Zwei Wochen nach Nintendos Preiserhöhung in Japan sprechen die Hardware-Zahlen eine deutliche Sprache. Die Switch 2 verkaufte sich in der Woche vom 1. bis 7. Juni nur 23.059 Mal, ein Rückgang gegenüber den 31.751 Einheiten der Vorwoche und weit entfernt von den 247.880 Einheiten, die vor der Preiserhöhung im letzten Anlauf erzielt wurden. Der Kater nach der Preiserhöhung ist real und verschlimmert sich von Woche zu Woche.
Auf der Software-Seite gibt es für Nintendo jedoch keinen Grund zur Klage.
Die verrückte Lebenssimulation, die nicht weichen will
Tomodachi Life: Living the Dream hielt sich die Woche über an der Spitze und verkaufte weitere 50.151 Einheiten, womit die japanische Gesamtzahl auf 1.309.182 steigt. Das ist ein bemerkenswerter Erfolg für einen Switch 1-Titel in einem Markt, der zunehmend von Switch 2-Releases dominiert wird. Zwei hochkarätige Switch 2-Neuerscheinungen, Final Fantasy VII Rebirth mit 30.657 Einheiten und eFootball Kick-Off! mit 20.047 Einheiten, debütierten auf dem zweiten und dritten Platz, konnten den Spitzenreiter jedoch nicht gefährden.
Der Punkt ist: Eine Mii-Lebenssimulation auf Hardware der letzten Generation hat gerade den Switch 2-Port eines der am meisten erwarteten JRPGs seit Jahren geschlagen. Das sagt viel darüber aus, welchen Stellenwert Tomodachi Life derzeit in Japan hat.
Vollständige Top 10 Software-Charts (1.–7. Juni)
Die Debützahlen von Final Fantasy VII Rebirth bedürfen etwas Kontext. Der Switch 2-Port von Final Fantasy VII Remake startete in Japan mit etwa 23.000 physischen Einheiten, daher ist das Überschreiten der 30.000er-Marke bei Rebirth eigentlich eine moderate Verbesserung, auch wenn die nackte Zahl für das Franchise auf dem Heimatmarkt eher enttäuschend wirkt. 007 First Light rutschte vom zweiten Platz der Vorwoche auf den siebten mit 4.388 Einheiten ab, während A-Train9 Evolution ein ruhiges Debüt auf dem neunten Platz feierte.
Hardware-Charts und der Effekt der Preiserhöhung
Die Konsolenzahlen zeichnen ein düsteres Bild für Nintendos neueste Hardware, zumindest kurzfristig.
Die Switch 2 führt die Hardware-Charts weiterhin mit großem Abstand an und verkauft sich mit 23.059 Einheiten besser als alle anderen Plattformen zusammen. Die kombinierten Switch 1-SKUs (Standard, Lite und OLED) kamen auf 7.821 Einheiten, während alle drei PS5-Modelle zusammen 8.646 Einheiten erreichten. Ein interessantes Detail: Die Switch Lite konnte im Wochenvergleich sogar zulegen und stemmt sich damit gegen den Abwärtstrend des restlichen Nintendo-Lineups.
Der entscheidende Punkt ist, dass die Preiserhöhung die Nachfrage nicht komplett zum Einbruch gebracht hat. Die Switch 2 ist nach wie vor die dominierende Plattform in Japan. Aber die Entwicklung ist schwer zu ignorieren, und Nintendo wird einen echten "System-Seller"-Moment benötigen, um diesen Trend umzukehren.

Switch 2-Verkäufe nach der Preiserhöhung
Was das für Spieler bedeutet, die den Markt beobachten
Die Nintendo Direct im Juni brachte Anfang der Woche eine Reihe von Ankündigungen, darunter das Remake von Legend of Zelda: Ocarina of Time, das das Potenzial hat, die Hardware-Verkäufe auf eine Weise anzukurbeln, wie es das aktuelle Lineup bisher nicht geschafft hat. Ob dieser Schwung eintritt, bevor der Verkaufsrückgang sich weiter verschärft, ist die entscheidende Frage für den Rest des Jahres.
Für alle, die in Tomodachi Life: Living the Dream bereits auf der Insel leben, zeigt das Spiel keinerlei Anzeichen, seinen Reiz auf die japanischen Spieler zu verlieren. Das Überschreiten der 1,3-Millionen-Marke allein in Japan ist eine echte Leistung für eine Fortsetzung einer Lebenssimulation, die über ein Jahrzehnt lang in der Versenkung verschwunden war. Wenn du dich zwischen Plattformen entscheiden musst oder dich fragst, welche Extras Switch 2-Besitzer tatsächlich erhalten, bietet unser Switch 1 vs. Switch 2-Vergleich alle Details.








