Der erste Trailer zu Other Mommy lief dieses Wochenende als Vorfilm zu The Odyssey in den Kinos, und Horror-Fans wurden völlig kalt erwischt. Das Publikum, das eigentlich gekommen war, um Christopher Nolans Epos zu sehen, bekam eine eiskalte Dusche des Grauens verpasst, noch bevor der Vorspann lief.
Die Sache ist die: Ein exklusiver Trailer-Drop im Kino ist einer der ältesten Tricks im Marketing-Handbuch des Horrors, und er funktioniert immer noch. Man erwischt ein Publikum, das eigentlich für etwas ganz anderes gekommen ist, verpasst ihm einen Jump Scare, bevor es sich wappnen kann, und lässt die sozialen Medien den Rest erledigen. Blumhouse hat das fast perfekt umgesetzt.

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Was der Trailer tatsächlich zeigt
Unter der Regie von Rob Savage, dem Filmemacher hinter Host und The Boogeyman, dreht sich Other Mommy um die 8-jährige Bela, deren Familie unter dem Druck der zerbrechenden Ehe ihrer Eltern leidet. Aus diesem häuslichen Chaos kriecht etwas Schlimmeres hervor: eine Doppelgänger-Entität, die das Kind „other mommy“ nennt, aus ihrem Schlafzimmerschrank auftaucht und beginnt, den Haushalt zu terrorisieren.
Jessica Chastain spielt eine Doppelrolle, und die Besetzung um sie herum ist wirklich beeindruckend. Jay Duplass (Backrooms), Dichen Lachman (Severance), Arian Moayed (Succession) und Karen Allen (Indiana Jones) sind alle mit von der Partie. Allein dieses Ensemble signalisiert, dass dies kein 08/15-Genre-Beitrag ist.
Der Trailer feierte sein Debüt hinter verschlossenen Türen bereits früher in diesem Jahr auf der CinemaCon, aber dieses Wochenende war das erste Mal, dass das allgemeine Publikum ihn zu sehen bekam. Die Online-Version wurde noch nicht veröffentlicht, weshalb die Reaktionen in den sozialen Medien ausschließlich auf Augenzeugenberichten derjenigen basieren, die The Odyssey im Kino gesehen haben.
Der Jump Scare, der das Internet spaltet
Der Jump Scare zu Beginn des Trailers ist der Zündfunke. Die Reaktionen spalteten sich fast sofort in zwei Lager.
Auf der einen Seite stehen Zuschauer, die von einer echten körperlichen Reaktion berichten: Ein Post beschrieb es als etwas, das „mich auf absehbare Zeit nicht schlafen lassen wird“. Ein anderer drückte es direkter aus und fragte, ob noch jemand eine sehr unwürdige Reaktion auf seinem Kinositz hatte. Der Konsens in diesem Lager ist, dass Savage die Umsetzung perfekt gemeistert hat.
Auf der anderen Seite gibt es ein Kontingent, das denselben Schockmoment fast schon komisch übertrieben fand. „Der erste Jump Scare im Trailer zu OTHER MOMMY ist ein Kandidat für den schlechtesten aller Zeiten“, postete ein Zuschauer, während ein anderer anmerkte, dass seine Gruppe bei einem bestimmten Chastain-Moment im Clip „nicht aufhören konnte zu lachen“.
Diese Spaltung ist eigentlich ein gutes Zeichen für den Film. Horror-Trailer, die echte, gespaltene Reaktionen hervorrufen, kurbeln die Ticketverkäufe meist stärker an als solche, die einheitlich aufgenommen werden. Niemand streitet über einen Trailer, den man in dem Moment vergessen hat, in dem man aus dem Kino geht.
Warum Rob Savage der richtige Regisseur dafür ist
Savage hat sich seinen Ruf mit Low-Budget-Horror mit hohem Konzept erarbeitet. Host, sein Film aus der Pandemie-Ära 2020, der komplett über Zoom gedreht wurde, dauerte 57 Minuten und wurde zu einem der effizientesten Horrorfilme der letzten Zeit. The Boogeyman, seine erste große Studio-Produktion, bewies, dass er skalieren kann, ohne sein Handwerk zu verlieren.
Other Mommy ist eine Blumhouse-Produktion, was eine größere Plattform und ein Kinostartdatum am October 9 bedeutet. Dieses Halloween-Fenster ist genau der richtige Platz für diese Art von Film. Die Prämisse – die eingebildete Angst eines Kindes, die während einer Zeit familiärer Instabilität physisch real wird – bewegt sich in bekanntem Horror-Terrain, aber Savages bisherige Arbeit deutet darauf hin, dass er weiß, wie man den spezifischen Winkel findet, der bekanntes Material frisch wirken lässt.
Was die meisten Spieler im frühen Hype-Zyklus für Horrorfilme übersehen, ist, dass die Trailer-Reaktion selten das Endprodukt genau vorhersagt. Ein Jump Scare, der im Juli ein Kinopublikum spaltet, sagt wenig darüber aus, ob der dritte Akt des Films in sich schlüssig ist. Der wahre Test kommt im Oktober.
Im Moment ist die Konversation genau dort, wo Blumhouse sie haben will: laut, gespalten und verbreitet. Wenn ihr bereits die Horror-Releases für die zweite Jahreshälfte im Blick habt, ist Other Mommy gerade auf der Liste nach oben gerutscht. Schaut euch unsere Gaming-Guides für weitere Entertainment-Berichterstattung auf der Seite an, und falls die Horror-nahe Welt von Momoguro auf eurem Radar ist, bietet die vollständige Momoguro-Guide-Sammlung alles, was ihr für den Einstieg braucht.








