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Die Liste, die fast alles verändert hätte
Pixar war der Funke. Nachdem Disney diesen Deal abgeschlossen hatte, beschrieb der ehemalige CEO Bob Iger das Gefühl als transformativ: „Es war, als hätten sich die Wolken verzogen und die Sonne würde wieder scheinen. Wir fühlten uns unaufhaltsam.“ Was folgte, war eine Einkaufsliste, die sich wie ein Popkultur-Fiebertraum liest: Marvel, Star Wars und direkt daneben James Bond.
„Wir haben eine Liste mit Akquisitionszielen zusammengestellt“, sagte Iger. „Marvel war eines, Star Wars ein anderes, James Bond eines davon. Wir hatten eine Liste und ich dachte mir, haken wir sie einfach ab und kaufen sie alle.“
Zwei von drei ist nicht schlecht. Aber Bond ist ihnen durch die Lappen gegangen.
Wie Amazon Disney bei 007 ausstach
Gerüchte über eine mögliche Übernahme der Bond-Franchise durch Disney kamen etwa 2017 auf, wobei Iger Berichten zufolge noch 2019 Interesse signalisierte. Jahrelang blieb die Situation undurchsichtig. Die Broccoli-Familie hatte über ihre Produktionsfirma Eon Productions jahrzehntelang die kreative Kontrolle über Bond inne und war bekannt dafür, die Identität der Franchise vehement zu schützen.
Dann kam die Ankündigung von 2025, die alles veränderte. Die langjährigen Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli verkauften die kreative Kontrolle für gemeldete $20 million an Amazon, wobei Branchenexperten von einer deutlich höheren Summe ausgingen. Der Deal gab Amazon die Schlüssel zu einer der wertvollsten Franchises des Kinos in die Hand, und das geschah so schnell, dass Disney nie eine zweite Chance bekam.
Die Sache ist die: Broccoli war Berichten zufolge fast sofort unzufrieden mit der Vision von Amazon. Die Pläne beinhalteten angeblich die Erweiterung von Bond zu einem vollständigen Cinematic Universe, wobei unter anderem ein Moneypenny-Prequel-Spin-off im Raum stand. Für eine Franchise, die sich über 60 Jahre lang genau gegen eine solche Expansion gewehrt hatte, war das ein krasser Wechsel.
Was Amazon jetzt mit Bond aufbaut
Trotz des holprigen Starts hat das Projekt inzwischen hochkarätige Talente angezogen. Denis Villeneuve, der Regisseur hinter Dune und Blade Runner 2049, ist für die Regie des nächsten Bond-Films vorgesehen. Steven Knight, Schöpfer von Peaky Blinders, schreibt das Skript. Das Casting läuft, wobei der Casting-Director von Game of Thrones die Suche nach dem nächsten 007 leitet.
Das ist ein wirklich beeindruckendes Kreativteam. Wenn man ein Bond-Fan ist, ist die Expertise hier schwer zu leugnen, egal was man von Amazons Eigentümerschaft hält.
Für Gamer erweitert sich das Bond-Universum bereits auf interessante Weise. IO Interactives 007 First Light startete Anfang des Jahres mit starker Resonanz, obwohl IO bestätigte, dass sie trotz des Erfolgs des Spiels keine zukünftigen Bond-Spiele veröffentlichen werden, da Amazon klarstellte, wer die IP kontrolliert. Ihr könnt euch den vollständigen 007 First Light Voice-Cast ansehen, wenn ihr ein vollständiges Bild davon haben wollt, wer diesen neuen Bond zum Leben erweckt, oder die 007 First Light Fahrzeugliste durchstöbern – von Aston Martins bis hin zu bewaffneten Booten ist alles dabei.
Wie ein Disney-Bond-Universum hätte aussehen können
Es lohnt sich, einen Moment über die alternative Zeitlinie nachzudenken. Disney mit Bond hätte bedeutet, dass Bond unter demselben Dach wie das MCU und Lucasfilm gelandet wäre. Allein das Crossover-Potenzial hätte das Internet in Aufruhr versetzt, wobei die Frage, ob das gut ist, ganz von der eigenen Einstellung zur Konsolidierung von Franchises abhängt.
Disneys Erfolgsbilanz bei erworbenen Marken ist durchwachsen. Marvel hat einige der umsatzstärksten Filme aller Zeiten hervorgebracht. Star Wars hatte turbulentere Jahre, wobei die Fan-Reaktionen auf die Sequel-Trilogie und verschiedene Streaming-Projekte von enthusiastisch bis offen feindselig reichten. Bond unter Disney hätte in beide Richtungen gehen können, aber Igers erklärte Philosophie, „sie alle zu kaufen“, legt nahe, dass die Priorität beim IP-Besitz lag und nicht unbedingt bei der kreativen Führung.
Amazons Ansatz hat trotz der Reibereien mit Broccoli zumindest Villeneuve und Knight an Bord geholt. Das ist nicht nichts.
Für mehr Informationen rund um Gaming und Entertainment findet ihr in unserem Guides-Hub alles, was ihr braucht, während das Bond-Gaming-Universum parallel zur Film-Franchise weiter wächst.

