"Die 1.000-Dollar-Marke ist die Untergrenze." Diese deutliche Einschätzung von Aldora-CEO Joost van Dreunen sorgt derzeit in der Gaming-Industrie für Aufsehen, nachdem Valve diese Woche die Preise für die Steam Machine bestätigt hat: $1,049 für das 500GB-Modell und $1,349 für die 2TB-Version. Valve räumte selbst ein, dass der Preis "deutlich höher" sei, als man ursprünglich veranschlagt hatte, und verwies auf die in den letzten 6 Monaten gesicherten Komponentenkosten als Grund.
Die Preisgestaltung der Steam Machine ist zum Brennpunkt einer größeren Frage geworden. Wenn ein kompaktes PC-für-den-TV-Gerät von Valve bereits vierstellig kostet, was bedeutet das dann für die PlayStation 6 und Xbox Project Helix?

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Was der Preis der Steam Machine tatsächlich signalisiert
Das Problem der Komponentenkosten ist kein reines Valve-Thema. Sony, Microsoft und Nintendo haben bereits Preiserhöhungen bei der aktuellen Hardware-Generation durchgesetzt. Die PS5 Pro liegt nach zwei Preisanpassungen innerhalb eines Jahres bei $899, und der Abstand bis zur 1.000-Dollar-Marke ist so gering, dass Analysten dies für Premium-Modelle der nächsten Generation als nahezu sicher betrachten.
Van Dreunen drückte es klar aus: "Bei diesem Tempo erscheint die nächste Generation vielleicht erst 2028, und wenn sie kommt, ist die 1.000-Dollar-Marke die Untergrenze. Selbst bestehende Geräte werden im Preis angehoben." Er wies darauf hin, dass Speicherhersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron eine "Post-Consumer"-Strategie verfolgen, was bedeutet, dass Gaming-Hardware für sie kein vorrangiges Kundensegment mehr ist – und die Preise spiegeln das wider.
Xbox-CEO Asha Sharma hat bereits öffentlich erklärt, dass Project Helix neue Geschäftsmodelle und Hardware-Partner benötigen wird, um überhaupt auf den Markt zu kommen, und dass die Speicher- und Komponentenkosten bis zum Weihnachtsgeschäft 2027 fünfmal höher sein könnten als 2024. Das ist keine kleine Zahl.
Wo sich Analysten tatsächlich uneinig sind
Nicht jeder ist bereit, die $1,000 als sicher für die Basis-Konsolenmodelle anzusehen. Circana-Senior-Director Mat Piscatella erklärte gegenüber der Fachpresse, er halte einen vierstelligen Preis für möglich, sogar wahrscheinlich, wollte dies aber noch nicht als beschlossene Sache betrachten. "Angesichts des Chaos auf dem Komponentenmarkt ist die Zukunft hier mehr als ungewiss", sagte er.
Newzoo-Market-Intelligence-Director Manu Rosier lieferte die spezifischste Einschätzung. Er glaubt, dass Sony und Microsoft versuchen werden, zumindest ein Basis-SKU unter $999 zu halten, selbst wenn es nur aus psychologischen Gründen ist, um im dreistelligen Bereich zu bleiben. "Basis-Modelle der nächsten Generation werden wahrscheinlich aus psychologischen und Marketing-Gründen unter $999 gehalten", sagte er, räumte jedoch ein, dass Premium-Tiers ein völlig anderes Thema seien.
Die Sache ist jedoch: $999 sind immer noch $999. Das ist ein Sprung von 43% gegenüber dem ursprünglichen PS5 Pro-Launchpreis von $699 und eine enorme Forderung für eine Basis-Konsole.
Warum Sony und Microsoft mehr Spielraum haben als Valve
Ampere Analysis-Head of Games Research Piers Harding-Rolls argumentierte, dass Sony und Microsoft nicht in derselben Position wie Valve seien. Der entscheidende Unterschied liegt in der Skalierung und den Beziehungen zur Lieferkette. Valve muss mit jeder verkauften Steam Machine einen Gewinn erzielen. Sony und Microsoft verfügen über jahrzehntelange, gefestigte Herstellerbeziehungen und breiter aufgestellte Elektronikgeschäfte, die ihnen mehr Flexibilität bei den Hardware-Margen geben.
"Konsolen der nächsten Generation werden wahrscheinlich teurer, aber sie haben andere Hebel, um Hardwarekosten auszugleichen", erklärte Harding-Rolls. Er wies zudem darauf hin, dass sich die Komponentenbestände näher an einem Launch-Fenster Ende 2028 stabilisieren könnten, was derzeit als der realistischste Zeitplan für beide Plattformen gilt.
Der aktuelle Preis der PS5 Pro von $899 lässt die 1.000-Dollar-Diskussion weniger abstrakt erscheinen als noch vor einem Jahr. Zum Vergleich: Die ursprüngliche PS5 startete 2020 bei $499. Die Entwicklung über eine Konsolengeneration hinweg ist drastisch.
Was das für Spieler bedeutet, die vorausplanen
Die ehrliche Einschätzung lautet, dass sich die Preisgestaltung für Konsolen der nächsten Generation in eine unangenehme Richtung bewegt, unabhängig davon, ob sie die $1,000-Marke überschreitet oder nicht. Selbst eine PS6 als Basis-Modell für $799 wäre ein Rekord-Launchpreis für eine Sony-Konsole. Die Debatte darüber, ob sie $999 oder $1,049 erreicht, ist fast zweitrangig gegenüber der Tatsache, dass das Preisniveau deutlich gestiegen ist.
Für Spieler, die über ihr Budget für die nächste Generation nachdenken, bietet das aktuelle PS5-exklusive Feature-Set einen nützlichen Maßstab dafür, was Sonys Hardware-Investition tatsächlich leistet. Werfen Sie einen Blick auf unsere Analyse der GTA 6 PS5-exklusiven Features, um zu sehen, wie die aktuelle Hardware von Sony ausgereizt wird und was die nächste Generation übertreffen muss.
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Der Analysten-Konsens deutet auf ein Zeitfenster Ende 2028 für PS6 und Project Helix hin. Das gibt Sony und Microsoft etwa zwei Jahre Zeit, um zu beobachten, wie die Konsumenten auf den Preispunkt der Steam Machine reagieren, mit Komponentenlieferanten zu verhandeln und herauszufinden, ob ein Launch unter $1,000 tatsächlich machbar ist. Ob sie das schaffen, hängt fast ausschließlich von Faktoren ab, die sie nicht vollständig kontrollieren können. Für mehr Kontext dazu, wie Publisher bereits Premium-Gaming-Inhalte bepreisen, ist die GTA 6 Ultimate Edition-Analyse neben unseren umfassenderen Gaming-Guides zu Next-Gen-Hardware und Releases einen Blick wert.








