Das spanische Independent-Studio Palitroque hat Dystopicon, eine satirische dystopische Time-Management-Lebenssimulation, auf Steam veröffentlicht. Das Spiel spielt in einer retro-futuristischen Gesellschaft, in der Roboter die Menschen am Arbeitsplatz ersetzt haben, sodass die Bürger andere Wege finden müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Dystopicon kostet €7.99/$7.99 und ist während der ersten zwei Wochen mit einem 15% Launch-Rabatt erhältlich.
In Dystopicon schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Bürgers der Klasse 2, der eine staatlich bereitgestellte Wohnung und eine ungewöhnliche neue Beschäftigung erhält: Fernsehen. Der Charakter verdient ein Gehalt, indem er vor dem Bildschirm bleibt; dieses Geld wird dann verwendet, um Dienstleistungen zu kaufen, die zum Überleben und zur Unterhaltung notwendig sind.
Das Spiel nutzt diese ungewöhnliche Prämisse, um eine kontrollierte Gesellschaft zu erkunden, in der das Befolgen der Regeln nicht unbedingt der einzige Weg nach vorne ist. Spieler können wählen, ob sie loyale Bürger sein oder das System herausfordern wollen, wobei ihre Entscheidungen beeinflussen, wie sich die Story entwickelt.
Eine dystopische Lebenssimulation mit Fokus auf Time-Management
Dystopicon beginnt damit, dass der Spieler als Bürger zweiter Klasse in einem von der Regierung bereitgestellten Raum lebt. Von dort aus schreitet die Story durch sechs Szenarien voran, einschließlich eines geheimen Szenarios, wobei jedes neue Mechaniken, Situationen und Informationen über die dystopische Welt des Spiels einführt.
Spieler können versuchen, ihren Status zu verbessern und ein Parteibürger zu werden, während andere Entscheidungen sie in ein Umerziehungslager führen können. Die sich ändernden Umstände sollen dazu anregen, verschiedene Ansätze zu verfolgen, während der Spieler mehr über die Gesellschaft um ihn herum erfährt.
Die zentrale Frage ist, ob die Spieler entdecken können, was sich hinter den vier Wänden ihres staatlich bereitgestellten Zuhauses verbirgt.
Das Spiel enthält auch einen Challenge Mode, der einige der Ablenkungen aus der Hauptstory entfernt. Das Ziel ist simpel: Die Spieler müssen genug Geld sparen, um ihren Raum zu verlassen. Ohne die täglichen Nachrichten und andere Story-Elemente konzentriert sich der Modus direkter auf das Ressourcen-Management und das Erreichen des Ziels.
14 mögliche Enden
Spielerentscheidungen können in Dystopicon zu 14 verschiedenen Enden führen. Das Spiel erlaubt es den Spielern, den Regeln zu folgen oder gegen das System zu rebellieren, wobei unterschiedliche Entscheidungen zu verschiedenen Ergebnissen führen.
Spieler können Staatsbürokraten werden, versuchen, das System durch Hacking zu manipulieren, oder sich an ernsthafteren Rebellionen beteiligen. Das Befolgen von Regierungsanweisungen kann einen anderen Pfad einschlagen als der Versuch, das System zu täuschen oder zu untergraben.
Das Spiel lässt auch Raum für weniger vorhersehbare Ergebnisse, einschließlich der Möglichkeit, im Lotto zu gewinnen.
Die multiplen Enden geben den Spielern einen Grund, die Szenarien erneut zu spielen und mit verschiedenen Entscheidungen und Strategien zu experimentieren.
Vom Itch.io-Prototyp zum Steam-Release
Dystopicon begann 2018 als kleines Projekt von Juan Felipe Molina. Der ursprüngliche Prototyp wurde auf Itch.io veröffentlicht und mit Third-Party-Assets aus dem Unity Asset Store erstellt.
Über etwa 12 Monate hinweg erweiterte Molina die Story und die Gameplay-Systeme des Spiels, während er verschiedene Ideen testete. Der Prototyp erreichte schließlich rund 12.000 Downloads und erhielt positives Feedback von den Spielern.
Molina hatte jedoch anfangs nicht die Zeit, das Projekt professionell zu entwickeln. Das änderte sich im November 2025, als er seinen Job kündigte, um sich darauf zu konzentrieren, Dystopicon für eine kommerzielle Veröffentlichung auf Steam vorzubereiten.
Das zentrale Konzept des Spiels wurde von klassischer dystopischer Literatur beeinflusst, insbesondere von den Werken des Science-Fiction-Autors Philip K. Dick. Molina nannte Ubik als Einfluss und verwies auf die Darstellung von Charakteren, die für die Nutzung alltäglicher Haushaltsgeräte bezahlen müssen.
Diese Idee trug zur Wirtschaft von Dystopicon bei, während das Interesse des Entwicklers an Fernsehen und sozialen Medien dazu beitrug, die Haupt-Gameplay-Mechanik zu formen. Anstatt Medien einfach nur zu konsumieren, wird der Protagonist des Spiels dafür bezahlt.
Der ursprüngliche Prototyp entwickelte sich schließlich zu einem 28-tägigen Gameplay-Loop, in dem die Spieler durch Fernsehen und das Lesen täglicher Regierungsberichte überleben mussten.
Die Entwicklung des Spiels fiel auch mit der COVID-19-Pandemie zusammen, als eine große Anzahl von Menschen auf ihr Zuhause beschränkt war und mehr Zeit vor Bildschirmen verbrachte. Laut Molina boten die Umstände eine unerwartete Parallele zu einigen der Ideen, die bereits in Dystopicon vorhanden waren.
Eine neue visuelle Identität
Während die Kernmechaniken und die Story des Spiels bereits durch den Prototyp getestet worden waren, hatte Molina das Gefühl, dass den ursprünglichen 3D-Modellen die Persönlichkeit fehlte. Xenia Almela wurde daraufhin als 3D-Artist für das Spiel hinzugezogen und half dabei, die visuelle Identität der finalen Version zu etablieren.
Mario Alba, ein 2D-Artist, der zuvor Comics für das ursprüngliche Projekt erstellt hatte, kehrte ebenfalls zurück, um zusätzliche Artworks für die kommerzielle Veröffentlichung zu produzieren.
Das Ergebnis ist die Version von Dystopicon, die jetzt auf Steam erhältlich ist und ihre Time-Management-Systeme mit einem retro-futuristischen Setting und einer satirischen Sicht auf das Leben in einer zunehmend automatisierten Gesellschaft kombiniert.
Dystopicon ist jetzt auf Steam für €7.99/$7.99 erhältlich, mit einem 15% Rabatt während der ersten zwei Wochen. Review-Codes sind ebenfalls für Medien und Content Creator verfügbar.








