EA Sports UFC 6 erscheint am 19. Juni 2026 für PS5 und Xbox Series X/S, doch erste Eindrücke aus dem Early Access zeichnen bereits ein detailliertes Bild dessen, was EA Vancouver erschaffen hat. Kurz gefasst: Es ist das storylastigste MMA-Game, das die Serie je gewagt hat, und dieser Anspruch geht größtenteils auf. Die ausführlichere Version umfasst eine neue, etwas gimmicky wirkende Mechanik, zwei separate Karriere-Pfade und ein interaktives Museum, bei dem jeder Fan von Max Holloway ausflippen wird.

Sparen Sie bei Ihren Spielen.
Bis zu 80% Rabatt sichern
Flow State ist das umstrittenste Feature im Octagon
Das neue Haupt-Feature in UFC 6 ist der Flow State, und er spaltet bereits die Meinungen. Die Idee dahinter ist, dass Kämpfer einen Modus mit erhöhter Performance aktivieren können, sobald sich während eines Kampfes eine spezielle Anzeige füllt. Auf dem Papier klingt das wie eine natürliche Erweiterung des realen MMA-Momentums. In der Praxis wirkt es eher wie eine Mechanik aus einem Street Fighter, die in eine Sportsimulation verpflanzt wurde, und diese Lücke zwischen Konzept und Umsetzung ist schwer zu ignorieren.
Die Sache ist die: Flow ist ein reales psychologisches Phänomen im Kampfsport. Wer sich die besten Runden von Anderson Silva ansieht, wird es erkennen. Aber die organische Version entsteht durch tausende Stunden Training und echten Rhythmus im Kampf. Der Flow State in UFC 6 wird durch eine Anzeige ausgelöst, was ihn künstlich wirken lässt – ein Kontrast zu allem, womit sich die Serie ihren Ruf aufgebaut hat.
Dennoch bietet der Flow State echte Highlight-Momente. In Hall of Legends zeigt Max Holloway bei aktiviertem Flow Boost auf den Boden – eine direkte Anspielung auf seinen ikonischen Sieg um den BMF-Titel gegen Justin Gaethje im Jahr 2024. Das Detail ist so spezifisch und so gut umgesetzt, dass es in diesem Kontext absolut Sinn ergibt. Ob es jedoch in das standardmäßige kompetitive Gameplay gehört, ist eine ganz andere Frage.
Hall of Legends ist der Modus, den niemand so sehr lieben würde
Hall of Legends ist das eigentliche Highlight. Jede Legende erhält ein interaktives Museum voller historischer Inhalte, Videos und kuratierter Highlight-Kämpfe. Allein das Museum von Max Holloway soll laut Berichten ein Viertel der frühen Spielzeit einiger Reviewer in Anspruch genommen haben, und das ist nachvollziehbar. Die Kombination aus Archivmaterial und spielbaren Momenten erzeugt eher ein dokumentarisches Erlebnis als einen klassischen Spielmodus.
Der letzte Highlight-Kampf von Holloway stellt die letzten 20 Sekunden gegen Gaethje mit einer solchen Präzision nach, dass man sich fühlt, als wäre man mitten im Geschehen. Erste Eindrücke der Museen von Alex Pereira und Zhang Weili deuten darauf hin, dass ein ähnliches Maß an Sorgfalt und Detailverliebtheit zu erwarten ist.
Zwei Karriere-Modi statt einem
UFC 6 unterteilt sein Karriere-Angebot in zwei unterschiedliche Pfade. Der erste wirft dich als etablierter Kämpfer direkt in die UFC. Der zweite, genannt The Legacy, folgt Chris Carter, einem relativen Unbekannten, der sich mühsam von ganz unten in den Rankings nach oben kämpft.
The Legacy etabliert seine zentrale Rivalität fast sofort, und dieser narrative Aufhänger funktioniert hervorragend. Das erweiterte Event-System vor den Kämpfen fügt Ebenen hinzu, die der Karriere-Modus von UFC 5 nie hatte, wodurch sich der Weg weniger wie ein reiner Stat-Progression-Loop und mehr wie eine echte Geschichte anfühlt. Die Entscheidung, das Prolog-Erlebnis vom Haupt-Karriere-Modus der UFC zu trennen, ist eine der deutlichsten strukturellen Verbesserungen, die UFC 6 gegenüber seinem Vorgänger vornimmt.
Zum Vergleich: Der Karriere-Modus von UFC 5 war zwar angesehen, fühlte sich aber in der zweiten Hälfte oft repetitiv an. Der Ansatz mit zwei Pfaden in UFC 6 geht direkt darauf ein und bietet Spielern von Anfang an mehr Onboarding-Optionen und ein stärkeres narratives Fundament.
Was noch zu bewerten bleibt
Der Test ist noch nicht abgeschlossen. The Gym, ein Modus, der sich auf das Sammeln und Trainieren von Kämpfern zum Freischalten von Cosmetics konzentriert, wurde noch nicht vollständig evaluiert. Online-Modi und die Frage, wie sich der Flow State auf das kompetitive Gameplay auf höheren Skill-Levels auswirkt, bleiben die größten Unbekannten. Die Auswirkungen des Flow State in den Offline-Story-Modi fühlen sich handhabbar an. Ob er jedoch das kompetitive Balancing online stört, ist eine wirklich offene Frage.
EA Vancouver hat offensichtlich massiv in die Präsentation und die narrative Seite von UFC 6 investiert, und diese Investition zahlt sich aus. Das Genre der Sportspiele belohnt diese Art von Ambition nicht immer, aber erste Anzeichen deuten darauf hin, dass es hier funktioniert. Das endgültige Fazit folgt später in dieser Woche, sobald die Online-Modi und die restlichen Inhalte auf Herz und Nieren geprüft wurden.
Falls du dich in der Zwischenzeit bei den Sporttiteln von EA auf den neuesten Stand bringen möchtest: Der EA Sports FC 26 Komplett-Guide für Einsteiger deckt die grundlegenden Strategien ab, die sich auf das gesamte Sport-Lineup von EA übertragen lassen.








