Apples MacBook Neo kam für 599 US-Dollar auf den Markt, und dieser Preis zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Aber nach praktischen Tests sowohl des Neo als auch des M5 MacBook Air erzählt die Preisdifferenz von 500 US-Dollar eine Geschichte, die weit über den Aufkleberpreis hinausgeht.
Die Chip-Situation ist komplizierter, als sie aussieht
Die Sache ist die: Das MacBook Neo läuft überhaupt nicht mit einem M-Series-Chip. Apple hat einen A18 Pro darin verbaut, denselben Chip, der auch in aktuellen iPhones zu finden ist. Rein von der Leistung her liegt dieser irgendwo zwischen M1 und M2. Das ist keine Katastrophe, aber ein deutlicher Schritt nach unten im Vergleich zum M5 im MacBook Air, das Apple für 1.099 US-Dollar auf den Markt gebracht hat (jetzt gelegentlich bei großen Händlern auf etwa 949 US-Dollar reduziert).
Für Gamer ist dieser Unterschied wichtig. Der M5 verfügt über deutlich leistungsfähigere integrierte Grafiken, und das MacBook Air wird das Neo bei jeder GPU-gebundenen Arbeitslast übertreffen. Wenn Sie vorhaben, Spiele wie Baldur's Gate 3, Resident Evil Village oder andere Titel mit nativem macOS-Port zu spielen, ist das Air die deutlich bessere Maschine.
Die RAM-Situation verschärft dies. Das MacBook Neo ist auf 8 GB RAM beschränkt, ohne Upgrade-Möglichkeit. Das MacBook Air startet bei 16 GB. Da macOS selbst aufgrund von Hintergrund-KI-Prozessen im Leerlauf etwa 6 GB verbraucht, ist der Spielraum des Neo schneller verschwunden, als Sie erwarten würden. Wenn Sie ein Spiel zusammen mit einem Browser und einigen Hintergrund-Apps öffnen, werden Sie den Unterschied spüren.
Speicher und Anschlüsse: Wo das Neo wirklich seine Grenzen zeigt
Die interne SSD des MacBook Neo ist merklich langsamer als die des MacBook Air, was bei Spielen mit großen Asset-Loads wichtig ist. Die Anschlussmöglichkeiten sind ebenso frustrierend. Das Neo wird mit zwei USB-C-Anschlüssen geliefert, und einer davon ist nur USB 2.0, ein Standard, der große Dateiübertragungen wirklich schmerzhaft macht. Das MacBook Air verfügt über zwei Thunderbolt 4 USB-C-Anschlüsse plus einen MagSafe 3 Ladeanschluss.
Gefahr
Wenn Sie ein externes Display für Gaming oder ein Multi-Monitor-Setup verwenden, ist das Neo auf einen einzelnen 4K-Monitor beschränkt. Das M5 MacBook Air unterstützt gleichzeitig zwei 5K-Displays oder zwei 4K-Monitore mit bis zu 144 Hz.
Für jeden, der ein Desktop-ähnliches Gaming-Setup um ein Notebook aufbaut, ist diese Einschränkung bei externen Displays allein ein Dealbreaker.
Was das Neo tatsächlich gut macht
Das Display ist für den Preis wirklich gut. Hohe Pixeldichte, solide Farbperformance und keine Notch (eine Designentscheidung, die das Neo in mindestens einer Hinsicht sauberer als das Air erscheinen lässt). Die Farboptionen Blush, Citrus, Indigo und Silver sind eine nette Geste für ein Budget-Gerät.
Die Akkulaufzeit ist akzeptabel, obwohl das MacBook Air je nach Arbeitslast um ein paar Stunden die Nase vorn hat. Das Basismodell des Neo verzichtet auch auf Touch ID im Power-Button, sodass Sie Ihr Passwort öfter eingeben müssen, als Ihnen lieb ist.
Die ehrliche Aufschlüsselung für Gamer
Der Schlüssel hier ist, das Gerät auf den tatsächlichen Anwendungsfall abzustimmen. Das MacBook Neo eignet sich für Studenten, Gelegenheitsnutzer und alle, die ein portables Zweitgerät für Abende und Reisen benötigen. Für 599 US-Dollar ist es in diesem Kontext eine wirklich attraktive Option.
Aber für Gaming, selbst für Gelegenheitsspiele, ist das MacBook Air die stärkere Wahl. Die Grafik des M5, die schnellere SSD, die 16 GB Basisspeicher und die Thunderbolt 4-Anschlüsse ergeben zusammen ein Gerät, das nicht so schnell an seine Grenzen stößt. Der Einstiegspreis von 1.099 US-Dollar ist höher, aber das Air wird jetzt auch mit doppelt so viel Speicher wie die Vorgängergeneration ausgeliefert, was das Preis-Leistungs-Argument abschwächt.
Das Neo hat seine Zielgruppe, aber diese Zielgruppe sind keine Gamer, die kurzfristig das Beste aus macOS-Gaming herausholen wollen. Für alles andere sollten Sie sich die neuesten Testberichte zu Gaming-Hardware ansehen, bevor Sie sich für ein neues Setup entscheiden.
Apples MacBook-Reihe erweitert ihr Angebot in beide Richtungen, und das Neo signalisiert, dass das Unternehmen einen echten Markt für Laptops unter 600 US-Dollar sieht. Ob zukünftige Generationen die RAM-Grenze und den USB 2.0-Anschluss verbessern werden, wird darüber entscheiden, ob das Neo jemals zu einer ernsthaften Option für Power-User wird. Durchsuchen Sie bis dahin die Anleitungen, wenn Sie Ihr Gaming-Setup auf jeder Plattform optimieren möchten. Schauen Sie sich unbedingt mehr an:







