Falls du dir jemals Sorgen um die Zukunft von Elden Ring und Dark Souls gemacht hast, ist dies eine Entwicklung, die man im Auge behalten sollte. Das Unternehmen, das Nintendo einst riet, Spielern 99 Cent zu berechnen, nur damit Mario höher springen kann, hat nun einen bedeutenden Anteil an Kadokawa erworben, der Muttergesellschaft von FromSoftware.
Oasis Management Company, ein internationaler Hedgefonds mit Sitz in Hongkong, hat einen Anteil von 8.86% an Kadokawa erworben. Die Firma beschreibt die Übernahme als einen Schritt für „wichtige Vorschlagsaktivitäten“ – die Art von vager Unternehmenssprache, die bei Leuten für Nervosität sorgt.

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Wer genau ist Oasis Management?
Oasis Management ist kein Name, den die meisten Gamer kennen würden, aber vor etwa einem Jahrzehnt sorgte die Firma in Gaming-Kreisen aus den falschen Gründen für Schlagzeilen. Im Jahr 2014 schickte die Firma einen offenen Brief an den damaligen Nintendo-Präsidenten Satoru Iwata, in dem sie Nintendo dazu drängte, Spiele für mobile Geräte zu entwickeln. Dieser Teil ist tatsächlich gut gealtert. Nintendo stieg schließlich mit Titeln wie Super Mario Run, Pikmin Bloom und Fire Emblem Heroes in den Mobile-Markt ein.
Was nicht gut gealtert ist, war dieser spezielle Vorschlag aus demselben Brief: „Wir glauben, dass Nintendo mit dem richtigen Entwicklerteam sehr profitable Spiele auf Basis von In-Game-Revenue-Modellen entwickeln kann. Denken Sie nur daran, 99 Cent zu bezahlen, damit Mario ein kleines Stück höher springt.“
Ja. Genau das.
Nintendo hat das – glücklicherweise – nicht getan. Der Vorschlag wurde seitdem konsequent als Paradebeispiel für Investoren verspottet, die zwar Tabellenkalkulationen verstehen, aber nicht den Hauch einer Ahnung davon haben, was ein Spiel eigentlich ausmacht.
Was Kadokawa tatsächlich kontrolliert
Kadokawa ist ein weitläufiges japanisches Medienunternehmen, das Manga-, Anime- und Videospiel-Properties unter seinem Dach vereint. Am relevantesten für dieses Thema ist die Mehrheitsbeteiligung an FromSoftware, dem Studio hinter Dark Souls, Bloodborne, Sekiro und Elden Ring. Sony ist derzeit der zweitgrößte Anteilseigner von Kadokawa, nachdem frühere Übernahmegespräche das Unternehmen in den Fokus gerückt hatten.
Die Aktionärsstruktur rund um die Muttergesellschaft von FromSoftware wird also zunehmend unübersichtlicher und komplizierter.

Dark Souls bonfire rest screen
Was „wichtige Vorschläge“ tatsächlich bedeuten könnten
Die Sache ist die: Aktivistische Investoren kaufen keine Anteile an Unternehmen, um stillzusitzen. Die eigene Wortwahl von Oasis bezüglich „wichtiger Vorschlagsaktivitäten“ signalisiert, dass sie beabsichtigen, auf Veränderungen bei Kadokawa zu drängen. Wie diese Veränderungen aussehen werden, bleibt unklar, aber die Geschichte der Firma legt nahe, dass sie sich auf Monetarisierung und Aktionärsrenditen konzentrieren werden.
Ob dies zu Druck auf die kreative Ausrichtung von FromSoftware führt, ist eine weitaus größere Frage, die noch nicht beantwortet werden kann. FromSoftware hat unter der Eigentümerschaft von Kadokawa mit einem bemerkenswerten Maß an kreativer Unabhängigkeit agiert. Hidetaka Miyazaki und sein Team haben konsequent Spiele abgeliefert, die Design-Integrität über das bloße Nachjagen von Trends stellen.
Der Kommentar mit den 99 Cent für einen Sprung liegt über ein Jahrzehnt zurück. Menschen und Organisationen können sich ändern. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Gaming-Community die nächsten Schritte von Oasis bei Kadokawa sehr genau beobachten wird, besonders da gerade erst Elden Ring Tarnished Edition für Nintendo Switch 2 erschienen ist und die Fanbase von FromSoftware so leidenschaftlich wie eh und je ist.
Behalte die neuesten Gaming-News im Blick für Updates, sobald Kadokawa auf seinen neuen Investor reagiert und etwaige Vorschläge öffentlich werden. Schau dir unbedingt mehr an:








