Stell dir das vor: Ein LEGO Batman Trailer erscheint, Schurken fliegen überall herum, Steine zersplittern in Zeitlupe und dann fängt Seal an zu singen. Genau das hat TT Games mit dem offiziellen Launch-Trailer zu LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight abgeliefert, und es funktioniert besser, als es eigentlich sollte.
Der Song, der fast nicht existiert hätte
Hier ist die Sache mit Kiss from a Rose: Es war nie geplant, dass er zu einem kulturellen Meilenstein wird. Seal veröffentlichte den Song früh in seiner Karriere mit mäßigem Erfolg und gab selbst zu, dass ihm das Lied peinlich war. Der Track ging unter, bis Batman Forever-Regisseur Joel Schumacher anrief.
Schumacher wollte den Song für eine Liebesszene zwischen Batman und der Figur von Nicole Kidman. Diese Szene schaffte es nie in den finalen Schnitt, aber Schumacher wollte den Song nicht aufgeben. Er behielt ihn für den Abspann des Films, drehte ein Musikvideo passend zur Veröffentlichung von Batman Forever und sorgte dafür, dass er auf dem offiziellen Soundtrack landete. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Popkultur-Geschichte. Der Song erreichte in mehreren Ländern Platz eins und wurde im öffentlichen Gedächtnis untrennbar mit dem Caped Crusader verbunden.
Ihn in einem Launch-Trailer zu verwenden, ist ein bewusster, wissender Wink. Die Art von Schachzug, die zeigt, dass TT Games genau versteht, für wen dieses Spiel gedacht ist.
Was der Trailer tatsächlich zeigt
Jenseits des Nostalgie-Faktors des Soundtracks bietet der Trailer eine Menge. Gameplay-Aufnahmen bestätigen, dass das Spiel Szenen, Charakter-Designs und die visuelle Ästhetik aus der gesamten filmischen Geschichte von Batman übernimmt, anstatt einen einzelnen Film direkt zu adaptieren. Das Kampfsystem zieht klare Vergleiche zur Arkham-Reihe und überträgt dieses wuchtige, rhythmische Brawling auf das LEGO-Format, das seit über einem Jahrzehnt keinen Mainline-Eintrag mehr hatte.
Ein Moment im Trailer ist besonders aussagekräftig: eine Sequenz, die direkt aus dem Finale von Batman and Robin stammt, das weithin als einer der schwächsten Superheldenfilme aller Zeiten gilt. TT Games tut nicht so, als würden die holprigeren Ecken der Batman-Filmgeschichte nicht existieren. Sie lehnen sich voll hinein, was darauf hindeutet, dass das Spiel einen echten Sinn für Humor bezüglich der IP hat.
Ein Liebesbrief mit kleinen Abstrichen
Erste Hands-on-Eindrücke vor der Veröffentlichung nannten es "eine wunderbare, freudige und bedeutende Evolution" dessen, was LEGO-Spiele schon immer ausgemacht hat. Es wird als ein Spiel beschrieben, das Spieler Batmans filmische Geschichte mit der Energie eines Kindes nacherleben lässt, das gerade alle Filme hintereinander geschaut hat. Das ist ein starkes Lob für ein Franchise, bei dem man manchmal das Gefühl hat, es würde nur Dienst nach Vorschrift leisten.
Die Bedenken zur PC-Performance sind jedoch beachtenswert. Technische Probleme, die vor dem Launch gemeldet wurden, deuten auf eine unterdurchschnittliche Performance auf dieser Plattform hin, und diese Art von Problemen kann das Erlebnis für Spieler, die nicht auf Konsole spielen, erheblich trüben.

Arkham-Style Combat in LEGO-Form
Für Spieler, die einen längeren Run durch das Spiel planen: Die Hauptkampagne dauert etwa 15 Stunden, wobei eine vollständige 100% Completion laut unserem How Long to Beat LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight Guide weit über 50 Stunden in Anspruch nimmt. Das ist eine beachtliche Menge an Content für einen LEGO-Titel.
Launch-Details
LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight erscheint am 22. Mai für Xbox Series X|S, PS5 und PC. Eine Version für die Nintendo Switch 2 ist bestätigt, erscheint aber zu einem späteren, noch nicht angekündigten Zeitpunkt.
Alles, was du vor dem Launch wissen musst, einschließlich Edition-Übersichten und Pre-Order-Boni, findest du in unserer vollständigen LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight Guide-Sammlung. Der 22. Mai ist in zwei Wochen, es bleibt also noch Zeit, um zu entscheiden, welche Version für dich am meisten Sinn ergibt.








