Falls du dich jemals gefragt hast, was J Allard, der Mann hinter der ursprünglichen Xbox und Xbox Live, seit seinem Wechsel zu Amazon im Jahr 2024 so treibt: Die Antwort lautet anscheinend: Er baut ein Smartphone.
Amazon entwickelt derzeit im Stillen ein neues Smartphone mit dem Codenamen "Transformer", das KI-gesteuert sein und tief in Amazons Ökosystem aus Produkten und Diensten integriert werden soll. An der Spitze des Projekts steht Allard, einer der bekanntesten Namen in der Geschichte der Gaming-Hardware.

Exklusive Rabatte auf Spiele
Bis zu 80% Rabatt auf Spiele
Der Mann hinter der Mission
Allard war fast 20 Jahre bei Microsoft tätig und hat die Branche maßgeblich geprägt. Er war maßgeblich am Aufbau des Teams beteiligt, das die ursprüngliche Xbox entwickelte, leitete die Entwicklung von Xbox Live und beaufsichtigte die Xbox 360-Ära. Er war auch am Zune-Musikplayer beteiligt, der – nun ja – nicht gerade den erhofften Erfolg brachte. Er verließ Microsoft im Jahr 2010.
Als er 2024 zu Amazon kam, sagte Allard, er arbeite an "neuen Ideen". Damals klang das vage. Jetzt ergibt es deutlich mehr Sinn.
Was ZeroOne eigentlich ist
Amazon entwickelt das Transformer-Phone über ein internes Team namens "ZeroOne", das als Einheit für die Entwicklung von "bahnbrechenden" Produkten beschrieben wird. Man kann es sich als Amazons Skunkworks-Abteilung vorstellen, die mit dem Auftrag arbeitet, große Ziele zu verfolgen.
Das Transformer-Phone wird so konzipiert, dass es Nutzer zu Amazons eigenen Diensten führt, darunter Prime Video, Musik-Streaming, Essensbestellungen und Shopping. Es soll "Personalisierungs-Features" enthalten, die den Zugriff auf diese Dienste so reibungslos wie möglich gestalten. Eine KI-Integration ist ebenfalls fest eingeplant, was angesichts der aktuellen Entwicklung in der gesamten Tech-Branche niemanden überraschen dürfte.
Amazon hat nicht ausgeschlossen, das Projekt aus strategischen oder finanziellen Gründen komplett einzustellen, und es wurde noch kein Mobilfunkpartner bekannt gegeben. Das Projekt befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium.
Eine Dumbphone-Option steht offenbar zur Debatte
Das ist der Punkt, der diese Geschichte über die Allard-Verbindung hinaus wirklich interessant macht: Amazon zieht Berichten zufolge zwei verschiedene Richtungen für das Gerät in Betracht. Die eine ist ein traditionelles Smartphone. Die andere ist ein "Dumbphone" mit reduzierten Funktionen, das als Hilfsmittel für Menschen positioniert wird, die ihre Bildschirmzeit reduzieren wollen.
Das ist eine ziemlich gewagte Produktphilosophie für ein Unternehmen, dessen gesamtes Geschäftsmodell darauf basiert, dass man mehr Zeit mit seinen Apps verbringt. Ob diese Version jemals das Licht der Welt erblickt, ist eine andere Frage.
Der Geist des Fire Phone spukt noch immer durch diese Geschichte
Man kann nicht über ein Amazon-Smartphone sprechen, ohne das Amazon Fire Phone zu erwähnen, das 2014 auf den Markt kam und nach nur 14 Monaten stillschweigend eingestellt wurde. Das Gerät lief mit dem proprietären Fire OS, verzichtete auf die Unterstützung von Android- und iOS-App-Stores und war exklusiv bei AT&T erhältlich. Sein Hauptfeature erlaubte es Nutzern, die Kamera auf Objekte zu richten, um diese zu identifizieren und bei Amazon zu kaufen. Coole Idee, schwierige Umsetzung.
Das Fire Phone wurde zu einer warnenden Geschichte darüber, wie man ein Ökosystem nicht mit Gewalt erzwingen sollte. Wenn das Transformer-Projekt voranschreitet, muss Amazon zeigen, dass sie daraus gelernt haben. Preisdetails für Verbraucher und Produktionskosten wurden noch nicht geteilt.
Was das für die Gaming-Welt bedeutet
Allards Beteiligung ist der Hook, der Gamer aufhorchen lässt. Der Mann hat das Konsolen-Gaming, wie wir es heute kennen, mitdefiniert. Sollte das Transformer-Phone irgendeinen Gaming-Bezug haben – sei es durch Cloud-Gaming-Integration, Amazon Luna-Support oder etwas völlig Neues –, macht sein Hintergrund dies zu einer echten Möglichkeit, die man im Auge behalten sollte.
Kein Launch-Fenster, kein Preis, kein Carrier-Deal. Es gibt noch viele offene Punkte. Aber mit Allard am Steuer und den Ressourcen von Amazon im Rücken ist dies ein Projekt, das man im Auge behalten sollte. Schau dir unbedingt mehr an:








