, die andere Roguelites mit der Zeit eintönig machen kann. Der 1-4 Spieler-Koop bedeutet, dass das Erlebnis vom Solo-Ausdauertest bis zum koordinierten Team-Push skaliert, und die zerstörbaren Umgebungen geben Gruppen genug taktische Flexibilität, um Begegnungen auf vielfältige Weise anzugehen. Der Early Access bedeutet, dass der Content-Pool noch wachsen wird, aber das, was zum Start vorhanden ist, bietet dem Roguelite-Koop-FPS-Format bereits ein starkes Fundament.








