Ein Community-Stresstest hat eine der größten Performance-Sorgen rund um die kommende Cushion-Mechanik von Minecraft ausgeräumt. Spieler Daniel Prantolov platzierte 2.304 Cushions in 9 Chunks einer Superflat-Welt und maß die FPS davor und danach. Das Ergebnis? Im Wesentlichen kein Unterschied.
Warum sich Spieler überhaupt Sorgen machten
Die Sorge ist eigentlich durchaus berechtigt. Mojang Studios enthüllte kürzlich, dass Steve endlich in der Lage sein wird, sich hinzusetzen, und die Mechanik verwendet ein neues Objekt namens Cushion. Das Problem dabei: Cushions sind Entities, keine Blöcke. Diese Unterscheidung ist in Minecraft sehr wichtig, da Entities eine höhere Rechenlast verursachen als statische Blöcke. Rüstungsständer, Item-Frames, Mobs und Boote zählen alle als Entities, und jeder, der schon einmal eine Mega-Farm gebaut hat, weiß, was passiert, wenn man Hunderte davon in einem Bereich stapelt.
Als die Spieler also anfingen, nachzurechnen und sich dicht bebaute Bases voller Cushions vorstellten, ergaben die Lag-Bedenken auf dem Papier durchaus Sinn.
Was der Test tatsächlich zeigte
Prantolovs Experiment war unkompliziert. Er lud eine Superflat-Welt (was den Overhead durch Terrain-Generierung als Variable eliminiert), platzierte 2.304 Cushions in einem 9-Chunk-Bereich und zeichnete die FPS in jeder Phase auf. Die Screenshots, die er auf X teilte, zeigen, dass die Framerate durchgehend stabil blieb.
Sein Fazit war eindeutig: Die Cushions selbst sind kein Performance-Problem.
Einige Spieler wandten ein, dass Superflat einen Großteil des "Rauschens" entfernt, das eine echte Survival-Welt mit sich bringen würde. Truhen, Item-Frames, Mobs, Tierfarmen und automatische Sortiersysteme summieren sich in lang laufenden Welten und sorgen für ein deutlich schlechteres Performance-Bild.
Prantolov ging direkt darauf ein:
"Natürlich könnte ich diese 9 Chunks in eine normale Welt im 'Survival'-Modus verschieben, Truhen, ein paar Tierfarmen, vielleicht sogar ein riesiges automatisches Lagersortiersystem hinzufügen... und ja, es gäbe Lags, aber wegen allem außer den Cushions."
Der entscheidende Punkt ist, dass der Test das Cushion-Entity isoliert betrachtet. Wenn in einer Survival-Welt voller 2.000 Cushions Lags auftreten, ist der Schuldige mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles andere, was parallel dazu läuft.
Die Cushion-Mechanik und was damit kommt
Die Enthüllung der Cushions war Teil eines umfassenderen Mojang-Updates, das auch ein neues Biom namens Dappled Forest ankündigte. Beide Features sind derzeit in Snapshot-Builds verfügbar, was bedeutet, dass die Community bereits einige Tage Zeit hatte, sie zu testen, bevor dieser Performance-Test auftauchte.
Für Spieler, die jahrelang auf eine vernünftige Sitz-Mechanik gewartet haben, ist der Ansatz mit dem Cushion-Entity ein vernünftiger Kompromiss. Er verknüpft die Interaktion mit einem platzierbaren Objekt, anstatt eine komplette Überarbeitung der Animationen für jede sitzartige Oberfläche im Spiel zu erfordern. Der Kompromiss ist die Sorge um den Entity-Overhead, die laut Prantolovs Test in der Praxis minimal ist.
Performance-sensible Spieler, die große Server oder stark modifizierte Welten betreiben, sollten die Entity-Anzahl gewohnheitsmäßig im Auge behalten. Wenn du bereits Dutzende von Mods verwendest, lohnt sich ein Blick auf eine performance-orientierte Mod-Liste unabhängig von der Cushion-Situation.
Der Snapshot befindet sich noch in der Testphase, daher könnte Mojang die Handhabung der Cushions noch anpassen, bevor das Feature in einem vollständigen Release erscheint. Vorerst sind die Daten aus diesem Test so beruhigend, wie Community-Tests nur sein können. Behalte den Minecraft Guides Hub im Auge, während in den kommenden Wochen weitere Snapshot-Features dokumentiert und getestet werden.








