Valve hat diese Woche endlich die Steam Machine auf den Markt gebracht. Der Einstiegspreis? $1,049 für das Basismodell mit 512GB. Die Fans waren wenig beeindruckt.
Der Preisschock ist nicht allein Valves Schuld. Die Preise für Arbeitsspeicher und Speicherplatz waren zuletzt extrem hoch, und jeder, der in letzter Zeit versucht hat, einen kompakten PC zusammenzustellen, weiß genau, wie schnell die Kosten in die Höhe schnellen können. Aber Verständnis hilft wenig, wenn man selbst tief in die Tasche greifen muss.
Die Sache ist die: Man kann ein System bauen, das die Performance der Steam Machine erreicht, in ein ähnlich kompaktes Gehäuse passt und unter $1,000 bleibt. Es erfordert etwas Recherche, ist aber absolut machbar.

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Der $999-Build, den Valve wahrscheinlich lieber nicht sehen möchte
Die Grundlage für diesen DIY-Ansatz ist das Gehäuse Fractal Design Node 304 Mini-ITX für etwa $110. Es ist kein perfekter Würfel wie die Steam Machine, eher ein Quader, aber es ist eine der praktischsten Alternativen auf dem Markt. Das Node 304 unterstützt GPUs mit einer Länge von bis zu 310mm und nimmt Standard-ATX-Netzteile auf, was die erste große Kostenersparnis ermöglicht.
Kompakte SFX-Netzteile sind deutlich teurer. Das Node 304 umgeht dieses Problem komplett. Ein MSI MAG A550BN 550W (80+ Bronze) liegt bei etwa $43, besonders wenn Prime Day-Rabatte den Preis weiter drücken. Da es nicht modular ist, erfordert das Kabelmanagement im Gehäuse etwas Geduld, aber die Ersparnis ist real.
Für die GPU passt eine XFX Speedster SWFT210 Radeon RX 7600 8GB für rund $280 perfekt ins Bild. Mit 241mm Länge unterschreitet sie das 310mm-Limit des Node 304 deutlich. Die RX 9060 XT wäre preislich die schärfere Wahl gewesen, treibt die Gesamtkosten aber über das $1,000-Ziel. Die gute Nachricht ist, dass ein späterer GPU-Tausch hier problemlos möglich ist – etwas, das die eigentliche Steam Machine schlichtweg nicht zulässt.
Wo sich die echte Lücke bei der Aufrüstbarkeit zeigt
Hier hebt sich der DIY-Build am deutlichsten von Valves Hardware ab.
Das Mainboard ASRock B650I Lightning WiFi Mini-ITX für $170 unterstützt bis zu 96GB RAM. Die Steam Machine ist bei 64GB über zwei Slots am Limit. Der DIY-Build kommt mit Patriot Viper Elite 5 16GB DDR5 6000 für etwa $188, was den Speicherspezifikationen der Basis-Steam Machine entspricht, jedoch auf einer Plattform mit deutlich mehr Spielraum.
DDR5 bedeutet auch einen AM5-Prozessor, und die Wahl fällt auf den AMD Ryzen 5 7500F OEM für etwa $118. Die OEM-Tray-Version spart Kosten gegenüber dem Boxed-Modell. Ein Ryzen 5 9600X wäre der logische Upgrade-Pfad für die Zukunft, ohne dass ein neues Mainboard nötig wäre.
Beim Speicher kommt eine KingSpec NX Series 512GB NVMe M.2 für etwa $73 zum Einsatz, was der Kapazität der Basis-Steam Machine entspricht. Nicht die schnellste SSD, aber sie erledigt ihren Job im Einstiegsbereich zuverlässig.
Der komplette Build kostet etwa $999, also rund $50 weniger als die günstigste Steam Machine-Variante.
Was man tatsächlich in Kauf nimmt
Die Steam Machine ist auf eine Weise kompakt, die dieser Build nicht ganz erreicht. Das Node 304 ist größer und schwerer und es fehlt der Feinschliff eines speziell für diesen Zweck entwickelten Konsolen-Geräts. Wenn der Formfaktor für dich das Wichtigste ist, ist der DIY-Weg ein Kompromiss.
Außerdem musst du ihn selbst zusammenbauen. Für manche ist das der Reiz, für andere ein Ausschlusskriterium.
Aber wenn du ein System willst, das SteamOS ausführt, dieselben Spiele abspielt und dir die Freiheit lässt, in zwei Jahren die GPU aufzurüsten oder eine schnellere CPU einzubauen, ist die Rechnung hier ziemlich einfach. Die Steam Machine schränkt dich ein. Dieser Build nicht.
Für Spieler, die bereits auf Handhelds oder kompakten Systemen zocken, ist die Optimierung genauso wichtig wie die Hardware selbst. Schau dir den Far Far West Settings-Optimierungs-Guide für ein praktisches Beispiel an, wie man Performance aus Systemen mit geringerer Leistung herausholt, oder den PowerWash Simulator Grafik-Settings-Guide, um die Optik auf Mid-Range-Builds perfekt einzustellen. Wenn du einen breiteren Überblick über das verfügbare Angebot suchst, deckt die vollständige Gaming-Guides-Bibliothek Performance-Tuning für eine Vielzahl von Titeln ab.
Valve wird die Preisgestaltung der Steam Machine wahrscheinlich mit der Zeit anpassen, und eine Barebone-Variante mit geringerer Ausstattung (ohne vorinstallierten RAM oder Speicher) könnte die Lücke deutlich verkleinern. Bis dahin bleibt der DIY-Weg das bessere Angebot für jeden, der bereit ist, selbst Hand anzulegen.

