Valve arbeitet im Stillen an einem der nützlichsten Features, das der Steam-Store je gesehen hat. Das neueste Steam-Client-Update enthüllt, dass die Plattform damit begonnen hat, FPS-Daten von der Hardware der Spieler zu sammeln. Das Ziel: Framerate-Schätzungen direkt auf den Store-Seiten der Spiele anzuzeigen, bevor man einen Kauf tätigt.
Das Feature trägt den Namen Framerate Estimator und befindet sich derzeit in der Beta-Phase. Die Update-Notizen des Steam-Clients bestätigen, dass sich die Beta-Phase speziell auf Geräte mit SteamOS konzentriert. Das bedeutet, dass Nutzer von Steam Deck und Lenovo Legion Go S die ersten Testkandidaten sind. Ein breiterer PC-Support wurde bisher noch nicht bestätigt.

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Warum SteamOS den Vorzug erhält
Der Fokus auf SteamOS ist absolut nachvollziehbar. Desktop-PC-Gaming umfasst eine nahezu unendliche Anzahl an Hardware-Kombinationen – vom günstigen Office-Rechner mit integrierter Grafik bis hin zum 4.000 $ Custom-Build. SteamOS hingegen läuft auf einer deutlich kleineren Anzahl bekannter Konfigurationen. Diese kontrollierte Umgebung macht es wesentlich einfacher, präzise Basisdaten zu erstellen, bevor man das Feature auf das breitere PC-Ökosystem ausweitet.
Der Punkt ist: Die Genauigkeit ist hier die größte Herausforderung. Valve benötigt FPS-Daten aus der Praxis von echten Spielern auf echter Hardware, um die Schätzungen glaubwürdig zu machen. Indem das Unternehmen mit SteamOS-Handhelds beginnt, kann es sein Modell anhand eines vorhersehbareren Spezifikations-Sets validieren, bevor es das Feature für alle freigibt.
Was das für Spielekäufer bedeutet
Das Potenzial ist enorm. Aktuell sind PC-Gamer auf eine Vielzahl von Workarounds angewiesen, um vor dem Kauf eine einfache Frage zu beantworten: Läuft das Spiel auf meinem Rechner wirklich gut? Das bedeutet: Abgleich von Mindest- und empfohlenen Systemanforderungen (die bekanntermaßen vage sind), Suche nach YouTube-Benchmarks oder das Durchforsten von Steam-Reviews in der Hoffnung, dass jemand mit einer ähnlichen GPU seine Framerate erwähnt hat.
Eine integrierte FPS-Schätzung, die an deine spezifische CPU, GPU und RAM gekoppelt ist, würde all das überflüssig machen. Das Tool scheint darauf ausgelegt zu sein, dass Nutzer ihre Hardware-Specs eingeben können, um die erwartete Performance für jedes Spiel vorab zu sehen. Das ist ein bedeutendes Upgrade gegenüber dem aktuellen System, das so gut wie keine nützlichen Informationen liefert.
Zum Vergleich: Xbox zeigt bereits einen grundlegenden Kompatibilitätsindikator im Store an, aber das ist ein eher stumpfes Instrument. Ein Gaming-Laptop mit einem Intel Core i7-10870H und einer RTX 3060 bekommt bei Call of Duty: Modern Warfare III angeblich die Meldung, dass es "großartig laufen sollte", obwohl die tatsächlichen Framerates in der Praxis eine ganz andere Sprache sprechen. Der Crowd-sourced-Ansatz von Steam hat, sofern die Daten solide sind, eine bessere Chance, die tatsächliche Spielerfahrung widerzuspiegeln.

SteamOS-Performance-Datenerfassung
Die Frage der Genauigkeit, an der niemand vorbeikommt
Das Feature steht und fällt mit der Datenqualität. Crowd-sourced-Performance-Werte können durch Spieler verfälscht werden, die nicht-standardmäßige Einstellungen verwenden, Upscaling-Technologien wie FSR oder DLSS nutzen oder Spiele auf Hardware ausführen, die nicht mit der registrierten übereinstimmt. Valve muss all das berücksichtigen, sonst riskieren die Schätzungen, genauso irreführend zu sein wie die vagen Spezifikationslisten, die sie ersetzen sollen.
Auch der Aspekt der Rückerstattung spielt eine Rolle. Das zweistündige Rückgabefenster von Steam existiert teilweise deshalb, weil die Performance oft stark von den Erwartungen der Spieler abweicht. Ein zuverlässiger FPS-Estimator könnte diese Reibungspunkte erheblich reduzieren, was sowohl für Käufer als auch für Entwickler von Vorteil ist.
Für das Feature gibt es noch kein bestätigtes Datum für einen breiteren Rollout. Behalte vorerst die Steam-Beta-Client-Updates im Auge und verfolge unsere neuesten Gaming-News, um auf dem Laufenden zu bleiben, während sich die Pläne von Valve weiterentwickeln. Schau dir unbedingt auch Folgendes an:








