Disney and Epic Games to Create ...

Disney prüft Übernahme von Epic Games, doch ein Abschluss ist ungewiss

Disney erwägt den Kauf von Epic Games, doch interne Differenzen und die Kontrolle von CEO Tim Sweeney erschweren eine mögliche Einigung erheblich.

Eliza Crichton-Stuart

Eliza Crichton-Stuart

Aktualisiert Apr. 1, 2026

Disney and Epic Games to Create ...

"Ich weiß aus sicherer Quelle, dass es bei Disney hochrangige Führungskräfte gibt, die wollen, dass sie Epic kaufen, und die nur auf diesen Moment warten." Das sagt Tech-Reporter Alex Heath von The Verge am 25. März im Podcast The Town with Matt Belloni. Eine Aussage, die direkt auf den Punkt kommt und die Gaming-Welt bereits in Aufruhr versetzt hat.

Die Sache ist jedoch die: Heath schob unmittelbar hinterher, dass es Leute in der Führungsebene von Disney gibt, "die das für eine schlechte Idee halten". Es handelt sich also nicht um einen Leak über einen unmittelbar bevorstehenden Deal. Es ist vielmehr ein Einblick in eine echte interne Debatte innerhalb eines der weltweit größten Unterhaltungskonzerne, die eines der einflussreichsten Studios der Gaming-Branche betrifft – den Macher von Fortnite.

Wie es zu dieser Situation bei Epic kam

Epic Games hat eine wirklich schwierige Phase hinter sich. Die Spielerzahlen von Fortnite sind im Laufe des Jahres 2025 spürbar zurückgegangen, und das Unternehmen räumte ein, "deutlich mehr auszugeben, als wir einnehmen", bevor über 1.000 Stellen gestrichen wurden. Das ist keine kleine Korrektur, sondern ein Unternehmen unter massivem finanziellen Druck, obwohl im letzten Jahr ein Umsatz von über $6 Milliarden erzielt wurde. Die Rechnung ging offensichtlich nicht auf.

Die Entlassungen trafen das Unternehmen so hart, dass sich Epic-CEO Tim Sweeney öffentlich entschuldigen musste, nachdem bekannt wurde, dass bei einem entlassenen Mitarbeiter mit unheilbarem Hirntumor die Lebensversicherung während des Prozesses falsch gehandhabt wurde. Die Entwickler von Fortnite selbst warnten, dass die Kürzungen "massive Auswirkungen auf die Entwicklung für den Rest des Jahres und wahrscheinlich darüber hinaus" haben würden. Das Studio, das eines der meistgespielten Spiele des Planeten entwickelt hat, befindet sich derzeit in sehr turbulentem Fahrwasser.

Disneys bestehende Beteiligung und die Befürworter einer Übernahme

Disney ist kein Unbekannter für Epic. Das Unternehmen investierte 2024 stolze $1.5 Milliarden in Epic, mit dem erklärten Ziel, einen von Disney geleiteten Modus innerhalb von Fortnite aufzubauen, der damals als eine Art "virtuelles Disneyland" und als große Gaming-Plattform für den Konzern beschrieben wurde. Diese Investition verschaffte Disney ein echtes Mitspracherecht.

Sweeney selbst lobte die "Geschwindigkeit" der Zusammenarbeit zwischen Epic und Disney, was bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, wie offen er gegen andere Tech-Giganten wie Apple und Google gekämpft hat. Die Beziehung wirkt, zumindest nach außen hin, funktionell.

Der Vorstoß für eine vollständige Übernahme hat auch einen Namen. Kevin Mayer, ehemaliger Disney-Manager und derzeitiger Co-CEO bei Candle Media, sagte im März gegenüber CNBC, dass "Epic oder ein anderes Gaming-Asset eine großartige Ergänzung für das Portfolio der The Walt Disney Company wäre." Er äußerte sich in diesem Kontext zum Amtsantritt des neuen Disney-CEO Josh D'Amaro. D'Amaro gehörte laut Berichten von IGN zu denjenigen, die die ursprüngliche Fortnite-Investition stark unterstützten. Das ist ein Zufall, den man nicht ignorieren sollte.

Epic Games HQ, Cary NC

Epic Games HQ, Cary NC

Warum das Ganze nicht so einfach ist

Der entscheidende Punkt ist, dass Epic nicht börsennotiert ist. Wie Heath seinem Podcast-Publikum in Erinnerung rief, ist es ein gründergeführtes Unternehmen, was bedeutet, dass Tim Sweeney bei jedem Verkauf das letzte Wort hat. Sweeney hat jahrelang daran gearbeitet, Epic als unabhängiges Gegengewicht zu den Plattform-Giganten zu positionieren. Ein Verkauf an Disney wäre eine komplette Abkehr von dieser Identität.

Man muss auch die interne Spaltung bei Disney berücksichtigen. Heaths Darstellung war explizit: Einige Führungskräfte wollen es, andere halten es für eine schlechte Idee. Solche Konflikte lösen sich selten schnell, und da ein neuer CEO sich erst noch einarbeiten muss, ist eine Gaming-Übernahme in Milliardenhöhe kein risikoarmer erster Schachzug.

Was dieser Moment wirklich widerspiegelt, ist, wie stark sich die Position von Fortnite verändert hat. Vor einem Jahr hat niemand ernsthaft die Idee einer Übernahme von Epic in den Raum gestellt. Jetzt, da die Spielerbindung nachlässt und das Unternehmen in großem Stil umstrukturiert wird, hat sich das Gespräch gewandelt. Ob Disney letztlich handelt oder nicht – allein die Tatsache, dass diese Frage überhaupt gestellt wird, sagt viel über den aktuellen Status von Epic aus.

Für die neuesten Updates direkt von Epic behalten Sie den Epic Games Newsroom im Auge, da offizielle Entwicklungen dort zuerst erscheinen würden. Weitere Analysen zur Gaming-Industrie finden Sie in unserer aktuellen Berichterstattung. Schauen Sie sich auch gerne mehr an:

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aktualisiert

April 1. 2026

veröffentlicht

April 1. 2026