Naoki Hamaguchi hat eine der größten Sorgen der Fans rund um Final Fantasy 7 Revelation aus der Welt geschafft: Nein, das Spiel wird nicht mit einem Cliffhanger enden, der später durch kostenpflichtigen DLC aufgelöst wird.
In einem aktuellen Interview äußerte sich der Director des dritten und letzten Teils der Remake-Trilogie direkt dazu, wie mit der Story verfahren wird. „Die Story wird innerhalb des Hauptspiels abgeschlossen“, erklärte Hamaguchi. „Wir meinen es ernst damit, die Serie mit Final Fantasy 7 Revelation zu beenden, und wir treiben die Entwicklung mit genau diesem Ziel vor Augen voran.“
Für alle, die Final Fantasy VII Rebirth und das umfassendere Remake-Projekt seit 2020 verfolgen, ist das ein bedeutendes Versprechen.
Warum diese Frage beantwortet werden musste
Die Sorge war nicht unbegründet. Final Fantasy 7 Remake erschien 2020 und erhielt im darauffolgenden Jahr eine verbesserte PS5-Version namens Intergrade, die ein neues Story-Kapitel namens Episode Intermission mit Yuffie in der Hauptrolle enthielt. Es war zwar inhaltlich wirklich gut, schuf aber einen Präzedenzfall: Das erste Spiel erhielt nachträglich eine erzählerische Erweiterung.
Rebirth hat dieses Muster komplett durchbrochen. Square Enix verzichtete bei Teil 2 auf jeglichen größeren Story-DLC. Hamaguchi erklärte zuvor, dass die Fans bereits lange genug auf den Abschluss der Trilogie gewartet hätten und die Priorität darauf liege, das dritte Spiel mit einem zufriedenstellenden Grad an Polish zu veröffentlichen. Die Entscheidung, auf Rebirth-DLC zu verzichten, war für den Spielfluss die richtige Wahl, ließ jedoch Raum für Spekulationen, ob Revelation stattdessen dem Remake-Modell folgen könnte.
Hamaguchi erkannte die Erwartungshaltung direkt an. „Ich habe das Gefühl, dass sowohl die Medien als auch die Fan-Community zu diesem Zeitpunkt einen DLC erwarten“, sagte er und fügte hinzu, dass er spüre, dass die Fans einfach nicht wollen, dass die FF7-Story endet.
Das Spin-off-Modell, kein Epilog
Die Sache ist die: Hamaguchi hat DLC nicht komplett ausgeschlossen. Was er ausschloss, ist DLC, der die Hauptstory erweitert oder nachträglich ergänzt. Sollte Revelation Post-Launch-Content erhalten, würde dieser eher wie Episode Intermission aussehen als wie eine erzählerische Fortsetzung.
„Wenn wir hypothetisch einen DLC veröffentlichen würden, würden wir wahrscheinlich eine Art Spin-off erstellen, das sich auf einen bestimmten Charakter konzentriert und dessen unerzählte Geschichten beleuchtet, so wie wir es mit Yuffie gemacht haben“, erklärte er.
Diese Einordnung ist wichtig. Ein charakterzentriertes Spin-off ist eine optionale Bereicherung. Ein Epilog-DLC wäre ein Problem, da er das wahre Ende im Grunde hinter einem zusätzlichen Kauf verschließen würde. Hamaguchi zieht hier eine klare Grenze.
Der Hinweis, der beachtet werden sollte: Letzten Monat tauchte ein Eintrag im Epic Games Store auf, der unter seinen DLC-Einträgen einen „Story Expansion Pass“ für Revelation zu enthalten schien. Hamaguchis Kommentare widersprechen diesem Leak nicht direkt, da ein Charakter-Spin-off technisch gesehen als Story-Erweiterung vermarktet werden könnte. Was er ausschließt, ist, dass das Basisspiel irgendetwas unaufgelöst lässt.
Was das für dein Spielerlebnis in Revelation bedeutet
Das praktische Fazit ist eindeutig: Du wirst nichts zusätzlich kaufen müssen, um zu sehen, wie die Remake-Trilogie endet. Was auch immer Square Enix nach dem Launch veröffentlicht, der Kernabschluss wird im Basisspiel enthalten sein.
Das ist eine andere Situation als bei manchen RPG-Trilogien, bei denen Post-Credits-Szenen oder Unklarheiten am Ende des Spiels eindeutig auf kostenpflichtige Folgeinhalte hindeuten. Hamaguchi sagt explizit, dass dies hier nicht der Plan ist.
Für Spieler, die Zeit investiert haben, um die Kampfsysteme in Remake und Rebirth zu meistern – einschließlich der Arbeit an den besten Charakter-Builds in FF7 Rebirth und den Waffenfähigkeiten, die die Rolle jedes Gruppenmitglieds definieren –, ist Revelation der Punkt, an dem sich diese Investition voll auszahlt.
Die Frage, ob tatsächlich ein Spin-off-DLC erscheint, wird davon abhängen, wie Revelation bei den Fans ankommt. Hamaguchi achtete darauf, nichts über die Story des Basisspiels hinaus zu versprechen. Aber der Rahmen, den er beschrieb – charakterspezifische Geschichten, die Lücken füllen, anstatt das Ende zu verlängern – ist genau die Art von Content, die eine geliebte Welt am Leben erhält, ohne das Hauptereignis zu untergraben.








