Zwei Millionen verkaufte Einheiten. Positive Kritiken. Und ein Steam-Rating von gerade einmal 76 Prozent. Diese Diskrepanz verdeutlicht, wie die Spielerschaft aktuell über Assassin's Creed Black Flag Resynced denkt.
Das Remake startete mit einer Welle negativer User-Reviews auf Steam, wobei sich die Frustration gezielt auf einen Punkt richtete: Fast $85 an Day-One-DLCs neben einem $60-Basisspiel. Das ist eine Menge optionaler Extras, die zum Launch veröffentlicht wurden, und das ist den Spielern nicht entgangen.

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Worüber sich die Spieler tatsächlich aufregen
Die Sache ist die: Die lauteste Kritik gilt nicht etwa Kosmetika oder Schiffs-Skins. Der Zündstoff ist ein kostenpflichtiges Map-Pack, das automatisch geheime Orte in der Open World aufdeckt. Steam-User LittleFire131 brachte es auf den Punkt und argumentierte, dass das Ein- und Ausblenden von Minimap-Icons in einem Singleplayer-Game niemals Geld kosten sollte. Dieses Argument ist schwer von der Hand zu weisen. Map-Reveal-Packs sind seit Jahren ein wunder Punkt in der Gaming-Branche, und für ein solches Feature in einem $60-Remake eines 13 Jahre alten Spiels Geld zu verlangen, ist eine Entscheidung, die schlecht ankommt.
Ein anderer Reviewer richtete die Frustration gegen sich selbst: „Ich meine, ich habe es gekauft. Bin ich der Dumme, weil ich dieses Verhalten unterstütze?“ Diese Frage fängt genau die erschöpfte Resignation ein, die viele Spieler empfinden, wenn sie eine Store-Seite öffnen und mit einer Wand aus Day-One-Käufen konfrontiert werden.
Ubisoft meldet sich im Steam-Review-Bereich zu Wort
Anstatt zu schweigen, postete Ubisoft eine direkte Antwort innerhalb der Steam-Reviews. Der Publisher erkannte das Feedback an, widersprach jedoch der Darstellung.
„Wir haben euer Feedback seit dem Launch verfolgt und lesen alles“, schrieb der Repräsentant, bevor er klarstellte: „Die Standard-Edition ist das volle, komplette Erlebnis. Jede Mission, jede Insel, die komplette Story und die vollständige Welt sind enthalten, ohne dass etwas zurückgehalten wurde. Die zusätzlichen Packs sind rein optionale Extras für Spieler, die sie möchten, und niemals eine Voraussetzung, um das Spiel zu genießen oder abzuschließen.“
Es ist eine besonnene Antwort. Ubisoft entschuldigt sich zwar nicht für die DLC-Struktur, aber das Unternehmen setzt sich zumindest direkt mit der Kritik auseinander, anstatt sie zu ignorieren. Ob das die Review-Scores verändert, steht auf einem anderen Blatt.
Die technische Seite der Geschichte
Parallel zur Monetarisierungs-Debatte läuft ein technisch beeindruckender Neuaufbau. Das Spiel wurde von Grund auf mit einer verbesserten Version der Anvil engine entwickelt, und Technical Architect Nicolas Lopez merkte an, dass das Team die PS5-Hardware so stark ausgereizt hat, dass er erwartet, es werde „sehr schwierig, mehr aus diesen Plattformen herauszuholen“ für den nächsten Assassin's Creed-Haupttitel.
Die Übertragung der originalen Motion-Capture-Performances von 2013 auf moderne, hochdetaillierte Face-Meshes war besonders anspruchsvoll. Technical Director Jussi Markkanen erklärte, dass automatisiertes Retargeting nur Ergebnisse von „vielleicht 60, 70 Prozent“ Qualität lieferte, bevor umfangreiche manuelle Arbeit der Artists nötig war, um die Lücke zu schließen. Das Team entfernte zudem alle Ladebildschirme, um eine nahtlose Open World zu schaffen, während die Crowd-Dichte und der Detailgrad der Assets im Vergleich zu Assassin's Creed Shadows verdoppelt wurden.
Das ist eine beachtliche Ingenieursleistung, die im DLC-Lärm untergeht. Pro-Tipp: Wenn du das Gesamtbild der technischen Änderungen sehen willst, bietet die komplette Übersicht aller Änderungen in Black Flag Resynced Details zum überarbeiteten Kampfsystem, den verbesserten Tailing-Missionen und mehr.
Was das für Spieler bedeutet, die vor einer Kaufentscheidung stehen
Die Kernfrage ist derzeit, ob der Backlash auf Steam die tatsächliche Qualität des Spiels widerspiegelt oder einen gerechtfertigten Protest gegen die Preisstrategie darstellt. Die Antwort ist wahrscheinlich beides, was die Situation kompliziert macht. Zwei Millionen Verkäufe im Startzeitraum deuten darauf hin, dass viele Spieler ohnehin mit ihrem Geldbeutel abgestimmt haben. Das 76-prozentige positive Rating auf Steam legt nahe, dass ein signifikanter Teil der Käufer das Erlebnis durch die DLC-Struktur als getrübt empfindet.
Ubisoft hat nach dem Backlash keine Änderungen an der DLC-Preisgestaltung oder -Struktur angekündigt. Falls du noch entscheidest, welche Version du dir zulegen willst und welche Plattformen unterstützt werden, bietet der Plattform-Verfügbarkeits-Guide für Black Flag Resynced alles, was du vor dem Kauf wissen musst.




