Als Nintendo die GameCube-App über Nintendo Switch Online veröffentlichte, haben die Spieler sie nicht nur bemerkt, sondern auch gründlich auf Herz und Nieren geprüft. Der Kalibrierungs-Screen in F-Zero GX wurde zum inoffiziellen Benchmark der Community, und was diese Tests enthüllten, war schlichtweg verblüffend: Der Emulator hatte eine Art invertierte Deadzone für Analog-Sticks erzeugt.
Das Problem dabei: Es handelte sich nicht um eine kleine Macke. Es bedeutete, dass das Spiel den Stick bereits als voll ausgelenkt registrierte, wenn man ihn nur minimal bewegte. Jeder Input fühlte sich überempfindlich und „overcooked“ an, als würde das Spiel die Absichten des Spielers vorausahnen, bevor diese überhaupt ausgeführt wurden.
Das Problem betraf zudem jeden Controller. Joy-Cons, der Pro Controller und sogar der dedizierte GameCube controller, den Nintendo speziell für diese App verkaufte. Keiner war davor gefeit. Für einen schnellen, präzisionslastigen Racer wie F-Zero GX war diese Art der Input-Verzerrung besonders gravierend.

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Was das neueste Update tatsächlich geändert hat
Der Fix kam still und heimlich, gebündelt in demselben Update, das Pokémon XD: Gale of Darkness in die Nintendo Switch Online GameCube-Bibliothek brachte. Kein großes Tamtam, keine Patch-Notes-Ankündigung, nur eine stille Korrektur, die Spieler durch eigene Tests entdeckten.
YouTuber Madao Joestar führte den F-Zero GX-Kalibrierungstest nach dem Update durch und bestätigte die Änderung direkt. „Endlich gibt es eine Änderung in einem der Tests“, merkten sie an. „Der Stick-Bereich wurde verbessert und kommt nun dem auf einem echten GameCube deutlich näher.“
Das ist ein bedeutender Unterschied. „Deutlich näher“ ist zwar nicht perfekt, aber ein massiver Fortschritt gegenüber dem Zustand, mit dem der Emulator ursprünglich ausgeliefert wurde. Community-Tests bestätigen, dass der Fix für die Analog-Sensitivität echt und spürbar ist, auch wenn der Input-Lag weiterhin ein offenes Problem bleibt.
Die andere stille Neuerung: HDR für den CRT-Filter
Das Update brachte zudem heimlich HDR-Support für den CRT-Shader mit sich, was ein netter Bonus für alle ist, die auf einem kompatiblen Display spielen. CRT-Filter haben den bekannten Nebeneffekt, dass sie das Bild aufgrund des simulierten Scanline-Effekts abdunkeln. HDR-Support hilft dabei, dies auszugleichen, sodass der Filter das warme Leuchten eines echten CRT tatsächlich replizieren kann, anstatt alles nur dunkler zu machen.
Es ist eine Kleinigkeit, aber sie zeigt, dass Nintendo zumindest auf die feineren Details achtet, wie diese Klassiker auf moderner Hardware aussehen und sich anfühlen.
Noch ein Work-in-Progress, aber auf dem richtigen Weg
Fast ein Jahr ist eine lange Zeit für einen Fix, der grundlegend verändert, wie sich jedes Spiel in der Bibliothek anfühlt. Das Problem mit dem Analog-Mapping war weder obskur noch schwer zu reproduzieren; es war direkt im Kalibrierungs-Screen von F-Zero GX für jeden sichtbar. Die Community fand es fast sofort.
Was die meisten Spieler in solchen Situationen übersehen, ist, dass Nintendos offizielle Emulations-Bemühungen schon immer ihr eigenes Tempo hatten, ob zum Guten oder Schlechten. Der Nintendo Switch Online-Service war noch nie besonders schnell bei Verbesserungen, aber er kommt letztendlich ans Ziel.
Die verbleibende Input-Latenz ist nach wie vor ein echtes Problem, besonders für Spieler, denen Präzision wichtig ist. Sechs Frames Lag sind für langsamere Spiele nicht katastrophal, aber bei allem, was exaktes Timing erfordert, fällt es ins Gewicht. Das ist der nächste Punkt, den man bei zukünftigen Updates im Auge behalten sollte. Schaut euch unbedingt mehr an:








