Microsoft hat still und heimlich ein Quality-of-Life-Feature für Windows 11 eingeführt, das sich PC-Builder und Laptop-Nutzer schon seit Jahren wünschen: die Möglichkeit, obligatorische Updates während der Ersteinrichtung zu überspringen.
Die neue Option wurde zuerst von AriaUpdated auf X entdeckt. Sie erscheint während der Out-of-Box-Experience (OOBE) und fragt, ob man anstehende Updates sofort durchführen oder auf später verschieben möchte. Wählt man die Option zum Verschieben, gelangt man zu einem Bestätigungsbildschirm mit zwei Auswahlmöglichkeiten: Update Later oder Complete Updates Now. Das war es auch schon. Keine versteckten Einstellungen, keine Registry-Eingriffe, einfach nur ein direkter Prompt.

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Das 30-Minuten-Problem hat endlich eine Lösung
Jeder, der in den letzten Jahren einen neuen Windows-PC eingerichtet hat, kennt das Prozedere. Man schaltet das Gerät ein, durchläuft den Einrichtungs-Assistenten und stößt dann auf eine Update-Wand, die je nach Internetverbindung und Lagerdauer des Geräts zwischen 30 Minuten und weit über einer Stunde in Anspruch nehmen kann. Da Windows 11 seit dem Launch eine beachtliche Anzahl an Updates angesammelt hat, ist diese Wartezeit mit der Zeit immer länger geworden.
Das Feature wurde bereits auf aktueller Hardware bestätigt. Ein Factory Reset eines Gigabyte Aero X16 Gaming-Laptops zeigte den Update Later-Prompt während des Setups. Die Option ist auf Hardware aus dem Jahr 2025 verfügbar, was darauf hindeutet, dass sie breit ausgerollt wird und nicht auf bestimmte Gerätekonfigurationen beschränkt ist.
Teil von Microsofts größerer Strategie gegen Update-Frust
Diese Änderung steht nicht isoliert da. Pavan Davuluri, Executive Vice President of Windows + Devices bei Microsoft, skizzierte im März 2026 eine Strategie, die sich darauf konzentriert, die „Störungen durch Windows-Updates“ zu reduzieren. Anfang des Jahres verpflichtete sich Davuluri zudem, die anhaltenden Kritikpunkte der Kunden hinsichtlich Systemperformance und Zuverlässigkeit im Laufe des Jahres 2026 anzugehen.
Die Option zum Überspringen des Setups bringt Windows 11 näher an das First-Boot-Erlebnis von ChromeOS und macOS heran, die beide schon lange schnellere Wege zum einsatzbereiten Desktop bieten. Die Lücke zwischen Windows und seinen Konkurrenten war in diesem Punkt ein wiederkehrender Kritikpunkt, den Microsoft nun offenbar ernst nimmt.
Was das speziell für PC-Gamer bedeutet
Für jeden, der ein neues Rig baut oder Windows nach einem Hardware-Upgrade neu installiert, ist das eine echte Zeitersparnis. Der alte Ablauf zwang einen dazu, entweder den Update-Prozess abzuwarten oder das Gerät zu verlassen und später wiederzukommen – was besonders frustrierend war, wenn man eigentlich nur einen Benchmark laufen lassen oder direkt in ein Game einsteigen wollte.
Der Installer bietet zwar ein kleines Trostpflaster für diejenigen, die die Updates abwarten: Das Surf-Game von Microsoft Edge ist zugänglich, um sich die Zeit zu vertreiben. Aber ein eingebautes Browser-Game als Kompensation für eine 30-minütige Wartezeit war noch nie ein guter Deal.
Speedrunning bei Windows-Installationen ist seit Jahren ein Nischen-Hobby, wobei die Windows 10-Ära einige wirklich beeindruckende Zeiten hervorgebracht hat. Windows 11 hat das erschwert, daher ist jede Bewegung hin zu einem schnelleren Setup-Prozess auch für diese Community eine willkommene Nachricht.
Für weitere Informationen zu PC-Gaming-Hardware und -Software, schau dir die neuesten Gaming-News auf unserer Seite an. Microsofts Update-Änderungen sind es wert, im Auge behalten zu werden, da das Unternehmen im Laufe des restlichen Jahres weiterhin Quality-of-Life-Verbesserungen für Windows 11 ausrollt, wobei Performance- und Zuverlässigkeits-Fixes Berichten zufolge noch in der Pipeline sind.








