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Xbox-Stellenabbau: 1.600 Mitarbeiter betroffen, Blizzard weitgehend verschont

Trotz 1.600 Entlassungen bei Xbox bleibt Blizzard laut Johanna Faries weitgehend verschont. Das Unternehmen plant insgesamt 3.200 Stellenstreichungen in diesem Jahr.

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Aktualisiert Juli 7, 2026

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Während Tausende Xbox-Mitarbeiter heute erfahren, ob sie ihren Job behalten, erhielt die Belegschaft von Blizzard eine andere Art von Nachricht aus der Führungsebene. Die Präsidentin von Blizzard Entertainment, Johanna Faries, sandte eine interne E-Mail an die Mitarbeiter, in der sie die Schwere des Tages anerkannte und gleichzeitig signalisierte, dass der Personalbestand des Studios weitaus weniger stark betroffen ist als der Rest der Xbox-Organisation.

Die Stellenstreichungen bei Xbox belaufen sich diese Woche auf insgesamt etwa 1.600 Positionen, was ungefähr der Hälfte der 3.200 Entlassungen entspricht, die Xbox CEO Asha Sharma für das gesamte Geschäftsjahr bestätigt hat. Das Ausmaß für Blizzard wird, zumindest vorerst, als „vergleichsweise minimal“ beschrieben.

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Was Faries ihrem Team tatsächlich mitteilte

Die E-Mail, deren Inhalt öffentlich kursiert, lautet auszugsweise: „Während Sie in weiteren Mitteilungen mit mehr Details zu den Ereignissen des Tages und deren Bedeutung für Blizzard rechnen können, möchte ich für den Moment einfach anerkennen, dass heute ein schwieriger Tag ist, der viele Menschen auf unterschiedliche Weise betrifft.“

Faries dankte der Blizzard-Belegschaft zudem dafür, dass sie „fokussiert und kreativ agiert“ und beschrieb die aktuelle Phase als „hochdynamische Zeiten“, was eine diplomatische Umschreibung dafür ist, dass die Situation weiterhin in Bewegung bleibt. Die Nachricht schließt weitere Veränderungen für Blizzard nicht aus; sie besagt lediglich, dass weitere Details folgen werden.

Die Sache ist die: Eine derart vorsichtige, unverbindliche Ausdrucksweise einer Studio-Präsidentin bedeutet meist, dass das Gesamtbild noch nicht feststeht. Faries sagt nicht, dass Blizzard unantastbar ist. Sie sagt lediglich, dass der heutige Tag nicht der schlimmste für ihr Team war.

Warum Blizzard vorerst geschützt zu sein scheint

Die Logik hinter der relativen Sicherheit von Blizzard hängt direkt damit zusammen, warum Xbox überhaupt umstrukturiert. Sharma hat explizit erklärt, dass sich das Unternehmen übernommen hat, indem es auf Projekte setzte, die sich nicht auszahlten, während das Kerngeschäft nicht die nötige Aufmerksamkeit erhielt. Ihre Worte: „Das wichtigste Maß für Ihre Strategie ist das, wofür Sie Ihre Ressourcen einsetzen, und wir haben uns schlichtweg zu dünn aufgestellt.“

Das Portfolio von Blizzard – Diablo, StarCraft, Warcraft und das Live-Service-Schwergewicht World of Warcraft – repräsentiert genau die Art von etablierter, umsatzstarker IP, die Xbox schützen und um die es aufbauen will. Dies sind keine experimentellen Wetten. Es sind Franchises mit jahrzehntelanger Fan-Loyalität und konstantem Umsatz.

Es gibt zudem Berichte über Pläne für Cross-Media-Adaptionen von Blizzard-IP, also TV- und Filmprojekte, die diese Franchises über das Gaming hinaus erweitern könnten. Eine solche Expansion findet nicht statt, wenn man das Studio, das für das Ausgangsmaterial verantwortlich ist, zerschlägt.

wichtig
Die BlizzCon 2026 ist weiterhin wie geplant für den 12.-13. September angesetzt, was darauf hindeutet, dass die öffentliche Roadmap von Blizzard trotz der allgemeinen Turbulenzen bei Xbox intakt bleibt.

Die Studios, die weniger Glück hatten

Der Kontrast zu anderen Xbox-Studios ist krass. Vier Studios werden komplett ausgegliedert: Undead Labs, Compulsion Games, Ninja Theory und Double Fine Productions. Undead Labs und Ninja Theory werden an externe Käufer verkauft, während Compulsion Games und Double Fine als unabhängige Studios ausgegründet werden.

Arkane Studios befindet sich in einer unklareren Position. Xbox prüft derzeit „potenzielle strategische Optionen“ für das Studio – eine Formulierung, die selten mit guten Nachrichten endet. Der ursprüngliche Gründer von Arkane, Raphael Colantonio, reagierte auf Sharmas Ankündigung mit einem spitzen Scherz in den sozialen Medien und fragte, wie viel die Übernahme des Studios kosten würde. „Ich frage für einen Freund“, schrieb er.

Für Spieler, die in die Arbeit von Arkane investiert sind, ist diese Situation genau zu beobachten. Dass das Studio hinter Dishonored und Prey auf den Prüfstand gestellt wird, ist eine bedeutende Entwicklung, unabhängig davon, wie sie ausgeht.

Was das für Warcraft, Diablo und BlizzCon bedeutet

Für Spieler, die aktiv in Blizzard-Spielen unterwegs sind, sieht das kurzfristige Bild stabil aus. Das Studio wird nicht aufgelöst, verkauft oder wegrestrukturiert. Die BlizzCon findet statt. Cross-Media-Projekte befinden sich Berichten zufolge in der Pipeline. Der entscheidende Punkt ist, dass Blizzards Franchises genau die Art von IP sind, die Microsoft aggressiver monetarisieren will, nicht weniger.

Dennoch bestätigte Sharma, dass die vollen 3.200 Stellenstreichungen noch nicht vollständig umgesetzt wurden. Mit rund 1.600 gestrichenen Positionen in dieser Woche steht die zweite Welle noch bevor. Ob Blizzard auch in der nächsten Runde „vergleichsweise minimal“ betroffen bleibt, ist die eigentliche Frage.

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aktualisiert

Juli 7. 2026

veröffentlicht

Juli 7. 2026