Jean Pierre Kellams lässt sich die Skepsis gegenüber DLSS 5 nicht gefallen. Der Lead Producer von Epic Games hat sich öffentlich zu den Kritikern geäußert, die glauben, dass NVIDIAs DLSS 5 die künstlerische Absicht in Spielen untergräbt, und er hat kein Blatt vor den Mund genommen.
Kellams' Argumentation ist einfach: Hätte man die exakt gleichen visuellen Darstellungen als Next-Gen-Hardware-Rendering und nicht als KI-Upscaling präsentiert, wäre die Reaktion eine völlig andere gewesen. „Wenn das als Next-Gen-Hardware-Enthüllung gezeigt worden wäre und nicht als KI, hättet ihr durchgedreht“, sagte er und wies direkt auf die Voreingenommenheit hin, die in der Reaktion der Spieler auf KI-gekennzeichnete Technologie im Vergleich zu traditionell gerenderten Grafiken steckt.
Das 'Art Direction'-Argument wird hart zurückgewiesen
Eine wiederkehrende Kritik an KI-Upscaling-Tools, einschließlich DLSS 5, ist, dass sie visuelle Artefakte oder stilistische Inkonsistenzen einführen, die mit dem beabsichtigten Look eines Spiels kollidieren. Einige Spieler und Kommentatoren haben argumentiert, dass die KI, wenn sie grafische Details ergänzt, im Wesentlichen kreative Entscheidungen aus den Händen der Künstler nimmt.
Kellams ist der Meinung, dass dieses Argument einer genaueren Prüfung nicht standhält. Laut seinen Kommentaren, die GamesRadar+ im Detail behandelt hat, kann man nicht vernünftigerweise behaupten, dass eine Technologie die künstlerische Absicht beeinträchtigt, es sei denn, der Regisseur oder Künstler selbst äußert sich dazu. Ohne diese Bestätigung eine Schädigung anzunehmen, sei in seinen Augen Projektion.
Das ist eine treffende Unterscheidung. Sie verlagert die Beweislast zurück auf die Kritiker: Solange niemand auf der kreativen Seite eines Projekts tatsächlich Bedenken äußert, ist das "Art Direction"-Argument weitgehend spekulativ.
Warum das KI-Label alles verändert
Die Sache ist die: Die Technologie selbst ist für die meisten Kritiker nicht wirklich das Problem. Es ist das, wofür sie steht. KI-generierte oder KI-gestützte Grafiken tragen derzeit in allen kreativen Branchen ein Stigma, und Gaming ist davon nicht ausgenommen.
Kellams argumentiert im Wesentlichen, dass das Stigma hier die Hauptrolle spielt. Die visuelle Ausgabe von DLSS 5 ist beeindruckend genug, dass sie, losgelöst von ihrem KI-Branding, Lob statt Misstrauen hervorrufen würde. Das ist ein fairer Punkt, über den man nachdenken sollte, besonders wenn die Ergebnisse in Bewegung für sich sprechen.
Gefahr
Kellams' Kommentare beziehen sich speziell auf die Auswirkungen von DLSS 5 auf die Art Direction, nicht auf breitere Debatten über KI-generierte Kunst oder KI-geschriebene Inhalte in Spielen, die separate Gespräche mit unterschiedlichen Überlegungen sind.
Aus technischer Sicht verwendet DLSS 5 neuronales Rendering, um Frames zu rekonstruieren und zu verbessern, wodurch die visuelle Wiedergabetreue höher wird, als es natives Rendering auf derselben Hardware erreichen könnte. Der entscheidende Punkt ist, dass Künstler immer noch das Quellmaterial erstellen und steuern. Die KI entwirft keine Levels oder wählt Farbpaletten aus. Sie leistet die rechenintensive Arbeit, um das, was Künstler bereits geschaffen haben, schärfer aussehen zu lassen und schneller laufen zu lassen.
Wohin diese Debatte als Nächstes geht
Kellams ist eine der prominentesten Stimmen der Branche, die diese Haltung öffentlich einnimmt, aber er wird wahrscheinlich nicht die letzte sein. Da DLSS 5 in immer mehr Titeln eingeführt wird und die Spieler mehr Zeit damit verbringen, wird sich die Konversation von theoretischen Bedenken zu realen Vergleichen verlagern.
Die Aufschlüsselung von Kellams' vollständigen Kommentaren durch PC Gamer geht tiefer auf die Nuancen seines Arguments zur künstlerischen Absicht ein, und es lohnt sich, ihn zu lesen, wenn Sie das vollständige Bild davon erhalten möchten, woher er kommt. Ob die breitere Gaming-Community seiner Meinung zustimmen wird, hängt wahrscheinlich davon ab, wie die Technologie in der Praxis über eine größere Bandbreite von Titeln hinweg funktioniert und nicht nur in Demo-Versionen. Stellen Sie sicher, dass Sie mehr erfahren:







