Das „The Super Mario Bros. Movie“-Franchise drehte sich schon immer um mehr als nur Mario. Doch der Auftritt von Fox McCloud im „The Super Mario Galaxy Movie“ könnte einen sehr kalkulierten geschäftlichen Hintergrund gehabt haben.
Kit Ellis, ehemaliger Director of Social Media Marketing und Original Content bei Nintendo of America, äußerte im YouTube-Kanal von Kit und Krysta gemeinsam mit Krysta Yang, der ehemaligen Senior Manager of Creator Relations and Original Content bei Nintendo of America, eine von ihm selbst als „extrem zynische Theorie“ bezeichnete Vermutung. Die beiden analysierten gerade das Sequel zum Galaxy Movie, als Ellis diese These in den Raum warf.

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Die Theorie: Illumination hat sich Star Fox gesichert
Ellis glaubt, dass Illumination Fox McCloud nicht nur aus erzählerischen Gründen für den „The Super Mario Galaxy Movie“ vorgeschlagen hat, sondern um die Star Fox-IP zu besetzen, bevor es jemand anderes tun konnte. Seine Worte: „Ich habe das Gefühl, dass Illumination IP-Landgrabs betreibt, weil das Studio sich denkt: ‚Oh, ein anderes Studio hat Zelda bekommen? Wir müssen uns so viele IPs wie möglich sichern, die in einem Film auftauchen könnten... Vielleicht machen wir später einen Film mit ihm oder auch nicht, aber er gehört jetzt uns.‘“
Der Verweis auf Zelda ist gezielt. Der Live-Action-Film zu The Legend of Zelda befindet sich derzeit bei Sony Pictures in Entwicklung – ein Deal, den Nintendo unabhängig von seiner Partnerschaft mit Illumination abgeschlossen hat. Aus der Sicht von Illumination muss es geschmerzt haben, mitanzusehen, wie ein konkurrierendes Studio eines der größten Franchises von Nintendo unter Vertrag nahm, während sie selbst die Mario-Beziehung pflegten.
Der Plan war simpel: Fox in einen Mario-Film bringen, den Charakter innerhalb des Cinematic Universe von Illumination etablieren und es für Nintendo deutlich schwieriger machen, Star Fox in Zukunft an ein anderes Studio abzugeben.
Wie Fox tatsächlich in den Film kam
Was diese Theorie glaubhaft macht, ist die Dokumentation hinter den Kulissen. Die Idee, Fox einzubinden, stammte von Illumination. Sie trugen sie an Shigeru Miyamoto heran, der sie mit der Erwartung auf internen Widerstand zurück zu Nintendo brachte. Er war überrascht, als das Team grünes Licht gab.
Das Ergebnis war eine der meistdiskutierten Sequenzen des Films: der Star Fox-Flashback, animiert von Benjamin Faure, zu dessen früheren Arbeiten unter anderem Jujutsu Kaisen und Chainsaw Man zählen. Glen Powell lieh Fox seine Stimme, nachdem er Berichten zufolge direkt bei Nintendo und Illumination angerufen hatte, um sich für die Rolle einzusetzen.
Die Sequenz kam beim Publikum gut an. Ob es nun immer nur ein unterhaltsamer Cameo-Auftritt war oder strategisch motiviert – als filmisches Element hat es funktioniert.
Das Gesamtbild für Nintendos IP im Film
Nintendo befindet sich in einer völlig neuen Situation. Der ursprüngliche „The Super Mario Bros. Movie“ hat bewiesen, dass sich die Charaktere des Unternehmens massiv auf den Film übertragen lassen, und nun will jedes große Studio ein Stück von diesem Katalog abhaben. Da Zelda an Sony geht und Mario bei Illumination bleibt, ist die Frage, wer Metroid, Donkey Kong, Kirby oder Star Fox bekommt, völlig offen.
Ellis' Theorie legt nahe, dass Illumination ein langfristiges Spiel spielt und jeden weiteren Mario-Film nutzt, um still und leise mehr Nintendo-IPs in seine Umlaufbahn zu ziehen. Ob Nintendo sich dieser Dynamik bewusst ist und sie gutheißt, steht auf einem anderen Blatt.
Das Timing verleiht dem Ganzen eine weitere Ebene. Der bekannte Leaker NateTheHate hat behauptet, dass diesen Monat ein neues Star Fox-Spiel für die Nintendo Switch 2 angekündigt wird. Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, wird Fox McCloud bald wieder in aller Munde sein, was die Frage nach einem eigenständigen Star Fox-Film nur noch relevanter macht. Schaut euch auch gerne mehr an:








