"Asha hat 'This is an Xbox' eingestellt, weil es sich nicht nach Xbox anfühlte", sagte ein Microsoft-Sprecher gegenüber Windows Central. "Sie leitet persönlich einen Reset ein, wie wir als Marke auftreten."
Dieser eine Satz verrät viel darüber, wohin Asha Sharma Xbox führt. Nachdem sie letzten Monat offiziell als Nachfolgerin von Phil Spencer bestätigt wurde, handelte Sharma schnell. Ihre erste große Entscheidung war das Aus für eine Marketingkampagne, die bei den Fans für reichlich Frust gesorgt hatte.

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Was die 'This is an Xbox'-Kampagne eigentlich war
Die im November 2024 gestartete Kampagne This is an Xbox sollte Xbox als plattformübergreifenden Dienst positionieren und nicht als reine Konsolenmarke. Die Kampagne lief auf Hardware von Drittanbietern, darunter Smart-TVs von Samsung und LG, mit dem Kernargument, dass jeder Bildschirm, auf dem Xbox-Software läuft, eine Xbox sei.
Die Absicht war klar: Die Xbox-Zielgruppe sollte über die Konsolenbesitzer hinaus erweitert werden, während Microsoft seine Multiplattform-Strategie vorantrieb. Die Umsetzung kam jedoch bei einem lautstarken Teil der Player-Base schlecht an. Für Fans, die sich bereits durch die Veröffentlichung von First-Party-Games auf der PlayStation 5 vor den Kopf gestoßen fühlten, wirkte eine Kampagne, die ihnen sagte, ihre Konsole sei gar nicht nötig, wie Salz in der Wunde.
Das Unbehagen beschränkte sich nicht nur auf die Spieler. Auch intern hatten einige Xbox-Mitarbeiter das Gefühl, dass die Kampagne ihre eigene Arbeit untergrub. Das ist eine schwierige Ausgangslage für jede Marketing-Aktion.
Sharmas Marken-Reset in ihren eigenen Worten
Sharmas öffentliche Kommunikation seit ihrem Amtsantritt ist bewusst und pointiert. In ihrem ersten Statement als Microsoft Gaming CEO legte sie drei Schwerpunkte fest: "großartige Spiele", die "Rückkehr von Xbox" und die "Zukunft des Spielens".
Der entscheidende Ausdruck ist hier die "Rückkehr von Xbox". So spricht man nicht, wenn man mit der aktuellen Positionierung der Marke zufrieden ist. Das Einstellen von This is an Xbox passt genau in dieses Bild, und die Entscheidung kam direkt von Sharma persönlich, nicht von einem Komitee oder einem Marken-Review-Prozess.
Seit sie die Rolle übernommen hat, kommuniziert sie zudem direkt mit Xbox-Besitzern über soziale Medien – ein deutlicher Wechsel im Tonfall gegenüber dem eher distanzierten Ansatz, der die späte Ära Spencer prägte.

Xbox Hardware-Identitäts-Reset
Der Kontext, der diesen Schritt so bedeutend macht
Die Sache ist die: Eine Marketingkampagne zu beenden, ist normalerweise keine Nachricht wert. Marken stellen ständig Werbeaktionen ein. Was diesen Fall anders macht, ist die spezifische Kampagne, die gestrichen wurde, der Zeitpunkt der Entscheidung und die Person, die sie getroffen hat.
This is an Xbox repräsentierte eine bestimmte Philosophie darüber, was Xbox werden sollte: eine Service-Ebene statt einer Hardware-Identität. Sharmas Entscheidung, dies als eine ihrer ersten Amtshandlungen zu beenden, signalisiert einen echten Wandel in der Art und Weise, wie Microsoft die Marke künftig positionieren will. Ob sich das in tatsächliche Hardware-Investitionen, eine exklusive Content-Strategie oder nur in eine Änderung der Kommunikation niederschlägt, bleibt abzuwarten.
Sharmas breiterer Ansatz umfasst das "Erfinden neuer Geschäftsmodelle und neuer Arten zu spielen", während sie sich auf "ikonische Teams, Charaktere und Welten" konzentriert. Das ist eine eher traditionelle Games-First-Ausrichtung, und es passt dazu, dass das Ende der Kampagne eine bewusste Führungsentscheidung war und kein stilles Auslaufen.
Für Xbox-Besitzer, die sich in den letzten Jahren gefragt haben, wo ihre Plattform in den Plänen von Microsoft steht, deuten Sharmas erste Schritte zumindest darauf hin, dass jemand in der Führungsebene diese Frage ernst nimmt. Die Antworten müssen jedoch von den Spielen und den Hardware-Entscheidungen folgen, die nun anstehen. Für weitere Gaming-News zur Entwicklung der Xbox-Story, schau dir gerne mehr an:





