Ein Bundesrichter in Kalifornien hat vorläufig einem $7.85 Millionen schweren Vergleich in einer Sammelklage gegen Sony zugestimmt. Dies könnte US-PlayStation-Spielern, die zwischen dem 1. April 2019 und dem 31. Dezember 2023 digitale Spiele über das PlayStation Network erworben haben, Geld zurückerstatten.
Die Klage, die von der Saveri Law Firm LLP geführt wurde, warf Sony vor, den Wettbewerb ausgeschaltet und den Markt für digitale PlayStation-Spiele durch seinen geschlossenen Store-Betrieb monopolisiert zu haben. Das Argument stützt sich darauf, dass Sony die Spieler an einen einzigen digitalen Store bindet, was es dem Unternehmen angeblich ermöglichte, die Preise ohne Wettbewerbsdruck künstlich hoch zu halten.

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Wie es zu dem PSN-Kartellverfahren kam
Dieser Fall hat sich über Jahre hinweg aufgebaut. Der Kernpunkt ist Sonys Kontrolle über seinen digitalen Marktplatz, was laut den Klägern dem Unternehmen eine unkontrollierte Macht verlieh, die Preise im PSN ohne echte Alternativen für Käufer festzulegen. Sony wies die Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung während des gesamten Verfahrens zurück, doch die vorläufige Zustimmung zum Vergleich signalisiert, dass der Fall genügend rechtliches Gewicht hat, um auf eine Lösung zuzusteuern.
Der Vergleich deckt alle US-Einwohner ab, die im genannten Zeitraum bestimmte digitale Spiele über das PSN gekauft haben. Die Liste der berechtigten Titel ist umfangreich und umfasst unter anderem Destiny, Destiny 2, Nier: Automata, Resident Evil 4 Remake, The Last of Us und Until Dawn.
Wer ist tatsächlich berechtigt und was müssen Sie tun?
Wichtig ist: Sie müssen der Klage nicht aktiv beigetreten sein, um einbezogen zu werden. Wenn Sie ein aktives PSN-Konto hatten und eines der gelisteten Spiele während des qualifizierenden Zeitraums gekauft haben, sind Sie automatisch Teil der Vergleichsgruppe, sofern Sie sich nicht formell abmelden (Opt-out).
Spieler, die kein aktives PSN-Konto mehr haben, sind ebenfalls berechtigt, müssen sich jedoch direkt an das für den Fall zuständige Anwaltsteam über die offizielle Vergleichs-Website wenden. Für diese Gruppe erfolgt der Prozess nicht automatisch.
Die vollständige Liste der berechtigten Spiele ist als PDF auf der Vergleichs-Website verfügbar. Prüfen Sie daher, ob einer Ihrer PSN-Käufe aus diesem Vierjahreszeitraum darauf erscheint.
Der Zeitplan, bevor Gelder fließen
Die vorläufige Zustimmung ist noch nicht das Ende. Das Gericht hat eine abschließende Anhörung für den 15. Oktober 2026 angesetzt. Dort wird ein Richter bewerten, ob der Vergleich endgültig genehmigt wird, den Plan zur Verteilung der Gelder an die berechtigten Spieler prüfen und die Anwaltskosten festlegen.
Bis zum Abschluss dieser Anhörung finden keine Auszahlungen statt. Die Summe von $7.85 Millionen ist der gesamte Vergleichspool, was bedeutet, dass die individuellen Auszahlungen davon abhängen, wie viele berechtigte Anspruchsteller letztlich verifiziert werden und wie der Verteilungsplan die Gelder aufteilt.
Dies folgt auch auf einen separaten rechtlichen Rückschlag für Sony aus dem Jahr 2024, als der Europäische Gerichtshof den Versuch des Unternehmens abwies, den Verkauf von Add-ons Dritter für PlayStation-Spiele zu blockieren. Das Gericht entschied, dass die Action Replay-Cheat-Software des britischen Unternehmens Datel das Urheberrecht von Sony nicht verletzte.
Für US-PlayStation-Spieler besteht der nächste konkrete Schritt darin, die Details des Vergleichs zu prüfen und zu verifizieren, ob Ihre PSN-Kaufhistorie einen der berechtigten Titel enthält, bevor die Anhörung im Oktober die endgültigen Bedingungen festlegt.








