Death Stranding 2 erschien letzten Monat für PC mit erheblichen Performance-Problemen auf dem Steam Deck, doch der Patch 1.2 von Nixxes Software hat das Blatt gewendet.
Der ursprüngliche PC-Release lief auf Valves Handheld katastrophal. Die Frameraten schwankten zwischen niedrigen Zehnerwerten und mittleren 20ern bei ständigem Stottern – ein schmerzhafter Kontrast zu der flüssigen Performance von Death Stranding: Director's Cut auf demselben Gerät. Ein anspruchsvolles PS5-Spiel, das die Decima Engine auf der alternden Hardware des OLED Steam Deck an ihre Grenzen bringt – die Ergebnisse waren erwartungsgemäß holprig.
Was Patch 1.2 tatsächlich geändert hat
Nixxes veröffentlichte letzte Woche Patch 1.2 für die PC-Version von Death Stranding 2. Die offizielle PC-Ankündigung von Kojima Productions erwähnte bereits zum Launch ein dediziertes Portable-Preset, und die Patch-Notes zu 1.2 hoben eine „verbesserte Performance auf dem Steam Deck“ sowie allgemeinere Optimierungen für Systeme mit begrenzter PCIe-Bandbreite hervor. Das vollständige Changelog umfasst:
- Performance-Verbesserungen auf Systemen mit begrenzter PCIe-Bandbreite
- Verbesserte Performance auf dem Steam Deck
- Diverse Crash-Fixes, Stabilitätsverbesserungen und Performance-Optimierungen
- Im Fotomodus aufgenommene HDR-Screenshots wirken nicht mehr ausgewaschen
- DualShock 4 Trigger müssen bei Nutzung von Steam Input nicht mehr vollständig durchgedrückt werden, um einen Input zu registrieren
- Diverse Bug-Fixes bezüglich der Karten-Benutzeroberfläche
- Diverse Bug-Fixes und Verbesserungen im Grafikbereich
- Diverse Verbesserungen und Bug-Fixes für Input und Benutzeroberfläche
Nixxes hat seine Kompetenz bei der Steam-Deck-Optimierung bereits früher bewiesen. Das Studio portierte beide modernen Spider-Man-Titel, beide The Last of Us-Spiele sowie Horizon Zero Dawn auf den PC, und alle liefen auf der Deck-Hardware besser, als es die technischen Daten vermuten ließen.

Portable preset settings screen
Vorher und nachher: Die Zahlen, auf die es ankommt
Der Performance-Unterschied ist gewaltig. Vor Patch 1.2 hatte das Steam Deck OLED Mühe, während des Großteils des Spiels spielbare Frameraten zu halten. Nach der Installation des Updates und dem Wechsel auf das Portable-Preset laufen Open-World-Abschnitte mit stabilen 30 bis 35 fps. Einfachere Innenbereiche erreichen fast 50 fps.
Das Portable-Preset reduziert die visuelle Qualität in vorhersehbarem Maße, aber nach sechs Stunden auf dem 7,4-Zoll-Bildschirm des OLED fühlt sich dieser Kompromiss akzeptabel an. Death Stranding 2 sieht auf einem großen Display besser aus, aber die Handheld-Version ist nun weitaus funktionaler, als es das Desaster vor dem Patch vermuten ließ.

Open world on Steam Deck OLED
Was das für Handheld-Spieler in Zukunft bedeutet
Nixxes hat die Steam-Deck-Optimierung als Priorität und nicht als bloße Pflichtaufgabe betrachtet. Immer mehr Studios integrieren mittlerweile Portable-Presets in ihre PC-Releases – Resident Evil 9 und Crimson Desert bieten diese ab Werk – doch ein Preset allein garantiert noch keine spielbare Performance. Die eigentliche Optimierungsarbeit hinter Patch 1.2 hat hier den Unterschied gemacht.
Speziell für Death Stranding 2 macht dieses Update das Spiel für Spieler attraktiv, die es auf dem Handheld bereits abgeschrieben hatten. Das Spiel ist eines der stärksten Beispiele für Hideo Kojimas Fähigkeit, Gameplay-Systeme mit narrativer Tiefe zu verknüpfen. Dass dies nun auf tragbarer Hardware ordnungsgemäß funktioniert, ist von großer Bedeutung.
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