Der Super Mario-Film aus dem Jahr 2023 spielte weltweit 1,3 Milliarden $ an den Kinokassen ein. Nintendo und Illumination ließen daraufhin einen Donkey Kong-Film, einen The Legend of Zelda-Film und nun einen Super Mario Galaxy-Film folgen, der vollgepackt mit Cameos aus dem gesamten Nintendo-Roster ist. Ab einem gewissen Punkt lässt sich das Muster nicht mehr ignorieren. Baut Nintendo sein eigenes Cinematic Universe auf?
Shigeru Miyamoto, der Designer hinter Mario, Donkey Kong, The Legend of Zelda und Pikmin, setzte sich mit Illumination CEO Chris Meledandri zusammen, um genau diese Frage zu erörtern. Seine Antwort ist laut dem Interview von Polygon mit den beiden Führungskräften gewohnt vorsichtig.

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Was Miyamoto tatsächlich sagte (und was nicht)
Die Sache ist die: Miyamoto hat kein Crossover-Universum im Stil von Super Smash Bros. bestätigt, aber er hat die Idee auch nicht ausgeschlossen. Sein Standpunkt ist, dass Nintendo bei jeder Filmadaption „tief involviert“ sein möchte, von der Planung bis zur Veröffentlichung. Das ist eine bedeutende Aussage für ein Unternehmen, das seine IP jahrzehntelang von Kinoleinwänden fernhielt, nachdem der Super Mario Bros.-Live-Action-Film von 1993 ein Desaster war.
Der Super Mario Galaxy-Film soll Berichten zufolge mit Charakter-Cameos gespickt sein, was die Spekulationen befeuert hat, dass Nintendo gezielt eine gemeinsame Kontinuität aufbaut. Der entscheidende Punkt hierbei ist, dass Nintendos Vorgehen weitaus bewusster als reaktiv erscheint. Es handelt sich nicht um Lizenzdeals, die einfach an Studios weitergereicht werden. Miyamoto und Meledandri gestalten jeden Film als ein Projekt, das Nintendo aktiv mitformt.
Meledandris Beteiligung ist ebenfalls von Bedeutung. Als Produzent hinter dem Despicable Me-Franchise und dem ersten Mario-Film hat er eine Erfolgsbilanz beim Aufbau langlebiger Animations-Properties. Diese Erfahrung mit Miyamotos obsessiver Qualitätskontrolle zu paaren, schafft eine ganz spezielle Pipeline.
Warum der Vergleich mit Smash Bros. immer wieder aufkommt
Super Smash Bros. ist im Kern Nintendos Antwort auf die Frage: „Was wäre, wenn alle unsere Charaktere in derselben Welt existieren würden?“ Es ist ein Konzept, das sich über die gesamte Serie hinweg über 82 Millionen Mal verkauft hat. Natürlich sehen Fans den cameo-reichen Galaxy-Film als eine cineastische Version genau dieser Idee.
Nintendo hat bestätigt, dass es bei allen zukünftigen Filmadaptionen tief involviert sein wird, wie nach der kürzlichen Präsentation des Studios berichtet wurde. Das bestätigte Line-up umfasst derzeit:
- The Legend of Zelda (Live-Action, in Entwicklung bei Sony)
- Donkey Kong (animiert, in Entwicklung mit Illumination)
- Super Mario Galaxy (animiert, Nachfolger des 2023er Films)
Das sind drei große IP-Adaptionen, die gleichzeitig laufen, wobei Nintendo bei allen direkt in die kreativen Entscheidungen eingebunden ist. Ob sie sich einen Kanon teilen oder in getrennten Kontinuitäten bleiben, ist die offene Frage.
Was das für Spieler bedeutet, die das Geschehen von der Seitenlinie beobachten
Für Fans bedeutet das in der Praxis, dass Nintendos Film-Output kein Nebenprojekt mehr ist. Diese Filme werden als Erweiterungen der Marke mit derselben Sorgfalt behandelt, die Nintendo auch bei seinen Spielen anwendet – ein bedeutender Wandel gegenüber dem historisch vorsichtigen Umgang des Unternehmens mit Lizenzen.
Für den Super Mario Galaxy-Film gibt es noch kein bestätigtes Veröffentlichungsdatum, aber der Zelda-Live-Action-Film strebt einen Kinostart an. Behalten Sie die Nintendo Direct-Präsentationen für Updates zum cineastischen Line-up im Auge, da das Unternehmen dort historisch gesehen seine größten Ankündigungen abseits der Spiele macht. Für mehr Informationen aus der Welt des Gamings und der Unterhaltung, schauen Sie hier vorbei:





