Apple hat gerade sein erstes faltbares Smartphone auf den Markt gebracht, und Mobile-Gamer schauen ganz genau hin. Das iPhone Duo wurde diese Woche von ersten Nutzern einem Hands-on unterzogen, und das online kursierende Videomaterial macht eines sofort klar: Diese Hardware ist für Gaming schlichtweg beeindruckend. Der Preis hingegen steht auf einem ganz anderen Blatt.
Was das Duo beim Gaming wirklich leistet
Der Clip, über den alle sprechen, zeigt, wie Zenless Zone Zero auf einem einzigen Gerät in drei verschiedenen Perspektiven gespielt wird. Der Nutzer beginnt im Standard-Querformat, klappt das Gerät für eine breitere, größere Ansicht auf und wechselt dann in das Hochformat. Alle drei Übergänge wirken flüssig, und die Displayqualität lässt das Ganze wirklich gut aussehen.
Das Entscheidende ist: Die Möglichkeit, während einer laufenden Session zwischen den Anzeigemodi zu wechseln, ohne das Spiel beenden zu müssen, ist etwas, das kein aktuelles iPhone beherrscht. Das 7,6-Zoll Super Retina XDR-Display bietet im voll aufgeklappten Zustand eine Bildschirmfläche, die zwischen Smartphone und Tablet liegt – ein sinnvolles Upgrade für Spiele, die auf detaillierte UIs oder ein breites Field-of-View im Kampf setzen.
Auch die Hardware hinter diesem Display kann sich sehen lassen. Das Duo wird von Apples A20 Pro-Chip angetrieben, einer Sechskern-CPU, gepaart mit einer Siebenkern-GPU und einer 16-Kern Neural Engine. Hardwarebeschleunigtes Raytracing ist ebenfalls an Bord, was für ein Smartphone zunächst nach Overkill klingt – bis man bedenkt, dass Mobile Games jedes Jahr still und leise anspruchsvoller werden. Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 44 Stunden Wiedergabe angegeben, was selbst längere Gaming-Sessions ohne Panik überstehen sollte.
Der Preis, bei dem die meisten aufhören zu lesen
Der Einstiegspreis für das iPhone Duo liegt bei $1,999 für das 256 GB-Modell. Das ist bereits mehr, als die meisten Leute für einen Gaming-PC ausgeben. Wer die Top-Konfiguration mit 2 TB Speicher möchte, bei dem klettert der Preis auf $3,199.
Dieser Wert von $3,199 macht es zu einem Anwärter auf das teuerste Consumer-Smartphone, das jemals veröffentlicht wurde. Zum Vergleich: Man könnte sich eine PlayStation 5 und einen High-End-Gaming-Monitor kaufen und hätte immer noch Geld für ein Jahr Online-Abos übrig. Das Duo ist nicht als Massenmarkt-Gerät positioniert, und das weiß Apple ganz genau.
Was die meisten Spieler bei diesen Hardware-Diskussionen übersehen, ist, dass die Preisobergrenze selten das Erlebnis widerspiegelt, das die meisten tatsächlich haben werden. Das $1,999-Basismodell verfügt über denselben A20 Pro-Chip und dasselbe Display. Der Speicherunterschied spielt eine Rolle, wenn man viele Spiele lokal installiert, aber für den durchschnittlichen Mobile-Gamer, der eine Handvoll Titel spielt, ist der Sprung auf $3,199 allein durch den Gaming-Mehrwert schwer zu rechtfertigen.
Für wen das Ganze wirklich Sinn ergibt
Das Duo wird niemandes Gaming-PC oder Konsolen-Setup ersetzen. Was es jedoch bietet, ist eine wirklich neue Art, Mobile Games zu spielen – insbesondere solche, die von einer flexiblen Bildschirmfläche profitieren. Titel mit komplexen Inventaren, Strategiespiele oder alles, was sich auf einem Standard-Smartphone-Display aktuell gequetscht anfühlt, könnte sich auf der aufgeklappten Hardware deutlich anders spielen.
Geoff Keighley teilte am 9. September Videomaterial des Geräts, und der Clip verbreitete sich schnell, weil sich der Perspektivwechsel neuartig und nicht wie ein Gimmick anfühlte. Diese Reaktion der Gaming-Community ist bemerkenswert. Das Duo erregt Aufmerksamkeit bei Leuten, die sich normalerweise nicht für Smartphone-Launches interessieren.
Für Spieler, die viel Zeit mit Mobile-Titeln wie Zenless Zone Zero, Genshin Impact oder anderen anspruchsvollen Battle-Royale-Ports verbringen, ist das Hardware-Limit des Duo hoch genug, um in den nächsten Jahren keinen Flaschenhals darzustellen. Das hat einen echten Wert, wenn man bereits viel in Mobile Gaming investiert und das bestmögliche Erlebnis möchte.
Sollte das Duo in zukünftigen Generationen auf einen zugänglicheren Preispunkt fallen oder sollten Wettbewerber faltbare Hardware in eine günstigere Preisklasse bringen, wird das Gaming-Argument für diesen Formfaktor nur noch stärker werden. Vorerst ist es ein Ausblick darauf, wohin sich Mobile-Gaming-Hardware entwickeln kann, verpackt in ein Preisschild, das die meisten Spieler aus der Ferne beobachten werden. Schaut euch unsere Gaming-Guides an, um Tipps zu erhalten, wie ihr das Beste aus der Plattform herausholt, auf der ihr gerade spielt.









