Sony Honda Mobility hat offiziell den Stecker für den Afeela 1 gezogen, das Elektrofahrzeug aus dem Joint Venture, das es Passagieren ermöglicht hätte, PS4- und PS5-Spiele während der Fahrt zu streamen. Sowohl der Afeela 1 als auch ein zweites Modell in der Entwicklung wurden komplett eingestampft, wie in einer gemeinsamen Stellungnahme im Honda-Newsroom bestätigt wurde.

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Wie ein PlayStation-Auto vom CES-Hype zur Einstellung kam
Der Afeela 1 hatte ein wirklich interessantes Konzept. Passagiere konnten Spiele von einer PS4 oder PS5 zu Hause streamen, wobei die Bildschirme im Innenraum des Autos die Remote Play-Session übernahmen. Sony und Honda gründeten offiziell Sony Honda Mobility als Joint Venture, um Elektrofahrzeuge mit einer solchen integrierten Entertainment-Lösung zu bauen, und der Afeela 1 sollte beweisen, dass das gesamte Konzept funktionieren kann.
Eine Zeit lang sah es real aus. Das Auto wurde auf der CES präsentiert, Preis- und Reservierungsdetails wurden veröffentlicht und die Auslieferung war für 2026 geplant. Das machte die Ankündigung der Einstellung am 25. März 2026 schwerwiegender als bei einem typischen eingestellten Konzept.
Was das Projekt wirklich beendete
Das lag nicht nur daran, dass Sony kalte Füße bekam. Die offizielle Stellungnahme verweist direkt auf Hondas umfassende Neubewertung seiner Elektrifizierungsstrategie, die der Automobilhersteller am 12. März 2026 bekannt gab. Dieser strategische Schwenk veränderte die „zugrunde liegenden Annahmen“ der Geschäftstätigkeit von Sony Honda Mobility, einschließlich der Technologien und Assets, die Honda für das Projekt beisteuern wollte.
Die Turbulenzen auf dem EV-Markt spielten ebenfalls eine Rolle. Die schleppende Akzeptanz durch die Verbraucher, der zunehmende Wettbewerb und sich ändernde Produktionsökonomien haben fast jeden großen Automobilhersteller dazu gezwungen, Zeitpläne und Verpflichtungen zu überdenken. Für ein brandneues Joint Venture ohne bereits existierende Fahrzeuge auf der Straße trifft dieser Marktdruck härter als für einen etablierten Hersteller.
Das Ergebnis: Sowohl der Afeela 1 als auch sein unbenanntes zweites Modell wurden komplett gestrichen, nicht nur verschoben.
Sonys allgemeines Muster bei Einstellungen
Dies fällt in eine schwierige Phase für Sony auf breiter Front. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr Studios geschlossen, Live-Service-Projekte eingestellt und mehrere Initiativen beendet. Ein ganzes Auto auf diese Liste zu setzen, ist eine neue Kategorie der Einstellung, aber das Muster bleibt bestehen: Sony streicht ganz klar alles, was nicht performt oder nicht in einen verschärften strategischen Fokus passt.
Der Afeela 1 war auch nicht der einzige Versuch, Gaming in Fahrzeuge zu bringen. BMW kündigte bereits 2022 Casual-In-Car-Gaming an, das über das Smartphone gesteuert wird. Tesla startete im selben Jahr die Steam-Integration, entfernte sie jedoch etwa 18 Monate später stillschweigend aus neuen Fahrzeugen, als die Gaming-Hardware nicht mehr mithalten konnte. In-Vehicle-Gaming wird immer wieder angekündigt und stößt immer wieder auf die Realität, dass Autos und Gaming-PCs sehr unterschiedliche Entwicklungszyklen haben.

Afeela 1 bei seinem öffentlichen Debüt
Was PlayStation-Fans hier tatsächlich verlieren
Für die meisten Spieler war der Afeela 1 immer eher eine Kuriosität als eine echte Kaufoption. Ein luxuriöses Elektroauto im PlayStation-Design hätte niemals die Verkaufszahlen eines neuen First-Party-Titels erreicht. Aber die Remote Play-Integration war etwas, das man im Auge behalten sollte: die Idee, dass PlayStation Remote Play sinnvoll über Smartphones und Tablets hinaus erweitert werden könnte.
Dieses Konzept ist nicht tot, nur weil dieses Auto es ist. Remote Play funktioniert bereits auf einer Vielzahl von Geräten, und Sonys Investitionen in die Streaming-Infrastruktur deuten darauf hin, dass die Funktion weiter ausgebaut wird. Der Afeela 1 war ein Vehikel für diese Idee, nicht das einzige. Schaut euch unbedingt mehr an:








