miHoYo hat sich dazu verpflichtet, „KI als zentrales und primäres Mittel zur Problemlösung“ in seinem gesamten Unternehmen zu priorisieren, und das Studio stellt dieses Engagement bereits unter Beweis. BSide: Olivia Lin, die erste eigenständige KI-Begleiter-App des Genshin Impact-Entwicklers, ist jetzt auf Steam live, derzeit jedoch exklusiv in China.

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Triff Lin Li, die Studentin, die nie ihren Abschluss macht
Der Charakter im Zentrum von BSide: Olivia Lin ist Lin Li, ein KI-Chatbot, der um eine sehr spezifische Persona herum entworfen wurde. Ihre Steam-Beschreibung stellt sie als eine Shanghaier Universitätsstudentin vor, die „Hauptfach Klavier und Nebenfach Psychologie“ studiert und Vinyl-Schallplatten, alte Filme und Regentage liebt. Der Haken, der direkt in das Konzept eingebaut ist, besteht darin, dass sie für immer im Studentenleben feststeckt – eine ewige Studentin, die ihren Klavierabschluss niemals tatsächlich erlangen wird.
Es ist ein bewusst melancholischer Aufhänger, und er funktioniert. Anstatt Lin Li als generische Assistentin zu positionieren, hat miHoYo ihr einen Character Arc gegeben, der sich nicht auflösen kann, was je nach Toleranz gegenüber KI-Begleitprodukten charmant oder leicht beunruhigend wirkt.
Der Punkt ist: Das Feature-Set ist durchdachter als bei einem einfachen Chatbot. Nutzer können Lin Li beim Klavierspielen zuhören, eigene Dateien hochladen, um bestimmte Stücke anzufragen, und ihr Briefe schreiben, um „deine aktuellen Emotionen in Worte zu fassen und eine Geschichte auszutauschen, die nur dir gehört.“ Besonders die Mechanik des Briefeschreibens setzt auf die emotionale Intimität, auf der solche Begleiter-Apps aufbauen.
Von Gacha-Milliarden zu KI-Investitionen
BSide: Olivia Lin ist nicht aus dem Nichts aufgetaucht. Letzten Monat kündigte miHoYo Pläne an, bis zu $14.6 Milliarden in KI für interne Tools zu investieren – eine Zahl, die signalisiert, dass dies kein Nebenprojekt ist. Das Studio betreibt Genshin Impact, Honkai: Star Rail und Zenless Zone Zero gleichzeitig, die alle umfangreiche, laufende Content-Updates erhalten, und die operativen Kosten, um diesen Output aufrechtzuerhalten, sind enorm.
Der Schlüssel liegt darin, zu verstehen, worauf miHoYo tatsächlich hinarbeitet. BSide: Olivia Lin ist der öffentlich sichtbare Proof of Concept, aber die KI-Ambitionen des Studios reichen in der gesamten Pipeline viel tiefer.
Das kommende Lebenssimulationsspiel Petit Planet nutzt bereits KI-gestützte Tools in der Entwicklung, darunter einen In-Game-Chatbot-NPC namens Planet Life Guide. Genesis, ein kommendes MMO, das in der Unreal Engine 5 entwickelt wird, soll Berichten zufolge in gewissem Maße KI integrieren. Bei Honkai: Nexus Anima, miHoYos von Pokémon inspiriertem Auto-Battler, hat das Studio Berichten zufolge Künstler mit Erfahrung in generativer KI eingestellt. Wenn du ein Gefühl dafür bekommen möchtest, wie miHoYo laufende Event-Inhalte in seinen bestehenden Titeln handhabt, bietet der Genshin Impact Phantasmal Pals Event-Guide einen guten Einblick in die Content-Kadenz, die das Studio aufrechterhalten muss.
Was das für die Spieleentwicklung bei miHoYo bedeutet
Das Studio entwickelt derzeit mindestens vier neue Titel gleichzeitig, während es seine Live-Service-Spiele mit voller Geschwindigkeit am Laufen hält. Das ist ein Arbeitspensum, das fast zwangsläufig eine Automatisierung irgendwo in der Pipeline erfordert, und miHoYo setzt eindeutig darauf, dass KI-Tools die Effizienz steigern.
BSide: Olivia Lin liegt an der Schnittstelle von zwei Dingen, die miHoYo gut beherrscht: Character Writing und Technologie-Investitionen. Das Format der Begleiter-App ist nicht neu, aber es als Steam-Produkt mit einer voll ausgearbeiteten fiktiven Identität statt als reines Utility-Tool zu verpacken, ist eine bewusste kreative Entscheidung. Es positioniert das Studio als ein Unternehmen, das möchte, dass sich KI wie eine natürliche Erweiterung seiner Spielwelten anfühlt und nicht wie ein aufgesetztes Produktivitäts-Add-on.
Ob Lin Li ein China-exklusives Experiment bleibt oder schließlich für globale Spieler veröffentlicht wird, wird viel darüber aussagen, wie ernst miHoYo den Bereich der Begleiter-Apps nimmt. Vorerst ist es das bisher deutlichste Signal dafür, dass das $14.6 Milliarden schwere KI-Engagement des Studios bereits echte Produkte hervorbringt. Behalte die kommenden Titel von miHoYo im Auge, um weitere Anzeichen dafür zu sehen, wo diese Technologie als Nächstes landet, und schau dir unsere Gaming-Guides für Berichterstattung über den gesamten bestehenden Katalog des Studios an.








