Reddit-Nutzer RF3D19 hat diese Woche seinen neuen Steam Controller fallen gelassen und dabei mehr erlebt, als er erwartet hatte. Das $99 Gamepad, das bereits mit Dual-Touchpads, vollem Gyro-Support und TMR-Joysticks ausgestattet ist, hat anscheinend noch ein weiteres Ass im Ärmel: Lässt man es fallen, stößt es gelegentlich einen Wilhelm scream aus.
Ja, genau diesen Wilhelm scream. Der Soundeffekt, der seit 1951 durch Film und Fernsehen hallt.

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Wie es zur Entdeckung kam
Das Easter Egg tauchte diese Woche im r/SteamController-Subreddit auf, wo RF3D19 einen kurzen 2-Sekunden-Clip postete, in dem der Controller während des Falls aufheult. Die Skepsis war sofort groß. Die Hälfte der Kommentare vermutete, dass das Audio gefälscht oder die Hardware modifiziert worden sei. Doch als immer mehr Besitzer ihre eigenen Einheiten testeten, war das Urteil klar: Das Ding schreit tatsächlich, wenn man es fallen lässt.
Der Schrei selbst ist leise. Man muss den Controller aus einer Höhe fallen lassen, bei der man sich ernsthaft Sorgen um seinen Parkettboden macht, und er wird nicht jedes Mal ausgelöst. Aber wenn er ertönt, ist er unverkennbar.
Der Cooldown, um den niemand gebeten hat, den aber jeder respektiert
Hier wird es kurios: Der Wilhelm scream hat einen Cooldown-Timer. Lässt man den Controller einmal fallen, hört den Schrei und versucht es sofort erneut, bleibt es still. Reddit-Nutzer berichten, dass die Zeitspanne zwischen den Schreien etwa eine Minute oder länger beträgt. Das bedeutet entweder, dass Valve es absichtlich so programmiert hat, um es wie eine seltene Überraschung wirken zu lassen, oder dass der haptische Trigger einfach Zeit zum Resetten benötigt.
So oder so kann man einen $99 Controller nicht spam-droppen, um den Vintage-Soundeffekt in einer Endlosschleife abzuspielen. Was wahrscheinlich ein cleveres Design ist.
Haptik leistet die Schwerstarbeit
Der Steam Controller hat keinen nach vorne gerichteten Lautsprecher wie der PlayStation 5 DualSense. Wie macht er also Geräusche? Die glaubwürdigste Erklärung deutet auf die Haptic-Motoren des Controllers hin. Diese massiven Aktuatoren können schnell genug vibrieren, um bei korrekter Programmierung eine Audioausgabe zu simulieren, wodurch die Haptik im Grunde zu einem behelfsmäßigen Lautsprecher wird.
Valve hat das schon früher gemacht. Der ursprüngliche Steam Controller von 2015 nutzte denselben Haptik-als-Lautsprecher-Trick, und Modder hatten das innerhalb weniger Wochen durchschaut. Die Leute programmierten diese Haptik-Motoren so, dass sie die Star Spangled Banner spielten. Die Audioqualität war damals rau, und sie ist es heute immer noch – genau deshalb passt der Wilhelm scream so gut. Er ist lo-fi genug, um zu dem zu passen, was die Hardware realistisch leisten kann.
Valve hat nicht bestätigt, ob der Schrei komplett über die Haptik läuft oder ob das 2026er Modell irgendwo einen winzigen Lautsprecher verbirgt. Angesichts der Audioqualität, die von Besitzern beschrieben wird, die es aus erster Hand gehört haben, bleibt die Haptik die plausibelste Antwort.
Was das für Valves Hardware-Kultur bedeutet
Valve versteckt seit Jahren Witze und Referenzen in seinen Produkten. Allein die Half-Life-Reihe hat eine dokumentierte Geschichte von Easter Eggs, die Jahrzehnte zurückreicht, und die Steam-Plattform selbst hat versteckte Gags, die über ihr UI verstreut sind. Einen Wilhelm scream in das Sturzerkennungssystem eines Controllers einzubauen, ist genau die Art von subtilem, aufwendigem Witz, der zur Designphilosophie des Unternehmens passt.
Der $99 Steam Controller war beim Launch in etwa 30 Minuten ausverkauft, und Valve hat inzwischen eingeräumt, dass die Nachfrage schneller gestiegen ist als erwartet. Reseller begannen innerhalb weniger Tage damit, Einheiten auf eBay mit Aufschlag weiterzuverkaufen. Die Entdeckung des Wilhelm scream fügt der Hardware eine weitere Ebene der Konversation hinzu, während Valve gleichzeitig das breitere Steam Machine-Ökosystem ausbaut.
Für jeden, der bereits einen besitzt, ist die Methode simpel: Auf etwas Weiches fallen lassen, eine volle Minute zwischen den Versuchen warten und die Lautstärke aufdrehen. Für alle, die auf Nachschub warten: Schaut euch unsere Game-Reviews und Gaming-Guides an, während ihr auf die nächste Welle der Verfügbarkeit wartet, die laut Valve über ein Reservierungssystem ähnlich dem Rollout des Steam Deck erfolgen soll.








