Die Leaks haben sich bewahrheitet. Nachdem vor einigen Wochen bereits Einträge in der koreanischen Rating-Datenbank aufgetaucht waren, hat Treyarch es auf X offiziell gemacht: Call of Duty: Black Ops und Call of Duty: Black Ops 2 kommen auf die PlayStation. Beide Spiele erscheinen im Juli und bringen ihr komplettes Paket, inklusive Kampagne, Zombies-Modus und Multiplayer, auf PS4 und PS5. Falls du darauf gewartet hast, diese Shooter auf moderner PlayStation-Hardware erneut zu spielen, hat das Warten bald ein Ende. Aber hier ist der Punkt: Das Wort „Remaster“ taucht nirgendwo auf, und dieser Unterschied ist bedeutender, als man vielleicht denkt.
Activision hat direkt bestätigt, dass es sich um Ports handelt, nicht um Remaster. Das ist nicht nur PR-Semantik.

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Was „Port“ hier eigentlich bedeutet
Das Studio, das die Arbeit übernimmt, ist Iron Galaxy, ein angesehener Dienstleister mit einer soliden Erfolgsbilanz bei Ports und Remastern für zahlreiche Titel. Ihre Beteiligung ist ein gutes Zeichen für die Stabilität, aber der Umfang der Arbeit ist eben begrenzt.
Da diese Releases sowohl für PS4 als auch für PS5 erscheinen, solltest du keine nativen PS5-Features erwarten. Kein 120Hz-Support, keine DualSense-Haptik-Integration und keine überarbeiteten Assets. Ports, die auf Cross-Gen-Ziele ausgelegt sind, erhalten selten eine solche Behandlung, und nichts in der Ankündigung von Treyarch deutet auf etwas anderes hin. Die Spiele werden im Grunde so laufen wie auf der Original-Hardware, mit den Kompatibilitätsanpassungen, die Iron Galaxy vornimmt, um sie auf aktuellen PlayStation-Systemen funktionsfähig zu machen.
Es gibt zudem ein technisches Detail, das erwähnenswert ist: Beide Black Ops-Spiele aus dieser Ära haben bestimmte Physik- und Gameplay-Eigenschaften direkt an die Framerate gekoppelt. Jede nennenswerte Änderung am Frame Pacing würde zusätzlichen Engineering-Aufwand erfordern, und ein Port ist per Definition nicht darauf ausgelegt.
Das Problem mit gehackten Lobbys ist nicht verschwunden
Performance-Erwartungen sind eine Sache. Der Multiplayer ist der Punkt, der die größeren Fragen aufwirft.
Die Original-Versionen von Black Ops und Black Ops 2 existieren immer noch auf PS3 und Xbox 360, und jeder, der in letzter Zeit in diese Lobbys eingestiegen ist, weiß, was ihn dort erwartet: gehackte Sessions, modifizierte Parameter und injizierter Code, der kompetitives Gameplay nahezu unspielbar macht. Diese Plattformen erhalten schon lange keine Sicherheitsupdates mehr, was Tür und Tor für solche Eingriffe öffnet.
Die entscheidende Frage, die Treyarch noch nicht beantwortet hat, ist, ob diese PlayStation-Ports auf dieselbe veraltete Server-Infrastruktur zugreifen oder ob Activision separate, kontrollierte dedizierte Server bereitstellen wird. Im ersten Fall würde das Problem mit den gehackten Lobbys auf PS4 und PS5 fortbestehen. Im zweiten Fall wäre das eine deutlich sauberere Erfahrung, aber auch ein erheblicher operativer Aufwand, der bisher nicht bestätigt wurde.
Die PlayStation-Lücke, die dies notwendig machte
Auf der Xbox sind beide Spiele seit Jahren über die Abwärtskompatibilität spielbar. Die PlayStation hat kein vergleichbares System, und genau deshalb gibt es solche Ports. Es ist dieselbe Strategie, die Rockstar bei der Neuveröffentlichung von Red Dead Redemption auf der PS4 angewandt hat: einen Klassiker auf moderne Hardware bringen, ohne die volle Investition eines Remasters.
Dieser Rahmen ist ein nützlicher Kontext. Activision behandelt Black Ops und Black Ops 2 hier nicht als Prestige-Titel, die eine komplette Überarbeitung verdienen. Es geht darum, eine Plattform-Lücke zu schließen. Für Spieler, die einfach nur die Black Ops 2-Kampagne durchspielen oder Zombies auf der PS5 grinden wollen, ohne alte Hardware suchen zu müssen, ist das immer noch ein Gewinn. Wer jedoch die visuelle Politur und Feature-Upgrades eines richtigen Remasters erwartet, sollte seine Erwartungen jetzt, noch vor Juli, anpassen.
Für alles Weitere, was derzeit im Black Ops-Universum passiert, bietet die Call of Duty: Black Ops 6-Spieleseite die neuesten Informationen, und die vollständige Sammlung der Call of Duty: Black Ops 6-Guides deckt das aktuelle Spiel ausführlich ab, während die klassischen Ports Gestalt annehmen.








