"Ehrlich gesagt dachte ich, dass mich das viel mehr kränken würde, aber erstens bin ich nicht in den sozialen Medien unterwegs, was hilft, und zweitens, ich weiß nicht, ich fühle mich völlig unbeeindruckt." Das sagt Deborah Ann Woll diese Woche auf der Florida Supercon, und sie klingt dabei so entspannt wie jemand, der gerade eine gemütliche Side Quest abgeschlossen hat.
Die Schauspielerin, die die Titelrolle im kommenden PS5-Exklusivtitel God of War Laufey spielt, sieht sich seit der Ankündigung des Spiels Anfang Juni einer Welle von Online-Kritik gegenüber. Ein Großteil dieses Lärms richtet sich persönlich gegen sie, wobei ein Teil der Community ihr Aussehen und das In-Game-Modell von Laufey angreift. Wolls Reaktion? Im Grunde ein Schulterzucken.
Warum Woll deswegen keine schlaflosen Nächte hat
"Es ist in Ordnung, wenn es nicht dein Fall ist, aber in keinem Universum ist es schlecht", sagte Woll dem TikTok-Creator quinnphobic auf der Convention. Das Selbstvertrauen dabei ist kein bloßes Gerede. Woll übernimmt erneut die Rolle der Laufey aus God of War Ragnarök, wo der Charakter kurz auftauchte, und sie hatte offensichtlich Zeit, sich mit dem Gesamtbild dessen auseinanderzusetzen, was dieses neue Spiel bietet.
Die Sache ist die: Nicht in den sozialen Medien präsent zu sein, ist eine echte Superkraft, wenn man im Zentrum eines Internet-Shitstorms steht. Woll hat das direkt bestätigt, und es ergibt Sinn. Die lautesten Stimmen in solchen Situationen repräsentieren selten die breite Player-Base, und die eigentliche God of War-Fanbase ist der Laufey-fokussierten Ausrichtung gegenüber eher neugierig als feindselig eingestellt.
Der Backlash selbst folgt einem bekannten Muster. Ein neues Spiel wird angekündigt, eine Frau steht im Mittelpunkt, bestimmte Ecken des Internets reagieren negativ, und der Diskurs übertönt die legitime Diskussion darüber, was das Spiel eigentlich ist. Was die meisten Spieler in solchen Situationen übersehen, ist, wie wenig der Lärm das tatsächliche Begeisterungslevel widerspiegelt. Das PlayStation State of Play im Juni, bei dem Laufey enthüllt wurde, war Berichten zufolge das meistgesehene State of Play aller Zeiten.
Was wir bisher über God of War Laufey wissen
Abgesehen von Wolls Kommentaren befindet sich das Spiel noch in einem frühen Stadium seiner öffentlichen Wahrnehmung. Es wurde erst ein Trailer gezeigt. Das Konzept reicht weiter zurück als die Ankündigung; kreative Diskussionen über ein Laufey-fokussiertes Spiel sollen bereits 2018 stattgefunden haben.
Ein paar konkrete Details sind aufgetaucht. Das Spiel bringt ein schnelleres, aggressiveres Combat-System zurück, das eher der ursprünglichen God of War-Trilogie entspricht als dem langsameren, wuchtigeren Spielgefühl von God of War (2018) und God of War Ragnarök. Es wird zudem auf Disc erscheinen, was angesichts der jüngsten Bestrebungen von PlayStation, physische Medien zurückzufahren, bemerkenswert ist. Kratos wird ebenfalls nicht in Rente geschickt; der Entwickler hat bestätigt, dass weitere Spiele mit ihm in der Pipeline sind.
Ein Release-Fenster wurde noch nicht bestätigt, aber ein Launch im Jahr 2027 gilt nach aktuellem Stand als die Arbeitshypothese.
Das Gesamtbild für das Franchise
Für jeden, der Ragnarök gespielt hat, war Laufey (auch bekannt als Faye) eine Präsenz, die während des gesamten Spiels spürbar war, ohne jemals direkt aufzutreten. Ein komplettes Spiel um sie herum aufzubauen, ist ein mutiger Schritt, und das Kreativteam hat sich offensichtlich schon seit Jahren Gedanken darüber gemacht.
Wolls Gelassenheit angesichts des Backlashs ist genau die richtige Einstellung für den aktuellen Stand des Spiels. Es gibt einen Trailer, kein Release-Datum und noch viel Zeit bis zum Launch. Die Konversation wird sich ändern, sobald mehr Gameplay zu sehen ist.
Wenn du dich vor der Ankunft von Laufey auf den neuesten Stand des Franchise bringen willst, deckt die God of War Ragnarök Guide-Sammlung alles ab, von Combat-Mechaniken bis hin zu Story-Breakdowns. Das neue Spiel baut direkt auf dem auf, was Ragnarök etabliert hat, daher ist der Kontext durchaus wertvoll.








