Irgendwo in einem Tresor von Lucasfilm verstauben seit 2012 insgesamt 26 fertiggestellte Episoden einer animierten Star Wars-Comedy. Dieses Warten hat nun endlich ein Ende.
Star Wars: Detours, die lange unter Verschluss gehaltene Animations-Comedy von Seth Green, feiert ihr öffentliches Debüt im Lucas Museum of Narrative Art in Los Angeles. Die Ankündigung erfolgte während des Panels „Inside the Lucas Museum of Narrative Art“ auf der San Diego Comic-Con, bei dem Green persönlich bestätigte, dass eine kuratierte Auswahl an Episoden zur Eröffnung des Museums am 22. September zu sehen sein wird.

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Was Detours eigentlich ist
Green beschrieb die Prämisse der Show simpel: „Er wollte die Simpsons im Star Wars-Universum machen.“ Mit „er“ ist George Lucas selbst gemeint, der die Serie gemeinsam mit Green entwickelte. Die Show spielt in der Zeitlücke zwischen Revenge of the Sith und A New Hope und konzentriert sich auf die banalen, alltäglichen Seiten einer Galaxis, die sonst meist nur für Lichtschwert-Duelle und Death Star-Runs herhält.
Allein die Gastsprecher verdeutlichen, wie ernst dieses Projekt genommen wurde. Anthony Edwards, Ahmed Best, Billy Dee Williams und Lucas selbst liehen den Charakteren ihre Stimmen, unterstützt von einer großen Riege an Robot Chicken-Veteranen. Green hat durch Robot Chicken und die Family Guy-Specials bereits Erfahrung mit Star Wars-Comedy, daher war dies absolut sein Fachgebiet.
Der Punkt ist: Dies war kein halbfertiger Pilot. Alle 26 Episoden waren bereits fertiggestellt, bevor das Projekt still und leise eingemottet wurde.
Warum es über ein Jahrzehnt verschwunden war
Das Timing war der Grund für das Aus. Detours wurde 2012 angekündigt, was es direkt in den Zeitraum der Übernahme von Lucasfilm durch Disney und der kommenden Sequel-Trilogie brachte. Die Aufmerksamkeit verlagerte sich stark auf The Force Awakens, und ein Comedy-Cartoon über Jawas und Jedis, die alltäglichen Dingen nachgehen, hatte schlicht keine Priorität.
Green äußerte sich Anfang des Jahres offen über die Chancen einer Veröffentlichung auf Streaming-Plattformen und erklärte, dass die Show umfangreiche Bearbeitungen und technische Upgrades benötigen würde, um heutigen Streaming-Standards zu entsprechen. „Ich glaube einfach nicht, dass sie bereit sind, das Geld für ein Update und die Veröffentlichung in die Hand zu nehmen, wenn sie keinen klaren Nutzen sehen“, sagte er damals. Die Premiere im Museum umgeht dieses Problem vollständig, da sie als kuratierte Ausstellung und nicht als vollständiger Streaming-Release präsentiert wird.
Was das für Fans bedeutet, die gewartet haben
Für Star Wars-Fans ist dies ein bittersüßer Sieg. Detours überhaupt zu sehen, ist mehr, als die meisten erwartet hatten, und Green hegt offensichtlich echte Zuneigung für das Projekt. „Es war buchstäblich eine der großartigsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe“, sagte er dem Publikum auf dem SDCC-Panel.
Das Museumsformat schränkt das Publikum jedoch ein. Man muss persönlich nach Los Angeles reisen, um diese Episoden zu sehen, was etwas völlig anderes ist als ein Release auf Disney Plus. Ob dies letztendlich zu einer breiteren Veröffentlichung führt, ist unklar, aber zumindest bedeutet es, dass Detours nicht mehr komplett unter Verschluss gehalten wird.
Greens Engagement im Star Wars-Universum geht weit über Detours hinaus. Er lieh Charakteren in The Bad Batch und Star Wars Rebels seine Stimme, sodass seine Verbindung zum Franchise nie wirklich abriss, selbst während seine Comedy-Serie in der Schwebe hing.
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Der 22. September ist das Datum, das ihr euch vormerken solltet. Für alle, die in der Nähe von Los Angeles sind, entwickelt sich das Lucas Museum zu einem echten Ziel für Star Wars-Material, das es nirgendwo sonst auf Bildschirme geschafft hat. Checkt unsere Gaming-Guides für weitere Star Wars-Berichterstattung, während die Museumseröffnung näher rückt.







