Falls du gehofft hast, dass sich Dragon Age nach der durchwachsenen Resonanz auf The Veilguard wieder stark zurückmeldet, hat Mark Darrah dazu etwas zu sagen – und das ist nicht besonders ermutigend.
Darrah war über zwei Jahrzehnte bei BioWare tätig und fungierte bei mehreren Dragon Age-Titeln als Executive Producer. Wenn er über den Status der Reihe spricht, hat das Gewicht. Seine jüngsten öffentlichen Kommentare zeichnen ein Bild, das Fans des Franchise wahrscheinlich nicht sehen wollen.

Sichern Sie sich 1 Monat GTA+ Abonnement bei Vorbestellung.
Jetzt GTA 6 vorbestellen
Was Darrah tatsächlich gesagt hat
Darrah äußert sich in seinem Leben nach BioWare offen und teilt regelmäßig Einblicke über seinen YouTube-Kanal und öffentliche Kommentare. Seine jüngste Einschätzung zu den Aussichten von Dragon Age fällt sehr pessimistisch aus. Die Kernsorge betrifft nicht nur ein einzelnes Spiel, das hinter den Erwartungen zurückblieb. Es geht darum, ob EA und BioWare nach dem Scheitern von The Veilguard an den kommerziellen Zielen des Studios noch das Interesse haben, weiter in die IP zu investieren.
Die Sache ist die: Wenn ein Teil eines Franchise die Erwartungen nicht erfüllt, wird die Kalkulation des Publishers schnell unangenehm. Die Entwicklungsbudgets für RPGs in der Größenordnung von Dragon Age gehen inklusive Marketing regelmäßig in die Hunderte Millionen. Ein Spiel, das diese Ausgaben nicht wieder einspielt, schadet nicht nur einem Titel, sondern legt die gesamte Serie erst einmal auf Eis, während die Führungsebene neu bewertet.
Darrahs Position ist im Wesentlichen, dass der weitere Weg für Dragon Age völlig unklar ist und Fans nicht davon ausgehen sollten, dass ein weiterer Teil garantiert ist.
Das Vorher und Nachher von Dragon Age bei BioWare
Um zu verstehen, warum das so schwer wiegt, hilft ein Blick darauf, wo die Serie stand und wo sie heute steht. Dragon Age: Origins erschien 2009, erntete breites Kritikerlob und starke Verkaufszahlen und etablierte BioWare als Goldstandard für westliche RPGs. Inquisition gewann 2014 mehrere Game of the Year-Awards und verkaufte sich über 12 Millionen Mal, was es zum bis dato meistverkauften Spiel des Studios machte.
Das ist die Ausgangslage. Ein Franchise mit echter kommerzieller Dynamik und einer leidenschaftlichen Fanbase, die jahrelang auf neue Teile gewartet hatte.
The Veilguard erschien Ende 2024 nach einer zehnjährigen Pause seit Inquisition und einer bekanntermaßen schwierigen Entwicklung. Das Spiel hatte seine Verteidiger, aber die Verkaufszahlen entsprachen nicht dem Vermächtnis. EA bestätigte, dass das Spiel seine Ziele verfehlt hat, und die Belegschaft von BioWare wurde in der Folge deutlich reduziert.
Das Studio, das Dragon Age aufgebaut hat, ist nur noch ein Bruchteil seiner früheren Größe, und die verbleibenden Ressourcen sind anderweitig gebunden.
Warum der Pessimismus eines Veteranen schwerer wiegt als Fan-Spekulationen
Fan-Pessimismus nach einem enttäuschenden Spiel ist normal. Der Pessimismus eines Entwicklers, der 23 Jahre damit verbracht hat, das Franchise aufzubauen, ist ein völlig anderes Signal.
Darrah rät nicht. Er versteht, wie EA die Lebensfähigkeit von Franchises bewertet, wie BioWare Projekte intern pitcht und wie die realistischen Bedingungen für ein grünes Licht für eine Fortsetzung tatsächlich aussehen. Wenn er andeutet, dass der Weg nach vorne steinig ist, basiert das auf institutionellem Wissen, das die meisten Kommentatoren schlichtweg nicht haben.
Was die meisten Spieler in solchen Situationen übersehen, ist, dass ein Spiel nicht allein dadurch geschützt ist, dass es beliebt ist. Publisher treffen Entscheidungen über Fortsetzungen auf Basis von Verkaufsverläufen, Marktbedingungen und der Kapazität des Studios. Die Fanbase von Dragon Age ist loyal, aber Loyalität führt nicht automatisch zu den Zahlen, die ein neunstelliges Entwicklungsbudget rechtfertigen.
Wie es mit dem Franchise realistisch weitergeht
Das wahrscheinlichste Szenario, basierend auf allem, was Darrah angedeutet hat, ist zumindest eine lange Wartezeit. BioWare muss beim nächsten Mass Effect abliefern, bevor irgendjemand ernsthaft über Dragon Age nachdenkt. Wenn dieses Spiel gut performt, stärkt das das Vertrauen in das Studio und öffnet möglicherweise die Tür für einen Pitch zur Wiederbelebung von Dragon Age. Wenn nicht, wird das Gespräch deutlich schwieriger.
Es stellt sich auch die Frage, wie Dragon Age in Zukunft überhaupt aussehen soll. The Veilguard nahm im Vergleich zu Origins und Inquisition signifikante Änderungen am Ton und den Gameplay-Systemen der Serie vor. Jeder zukünftige Teil müsste ein klares Statement dazu abgeben, in welche Richtung sich das Franchise bewegt, und das erfordert eine kreative Führung mit einer starken Vision und einen Publisher, der bereit ist, diese zu unterstützen.
Für Fans, die während des Wartens ihren Hunger auf Dark Fantasy-RPGs stillen wollen, gibt es viel zu entdecken. Schau dir unsere Gaming-Guides für eine Abdeckung der besten aktuellen Optionen des Genres an.
Der Profi-Tipp hier ist, die Erwartungen im Zaum zu halten. Dragon Age ist nicht tot, aber es befindet sich auch nicht in aktiver Entwicklung. Darrahs Kommentar ist ein Realitätscheck, kein Nachruf, aber eben auch keine Entwarnung. Der nächste Schritt des Franchise hängt von Faktoren ab, die nichts damit zu tun haben, wie sehr sich Fans ein weiteres Spiel wünschen.
Mass Effect ist BioWares nächster echter Test. Beobachte, wie dieser Titel einschlägt, denn das wird dir mehr über die Zukunft von Dragon Age verraten als jede Fan-Petition oder Social-Media-Kampagne. Für weitere Berichterstattung darüber, was von großen Studios kommt, hält unser Game-Reviews-Hub die Titel im Blick, die aktuell tatsächlich erscheinen.








