Die Bugs in The Elder Scrolls V: Skyrim sind mittlerweile fast schon Folklore. Riesen, die Spieler in die Stratosphäre schleudern, NPCs, die durch Böden clippen, Quests, die lautlos im Hintergrund brechen. Fünfzehn Jahre später sind einige dieser Probleme immer noch vorhanden. Es stellt sich heraus, dass Bethesda von den meisten davon wusste, bevor das Spiel überhaupt die Ladenregale erreichte.
Der ehemalige Senior Artist von Bethesda, Dennis Mejillones, der sowohl an Skyrim als auch an Fallout-Titeln im Studio gearbeitet hat, tauchte kürzlich in einem Kiwi Talkz-Interview aus dem Jahr 2025 wieder auf und gab eine ziemlich offene Erklärung ab: Ungefähr 95% der Bugs, die Spieler nach einem Bethesda-Launch melden, waren bereits intern dokumentiert, bevor das Spiel ausgeliefert wurde.
"Wir sind Gamer. Wir spielen das Spiel. Wir spielen und sehen die gleichen Dinge wie die Gamer", sagte Mejillones. "Wir denken uns: 'Ah, das macht keinen Spaß, oder nicht so viel Spaß, oder wir müssen das anders machen.'" Das Team war sich dessen bewusst. Die Probleme wurden einfach nicht rechtzeitig behoben.
Das Mantra hinter dem Wahnsinn
Das Interessante daran ist, dass dies mehr als nur ein Geständnis ist: Mejillones sagt, Todd Howard hatte ein bestimmtes Sprichwort, das er in Entwicklungsmeetings wiederholte, um die Situation zu rahmen. "Wir können alles tun, aber wir können nicht alles tun." Diese Aussage war laut Mejillones ein fester Bestandteil interner Diskussionen bei Bethesda.
Das ist eine überraschend ehrliche Philosophie für ein Studio, das einige der ausgedehntesten Open-World-RPGs der Branche entwickelt. Der Schlüssel hier ist, dass Bethesda-Spiele nicht nur groß sind, sondern Systeme über Systeme über Systeme sind, mit Hunderten von interagierenden Variablen, die eine erschöpfende Fehlerbehebung vor dem Launch zu einer wirklich enormen Aufgabe machen. Das macht die Bugs nicht weniger frustrierend, erklärt aber das Muster.
Info
Mejillones' Kommentare stammen aus einem Kiwi Talkz-Interview aus dem Jahr 2025, das diese Woche wieder auftauchte, wobei ein Clip am 6. April 2026 in den sozialen Medien geteilt wurde.
Was die meisten Spieler über Bethesdas Post-Launch-Bilanz übersehen
Mejillones bleibt nicht nur bei dem Geständnis stehen. Er wehrt sich auch gegen die Vorstellung, dass Bethesda seine Spiele nach dem Launch einfach aufgibt. Sein Paradebeispiel ist Fallout 76, das in einem Zustand veröffentlicht wurde, der erhebliche Gegenreaktionen hervorrief und zu einem Referenzpunkt für holprige Bethesda-Veröffentlichungen wurde.
"Schaut euch 76 an. Schaut, wie weit sie es getrieben haben. Sie hätten das Spiel fallen lassen können, sie hätten es einfach aufgeben können und was auch immer, aber das haben sie nicht getan", sagte er. "Sie haben es weiter vorangetrieben und verbessert, und meines Wissens ist 76 jetzt wirklich spaßig."
Dieser Bogen vom schwierigen Debüt von Fallout 76 bis zu seinem jetzigen Zustand ist anerkennenswert. Das Studio hat seine Spiele nach dem Launch konsequent mit kostenlosen Updates und umfangreichen neuen Inhalten unterstützt, was das Vertrauen der Gemeinschaften, die anfangs verbrannt wurden, wiederhergestellt hat.

Fallout 76's Post-Launch-Erholung
Dies ist keine isolierte Perspektive von Mejillones. Er kommentierte bereits, dass viele Leute bei Bethesda Angst hatten, Howard Nein zu sagen, was seiner Meinung nach einige blinde Flecken im Entwicklungsprozess schuf. Die Formulierung "Wir können nicht alles tun" liest sich als Howards Art, diese Einschränkungen lautstark zu managen, auch wenn dies nicht immer zu saubereren Launches führte.
Warum das immer wieder aufkommt, während Elder Scrolls 6 naht
Der Zeitpunkt dieser Konversation ist wichtig. Da The Elder Scrolls 6 irgendwo am Horizont lauert und Bethesda immer noch den Ruf hat, der über Skyrim, Fallout 4 und Starfield aufgebaut wurde, ist die Frage, ob das Studio etwas Strafferes liefern kann, sehr präsent. Howard hat öffentlich darüber gesprochen, mit dem nächsten Elder Scrolls-Teil zu einem "klassischeren" Bethesda-Stil zurückzukehren, was die Fans hoffen lässt, dass sich dies in einem fokussierteren Umfang niederschlägt.
Ein engeres Spiel bedeutet theoretisch weniger Systeme, die auf unerwartete Weise kollidieren. Ob dies tatsächlich zu einem saubereren Launch führt, muss das Studio noch beweisen. Vorerst gibt Mejillones' offene Einschätzung den Spielern ein klareres Bild davon, wie die Dinge in einem der beliebtesten und fehleranfälligsten Studios des Gamings ablaufen.
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