Es gibt eine bestimmte Art von Online-Diskurs, die einfach nicht aussterben will: die selbstbewusste Behauptung, dass Konsolen am Ende seien, dass der PC gewonnen habe und dass jeder, der noch eine PlayStation kauft, im Grunde mit einem Relikt spielt.Resident Evil Requiem hat diesem Argument gerade eine ziemlich peinliche Niederlage beschert.
Die offiziellen Daten von Capcom bestätigen, dass Resident Evil Requiemdie Marke von 6 Millionen verkauften Einheiten überschritten hat, wobei die PS5 als meistverkaufte Plattform führt. Das ist ein beachtliches Ergebnis für ein Spiel, das inmitten echter Spekulationen aus Teilen des Internets startete, dass der PC die Zahlen dominieren würde.
Woher die „Konsolen sind tot“-Theorie kam
Das Narrativ hatte eine gewisse oberflächliche Logik. Rund um den Launch von Requiem deuteten frühe Diskussionen und Aktivitäten in den sozialen Medien darauf hin, dass PC-Spieler besonders lautstark über das Spiel sprachen, wobei die Steam-Aktivität Aufmerksamkeit erregte. PC-Gaming-Communities sind online bekanntermaßen laut, und es ist leicht, das Volumen der Konversation mit dem Volumen der Verkäufe zu verwechseln.
Die Sache ist die: Das ist seit Jahren ein beständiges Muster bei großen Releases. Die Plattformen mit der aktivsten Forenpräsenz spiegeln nicht immer wider, wo das tatsächliche Geld fließt. Konsolenspieler, insbesondere PS5-Besitzer, neigen dazu, Spiele zu kaufen, zu spielen und weiterzuziehen, anstatt endlos darüber zu posten.
Was die Zahlen tatsächlich sagen
Der 6-Millionen-Meilenstein ist ein starkes Ergebnis für das Franchise, und dass die PS5 die Plattformverkäufe anführt, deckt sich mit dem, was wir bei früheren Titeln der Serie gesehen haben.
Das Resident Evil-Franchise ist bei den reinen Verkaufszahlen schon lange ein Konsolen-Phänomen, auch wenn sich PC-Ports dramatisch verbessert haben. Resident Evil Village, RE4 Remake und jetzt Requiem folgen alle einem ähnlichen Muster: lauter PC-Diskurs, starke Konsolenverkäufe.
Was die meisten Spieler in diesen Diskussionen übersehen, ist, dass die PS5-Install-Base zwar kleiner ist als die Gesamtzahl der Gaming-PCs weltweit, aber ein konzentriertes Publikum von Leuten repräsentiert, die Spiele aktiv zum Vollpreis kaufen. Das ist eine kommerziell starke Zielgruppe, und das wissen die Publisher.

Leon's loadout in RE Requiem
Das Gesamtbild für Capcom und die Serie
Für Capcom haben diese Zahlen echtes Gewicht. Das Unternehmen hat in dieser Generation einen außergewöhnlichen Lauf, und dass Requiem diese Dynamik fortsetzt, ist wichtig. Der 6-Millionen-Meilenstein wurde schnell erreicht, und da bereits bestätigter DLC in Entwicklung ist, sieht Capcom eindeutig Spielraum, um die kommerzielle Lebensdauer des Spiels zu verlängern.
Die PS5-Performance ist auch wichtig dafür, wie Capcom zukünftige Releases angeht. Wenn die Konsolenzahlen weiterhin führen, kann man davon ausgehen, dass das Franchise weiterhin konsolenspezifische Features priorisiert, von DualSense haptischem Feedback bis hin zu PS5 Pro-Optimierungen. Requiem hat bereits ein natives PSSR 2-Update für die PS5 Pro erhalten, was darauf hindeutet, dass Capcom das Ökosystem von Sony genau im Blick hat.
Die „Konsolen sind tot“-Fraktion wird ein anderes Spiel finden, um ihre Argumente zu stützen. Das tun sie immer. Aber Resident Evil Requiem ist das neueste Beispiel in einer langen Reihe von großen Releases, die dieses Argument schlichtweg nicht stützen. Für alle, die mitzählen: Die PS5 ist definitiv noch im Spiel. Schaut euch unbedingt mehr an:







