Die Gerüchteküche brodelt so stark, dass Fans nicht erst auf eine Nintendo Direct warten, um die Diskussion zu eröffnen. Der bekannte Nintendo-Leaker Nate the Hate berichtet, dass The Legend of Zelda: Ocarina of Time als vollständiges Remake für die Nintendo Switch 2 erscheinen soll, wobei das Release-Fenster auf das Weihnachtsgeschäft 2026 abzielt. Nintendo hat bisher nichts bestätigt und soll Berichten zufolge außer sich vor Wut über die durchgesickerten Informationen sein. Doch das hat die Fanbase nicht davon abgehalten, das zu tun, was sie am besten kann: lautstark darüber zu debattieren, was dieses Remake sein sollte und was nicht.
Das Spektrum von „macht es einfach nur hübsch“ bis „alles abreißen und neu aufbauen“
Das Problem bei einem Remake eines der beliebtesten Spiele aller Zeiten ist: Es gibt keine sichere Lösung. Ocarina of Time erschien ursprünglich 1998, erhielt bereits 2011 ein getreues 3DS-Remake, und das Original ist über Nintendos Bibliothek auf der Switch spielbar. Die Frage nach dem Warum für ein weiteres Remake folgt also unmittelbar auf die Frage nach der Art des Remakes.
In der Zelda-Community auf Reddit kocht die Debatte hoch. Ein Nutzer brachte es auf den Punkt: „Ich will nicht nur hübschere Grafik, ich würde es lieben, wenn sie die Spielgebiete mit mehr Inhalten zum Entdecken erweitern würden.“ Diese Meinung spiegelt das moderate Lager wider – Spieler, die sich sinnvolle Ergänzungen ohne einen kompletten strukturellen Umbau wünschen.
Doch eine lautere Fraktion fordert etwas Mutigeres. „Ich bin der Meinung, wenn sie das schon machen, sollten sie auch in die Vollen gehen“, schrieb ein Nutzer. „Leute, die das Original wollen, haben genug Möglichkeiten, es zu spielen; ich will etwas Neues sehen.“ Die Logik ist nachvollziehbar. Ein 1:1-Grafik-Upgrade wirkt an diesem Punkt wie eine verpasste Chance, besonders wenn man bedenkt, wie sehr sich die Serie seit Breath of the Wild und Tears of the Kingdom weiterentwickelt hat.
Die Angst vor „Ocarina of the Wild“ ist real
Genau diese Entwicklung beunruhigt einen anderen Teil der Fanbase. Das Open-World-Format, das Breath of the Wild 2017 einführte, hat die Erwartungen an ein Zelda-Spiel grundlegend verändert, aber nicht jeder möchte diese DNA in einem Klassiker wiederfinden. Der Begriff „Ocarina of the Wild“ ist in Fan-Diskussionen bereits zum Synonym für das geworden, was niemand will: ein Remake, das die straffe Dungeon-Struktur und das lineare Pacing verliert, die das Original erst so besonders gemacht haben.
„Ich will einfach nicht, dass es ein Ocarina of the Wild wird“, sagte ein Reddit-Nutzer, und der Kommentar erhielt so viele Upvotes, dass er breite Zustimmung signalisiert.
Der springende Punkt ist, dass Ocarina of Time gerade wegen seiner Struktur funktioniert. Der Wassertempel ist gleichermaßen frustrierend wie ikonisch. Der Übergang vom jungen Link zum erwachsenen Link ist ein erzählerischer Schlag in die Magengrube, der auf einer kontrollierten, durchdachten Spielerfahrung basiert. Dies in eine Open World zu verlagern, birgt die Gefahr, genau die Ecken und Kanten abzuschleifen, die dem Spiel seine Identität verliehen haben.
Die Frage: Metal Gear Delta oder Resident Evil 2?
Für manche Fans ist der Referenzpunkt gar nicht die Zelda-Reihe. Der Remake-Diskurs hat sich in zwei erkennbare Lager gespalten: die Denkschule von Metal Gear Solid Delta: Snake Eater (alles bewahren, nur modern aussehen lassen) versus den Ansatz von Resident Evil 2 (den Geist bewahren, die Mechaniken von Grund auf neu aufbauen).
Ein Nutzer fasste die konservative Position zusammen: „Ich will neue Grafik, moderne Gameplay-Features und einige erweiterte Gebiete, das war's.“ Sauber, spezifisch, vernünftig. Das Ocarina of Time 3D-Remake auf dem 3DS hat bereits bewiesen, dass ein getreues Update funktionieren kann. Die Frage ist, ob Nintendo darin einen Mehrwert sieht oder ein Statement setzen will.
Es gibt auch einen Teil der Fanbase, der sich auf etwas Spezifischeres konzentriert: die Horror-Elemente. Ocarina of Time hatte schon immer einen düsteren Unterton, von ReDeads über den Brunnen bis hin zu Dead Hand, und einige Spieler hoffen, dass das Remake genau das verstärkt. „Mann, bitte geht innerhalb der Grenzen des T-Ratings in die Vollen“, schrieb ein Nutzer. „Gebt uns einfach einen Raum, der aussieht wie Dark Souls.“ Ein ambitionierter Wunsch, aber die Begeisterung dahinter ist echt.
Was der Leak selbst tatsächlich aussagt
Jenseits der Wunschzettel der Fans deuten die Ocarina of Time-Remake-Leaks, die Anfang des Jahres kursierten, eher auf ein vollständiges Remake als auf ein einfaches Remaster hin. Nate the Hate, dessen Nintendo-Prognosen in der Community als sehr verlässlich gelten, spezifizierte, dass es sich um ein Remake-Projekt handelt, nicht um einen HD-Port. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sie darauf hindeutet, dass Nintendo etwas Neues um das Grundgerüst des Originals herum aufbaut und nicht nur Assets hochskaliert.
Nintendo hat sich nicht geäußert, und angesichts der Wut, die das Unternehmen Berichten zufolge über die Leaks empfindet, wird eine offizielle Enthüllung wahrscheinlich nach Nintendos eigenem Zeitplan erfolgen. Vorerst leistet die Fan-Diskussion die Arbeit, genau auszuloten, wie hoch die Einsätze sind.
Das ursprüngliche Ocarina of Time ist bereits über Nintendos bestehende Bibliothek spielbar. Wenn Nintendo den Vorhang für diesen Titel lüftet, wird die Messlatte, die durch jahrelange Fan-Erwartungen gesetzt wurde, bereits bereitstehen. Behaltet die Gaming-News im Auge, während sich das Startfenster der Switch 2 nähert, um offizielle Entwicklungen nicht zu verpassen. Schaut euch auch gerne mehr an:




