Die europäische Gaming-Branche verzeichnete 2022 starke Zahlen und wuchs trotz eines schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds um 5% auf 24,5 Milliarden Dollar. Die Daten, die aus Berichten von GSD, Gametrack und EGDF-VGE stammen, zeigen einen Sektor, der seinen Umsatz steigerte, seine Spielerbasis diversifizierte und Arbeitsplätze in einem Tempo schuf, das die meisten anderen Unterhaltungskategorien übertraf.

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Marktübersicht
1. Rekordumsätze
Der europäische Gaming-Umsatz erreichte 2022 24,5 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 5% gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum erfolgte in einer Zeit, in der Inflation und Lieferkettenprobleme andere Branchen schwer trafen, was darauf hindeutet, dass Gaming heute auf eine Weise rezessionsresistent ist, wie es vor einem Jahrzehnt noch nicht der Fall war.

2. Plattform-Präferenzen
Konsolen-Gaming machte 2022 42% des Gesamtumsatzes aus, ein Anstieg gegenüber 41% im Vorjahr. Mobile Gaming erreichte mit 42% einen ähnlichen Wert, ein leichter Rückgang gegenüber 45% im Jahr 2021. Der PC-Anteil lag bei 13%, während Streaming-Dienste von 2% auf 3% zulegten.
3. Verkaufstrends
Digitale Verkäufe setzten ihren Siegeszug fort. Online-Spielkäufe machten 41.5% des Umsatzes aus, ein Anstieg gegenüber 36% im Jahr 2021. In-Game-Ausgaben bei Mobile-Titeln lagen bei 41.5%, ein Rückgang gegenüber 45%. Die Verkäufe physischer Spiele sanken von 19% auf 17% – ein Trend, der keine Anzeichen einer Umkehr zeigt.

4. Ausbau der Belegschaft
Der europäische Gaming-Sektor beschäftigte 2022 110.000 Mitarbeiter, ein Anstieg von 12% gegenüber dem Vorjahr. Frauen stellen mittlerweile 23.7% der Belegschaft dar – ein bedeutender Zuwachs, wobei die Branche in puncto Geschlechtergerechtigkeit noch Arbeit vor sich hat.

Demografie
1. Weit verbreitete Beliebtheit von Gaming
53% der Europäer spielten 2022 Videospiele, insgesamt 126,5 Millionen Menschen. Das ist mehr als die Hälfte des Kontinents, was Gaming zu einer der beliebtesten Unterhaltungsformen in der Region macht.

2. Altersgruppen
Die Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen machte 25% der europäischen Gamer aus und stellt damit die größte einzelne demografische Gruppe dar. Es folgen die 15- bis 24-Jährigen (21%), die 25- bis 34-Jährigen (19%), die 6- bis 14-Jährigen (18%) und die 35- bis 44-Jährigen (17%). Der durchschnittliche europäische Gamer ist 32 Jahre alt, was mit dem Vorurteil aufräumt, dass Gaming primär für Kinder sei.

3. Plattform-Präferenzen im Rückblick
Mobile Gaming stieg 2022 auf eine Verbreitung von 68% gegenüber 63% im Jahr 2021. Konsolen legten von 54% auf 58% zu, während PC-Gaming von 52% auf 48% leicht nachgab. Die Verschiebung hin zu Mobile entspricht globalen Trends, wenngleich der europäische Konsolenmarkt stärker bleibt als in den meisten anderen Regionen.
Fazit
Die Zahlen für 2022 zeigen eine Branche, die wächst, ihr Publikum diversifiziert und Arbeitsplätze schafft. Für Web3-Gaming sind diese Daten von Bedeutung, da sie bestätigen, dass es eine riesige, engagierte Spielerbasis gibt, die alle Altersgruppen und Plattformen umfasst. Der Anstieg bei digitalen Verkäufen korreliert mit dem Potenzial der Blockchain für echtes Asset-Ownership, und die Widerstandsfähigkeit der Branche deutet auf Raum für neue Modelle hin, die traditionelle Publisher herausfordern. Web3-Gaming hat hier eine echte Chance, wenn es Erlebnisse liefern kann, die sich in erster Linie wie Spiele und erst in zweiter Linie wie Blockchain-Experimente anfühlen.
Detailliertere Informationen finden Sie im vollständigen Bericht auf der Website von Video Games Europe.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel basiert auf den bis September 2023 verfügbaren Daten; spätere Entwicklungen in der europäischen Gaming-Branche sind in diesem Bericht nicht enthalten.
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