Wir schreiben das Jahr 2025, und irgendwie sticht Cyberpunk 2077 immer noch in einem Genre hervor, das sich ständig weiterentwickelt. Was mit einem der holprigsten Launches der jüngeren Vergangenheit begann, hat sich zu einer vollständigen Wiedergutmachungsgeschichte entwickelt, und, was noch wichtiger ist, zu einem Spiel, das besser Bestand hat als die meisten anderen. CD Projekt Red hat es nicht nur repariert – sie haben sein Potenzial ausgeschöpft.
Egal, ob man Night City zum ersten Mal betritt oder für einen weiteren Run zurückkehrt, es lässt sich nicht leugnen: Cyberpunk 2077 zieht immer noch in seinen Bann.

Warum Cyberpunk 2077 immer noch eines der besten RPGs ist
Warum Cyberpunk 2077 eines der besten RPGs ist
Im Kern versteht Cyberpunk 2077, was RPGs ausmacht. Man spielt V, einen Söldner, der versucht, in einer Stadt zu überleben, die darauf ausgelegt ist, Menschen zu zermürben. Von Anfang an gestaltet man seine Hintergrundgeschichte, optimiert seine Stats und wählt, wie man die Welt angehen möchte. Aber es geht nicht nur darum, eine Klasse zu wählen und weiterzumachen. Die Entscheidungen wirken sich auf Gespräche, Missionen und sogar darauf aus, wie die Welt einen behandelt.
Hier glänzt das Spiel. Dialogoptionen ändern sich je nach Vergangenheit. Situationen ändern sich basierend darauf, wie man Stunden zuvor etwas gehandhabt hat. Eine Mission in Phantom Liberty spielte sich bei einem zweiten Playthrough komplett anders ab – nicht wegen einer großen Story-Verzweigung, sondern wegen eines ruhigen Moments, der auf eine Weise zurückkam, die ich nicht erwartet hatte.
Es geht nicht um massive Twists oder binäre Ergebnisse. Es geht um subtile Verschiebungen, die das Gefühl vermitteln, dass das Spiel wirklich auf einen reagiert.

Warum Cyberpunk 2077 eines der besten RPGs ist
Große Momente, die in Erinnerung bleiben
Die Story in Cyberpunk 2077 geht nicht nur groß – sie geht tief. Sicher, es gibt filmische Set Pieces und hochriskante Missionen, aber das emotionale Gewicht ist das, wo es am stärksten wirkt. Man mag anfangs einem großen Coup nachjagen, aber es dauert nicht lange, bis das Spiel Themen wie Identität, Verlust und was es bedeutet, in einer Welt zu überleben, die sich nicht kümmert, aufgreift.
Und es lässt einen nicht so einfach davonkommen. Eine Mid-Game-Mission, die den Blackwall betrifft, vermischt politische Spannung, persönliche Opfer und einige wirklich beunruhigende Sci-Fi-Ideen auf eine Weise, die nur wenige Spiele versuchen, geschweige denn umsetzen. Phantom Liberty legt die Messlatte noch höher und zieht V in ein Chaos aus Spionen, Kriegsgebieten und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, während der Fokus auf der persönlichen Geschichte bleibt.
Das sind nicht nur Missionen – das sind die Art von Momenten, über die man noch lange nachdenken wird, nachdem sie vorbei sind.

Warum Cyberpunk 2077 eines der besten RPGs ist
Night City: Immer noch eine der besten Welten im Gaming
Was Open-World-Städte angeht, ist Night City immer noch eine der besten. Es sind nicht nur die Visuals, obwohl die Beleuchtung, das Wetter und das vertikale Design immer noch beeindrucken. Es ist die Atmosphäre. Jeder Bezirk hat seine eigene Vibe, von den staubigen Ecken von Heywood bis zum Luxus-und-Gewalt-Mashup, das Dogtown ist.
Und es geht nicht nur darum, was man tut – es geht darum, was man findet. Einen Straßenmusiker beobachten, der für eine kleine Menge in der Nähe eines brennenden Fasses spielt. Einen Sonnenuntergang auf einem Dach erleben, während unten Sirenen heulen. Schönheit in einer Stadt finden, die darauf ausgelegt zu sein scheint, sie zu zerquetschen.
Es sind solche Momente, die Night City real wirken lassen. Nicht nur als Setting, sondern als ein Ort, in dem man sich tatsächlich verlieren möchte.

Warum Cyberpunk 2077 eines der besten RPGs ist
Für mehrere Playstyles gebaut
Wenn man die Tage von Immersive Sims wie Deus Ex vermisst, stillt dieses Spiel diesen Wunsch auf moderne Weise. Egal, ob man sich schleichen, schießen, hacken oder seinen Weg durch Missionen bahnen möchte, Cyberpunk 2077 lässt einen den Charakter so aufbauen, dass es funktioniert.
Ein Run könnte dazu führen, dass man Quickhacks stapelt und Gegner ausschaltet, ohne überhaupt einen Raum zu betreten. Beim nächsten Mal verlangsamt man die Zeit mit einem Sandevistan und räumt Räume mit Gorilla Arms auf. Man kann ganze Missionen unbemerkt absolvieren oder lautstark mit High-Powered Tech vorgehen – und das Spiel bestraft einen in keinem Fall.
Die Systeme unterstützen sich gegenseitig. Perks, Gear, Dialog und Playstyle verschmelzen auf eine Weise, die sich natürlich anfühlt, nicht erzwungen. Es geht nicht darum, Kästchen anzukreuzen – es geht darum, einen Rhythmus zu finden, der sich wie der eigene anfühlt.

Warum Cyberpunk 2077 eines der besten RPGs ist
Ein Spiel, das sich seinen Platz verdient hat
Am beeindruckendsten ist vielleicht, wie weit Cyberpunk 2077 seit dem Launch gekommen ist. Die Ultimate Edition ist die beste Art, es 2025 zu spielen, da sie das komplette Basisspiel und Phantom Liberty bündelt. Die Performance ist auf allen Plattformen solide – sogar auf der Nintendo Switch 2 – aber die PC-Version ist immer noch dort, wo das Spiel wirklich glänzt, besonders mit einem Ultrawide-Monitor und guten Kopfhörern.
Es wird auch noch mehr kommen. CD Projekt Red hat weitere Updates angedeutet, und die langfristigen Pläne des Studios für das Cyberpunk-Universum sind noch in Bewegung.
Selbst in einer Welt, in der neue Technologien wie Web3 die Branche verändern, beweist Cyberpunk 2077, dass starke Storytelling, intelligente Systeme und eine erkundenswerte Welt ein Spiel jahrelang relevant halten können. Nicht jedes Spiel bekommt eine zweite Chance. Noch weniger machen das Beste daraus.
Aber im Jahr 2025 fühlt sich Cyberpunk 2077 immer noch wie die Zukunft an.






