Zwei der größten Shooter-Spiele von Activision Blizzard könnten einer Kollaboration näher sein, als irgendjemand erwartet hat. Spieler, die die Maps von Call of Duty: Modern Warfare 4 erkunden, bemerkten kürzlich etwas, das unauffällig an einer Wand hing: ein Overwatch-Poster, direkt dort in der Spielwelt, unübersehbar.
Wo das Poster auftauchte und warum es tatsächlich Sinn ergibt
Das Poster wurde an der rechten Wand eines südkoreanischen Internetcafés gesichtet, einem der In-Game-Schauplätze von Modern Warfare 4. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein spaßiges Easter Egg, aber die Platzierung ist absolut logisch. Modern Warfare 4 spielt im heutigen Südkorea, einem Land, in dem Overwatch eine riesige, tief verwurzelte Playerbase hat. Ein Poster für eines der populärsten Spiele der Region in einem PC-Bang hängen zu sehen, ist die Art von Environmental Detail, die einer genaueren Prüfung standhält.
Beide Spiele gehören zum selben Activision Blizzard-Dach, was den Hinweis weniger wie ein zufälliges Augenzwinkern und mehr wie eine bewusste In-Universe-Anerkennung wirken lässt. Der entscheidende Punkt ist, dass das Poster nicht in irgendeiner abstrakten Militärbasis schwebt. Es befindet sich an einem Ort, an dem man genau das realistischerweise erwarten würde.
Was sich Spieler von einem vollständigen Crossover wirklich wünschen
Die Sache ist die: Die Gaming-Community hat das Poster nicht einfach nur bemerkt und ist weitergezogen. Sie haben sofort angefangen, eine Wunschliste zu entwerfen.
Die populärste Idee, die kursiert, ist ein D.Va-Skin, bei dem der Selbstzerstörungs-Spruch ihres Mechs durch „Tactical nuke incoming“ ersetzt wird – was sich im Grunde von selbst schreibt. Spieler brachten auch die Idee ins Spiel, Emre eine Voice-Line zu geben, in der Chernobog „AC130 above“ ruft, und Soldier: 76 den ikonischen Callout „Mission failed, we'll get em next time“ zu verpassen. Soldier: 76 wird ohnehin weithin als der ansässige Call of Duty-Charakter von Overwatch angesehen, daher fühlt sich das Ausspielen dieses Rufs wie einfaches kreatives Terrain an.
Die lauteste Stimme im Raum gehört jedoch Conor McLeod, dem Voice Actor hinter Hazard, dem neuesten schottischen Tank-Helden von Overwatch. McLeod postete öffentlich, dass er persönlich einen Aufstand anführen werde, sollte eine Kollaboration stattfinden und Soap aus der Modern Warfare-Reihe einem anderen Helden als Hazard zugewiesen werden. Da Soap einer der ikonischsten schottischen Charaktere im Gaming ist, ergibt die Logik absolut Sinn.
Es wurde kein offizielles Crossover von Activision Blizzard, Blizzard Entertainment oder Infinity Ward angekündigt. Das Overwatch-Poster ist derzeit ein Environmental Detail im Spiel, kein bestätigter Kollaborations-Teaser.
Die Komplikation: Activisions Fokus auf Authentizität
Es gibt hier eine echte Spannung, die man anerkennen muss. Infinity Ward und Activision haben sich deutlich dazu geäußert, dass die Cosmetics in Modern Warfare 4 sich geerdet und authentisch für das Setting des Spiels anfühlen sollen. Das ist eine direkte Reaktion auf jahrelanges Community-Feedback zu Operators und Skins, die sich völlig losgelöst vom Ton des Spiels anfühlten.
Tracer oder Reinhardt in eine düstere südkoreanische Konflikterzählung zu stecken, wäre selbst für Crossover-Verhältnisse weit hergeholt. Die Ästhetik von Overwatch und die von Modern Warfare 4 ziehen in sehr unterschiedliche Richtungen. Dass Overwatch-Helden in Call of Duty auftauchen, fühlt sich wie der schwierigere der beiden Wege an.
Der umgekehrte Weg, Call of Duty-Charaktere als Overwatch-Skins, passt viel natürlicher. Soldier: 76 existiert bereits als wandelnde Referenz auf das Genre. Soap als Hazard-Skin wäre ein Cosmetic, das sowohl kulturell als auch visuell Sinn ergibt. Das ist die Richtung, von der die Community am meisten begeistert zu sein scheint, und es ist die Version, bei der keines der Spiele seine Identität kompromittieren muss.
Ob das über ein gut platziertes Poster hinausgeht, bleibt offen. Aber für Spieler, die bereits in beide Titel investiert sind, ist die Sammlung der Call of Duty: Modern Warfare-Guides ein Lesezeichen wert, während die Berichterstattung zu MW4 vor dem Launch an Fahrt aufnimmt.








