Death Stranding 2: On the Beach hat mittlerweile die Marke von 2,5 Millionen verkauften Exemplaren auf PlayStation 5 und PC überschritten. Diese Zahl stammt aus Analystenschätzungen, die diese Woche veröffentlicht wurden und in einen besonders spannungsgeladenen Moment fallen: Sony hatte gerade erst bekannt gegeben, dass sie das nächste Projekt von Hideo Kojima, Physint, nicht mehr als Publisher unterstützen werden, woraufhin Xbox eingesprungen ist, um diese Rolle zu übernehmen. Natürlich kamen sofort Fragen auf, ob Death Stranding 2 die Erwartungen so stark unterboten hat, dass die Geschäftsbeziehung darunter gelitten hat.
Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an, was man als Erfolg definiert.
Woher die 2,5 Millionen stammen
Die Aufteilung zwischen den Plattformen erzählt eine interessante Geschichte. Von diesen 2,5 Millionen Exemplaren wurden etwa 1,8 Millionen auf der PS5 und rund 700.000 auf dem PC via Steam verkauft. Das Spiel erschien im Juni 2025 als Konsolen-Exklusivtitel für die PS5, der PC-Port folgte Ende März 2026, daher ist die konsolenlastige Verteilung auf dem Papier nachvollziehbar.
Das Problem ist jedoch: Der Momentum-Effekt hielt nicht an. Allein in den ersten zwei Monaten setzte Death Stranding 2 etwa 1 Million PS5-Exemplare ab, wobei der Juni 2025 allein für rund 722.000 Verkäufe sorgte. Bis August 2025 war diese Zahl auf unter 30.000 gesunken. Diese Front-Loaded-Natur ist selbst für AAA-Standards extrem, da etwa 65 Prozent des PS5-Umsatzes in diesen ersten zwei Monaten generiert wurden.
Auf Steam verkaufte sich das Spiel in den ersten zwei Monaten nach dem PC-Launch im März 2026 etwa 550.000 Mal, was rund 80 Prozent der gesamten Lifetime-Verkäufe auf dem PC ausmacht. Wiederholte Preisnachlässe auf der Plattform haben kaum dazu beigetragen, den Absatz weiter anzukurbeln – ein Muster, das häufig auftritt, sobald die ursprüngliche Zielgruppe eines Spiels bereits gesättigt ist.
Wie es im Vergleich zum Original abschneidet
Zum Kontext: Das ursprüngliche Death Stranding hat sich seit seinem Release im Jahr 2019 rund 5 Millionen Mal verkauft und dabei einen Gesamtumsatz von etwa $243 million erzielt. Die PS4-Version machte 71 Prozent dieser Verkäufe aus, der PC 25 Prozent und Xbox die verbleibenden 4 Prozent.
Dieser Vergleich klingt auf den ersten Blick negativ, aber man sollte bedenken, dass das Original sieben Jahre lang von massiven Rabatten und mehreren Plattform-Releases profitierte, um diese Zahlen zu erreichen. Death Stranding 2 ist weniger als zwei Jahre alt und derzeit auf PS5 und PC beschränkt. Eine Xbox-Version wurde nicht angekündigt.
Zusammen haben die beiden Spiele einen geschätzten kombinierten Umsatz von $413 million für Kojima Productions und Sony generiert.
Der Physint-Faktor
Der Zeitpunkt dieser Verkaufsdaten ist entscheidend. Sonys Entscheidung, den Publishing-Deal für Physint – Kojimas Genre-Mix aus Action und Spionage – zu beenden, kam selbst für Kojima überraschend, was er im Juni öffentlich äußerte. Gerüchten zufolge lag das Projekt weit über dem Budget, und Sony war nicht bereit, hunderte Millionen mehr in ein Spiel ohne garantierte Exklusivität zu investieren, angesichts der Historie des Studios, Titel letztlich doch auf den PC zu bringen.
Xbox ist inzwischen als Publisher für Physint eingesprungen und baut damit die wachsende Beziehung zu Kojima Productions weiter aus, die bereits das Horror-Projekt OD umfasst. Ob die Verkaufszahlen von Death Stranding 2 direkt Sonys Ausstieg beeinflusst haben, kann niemand außerhalb der Führungsetage mit Sicherheit sagen, aber das Timing passt.
Was das für Spieler bedeutet, die noch aktiv sind
Falls du dich noch durch Death Stranding 2 arbeitest oder es dir während eines der PC-Sales geholt hast: Die Verkaufszahlen ändern nichts an deinem Spielerlebnis. Das Spiel wird voll unterstützt, und Kojima Productions hat bereits wichtige Post-Launch-Updates veröffentlicht, darunter einen neuen Schwierigkeitsgrad, wiederholbare Boss-Kämpfe und zusätzliche Cutscenes.
Für Spieler, die mehr aus dem Spiel herausholen wollen, decken unsere Death Stranding 2: On the Beach Guides alles ab – vom Ressourcen-Farming bis zur Optimierung des Skill-Trees. Wenn du auf Completion aus bist, führt dich der komplette PC-Achievement-Guide durch alle 55 Erfolge, einschließlich derjenigen, die einiges an Logistik-Grinding erfordern. Die Zielgruppe des Spiels mag kleiner sein, als Sony gehofft hatte, aber die Spieler, die dabei sind, sind meist tief in der Materie verwurzelt.








