Überblick
Nullstar: Solus wurde am 16. April 2026 für PC, Xbox, PlayStation und Nintendo Switch veröffentlicht. Du spielst den Piloten einer Konzern-Bergungsdrohne, der entsandt wird, um die Überreste eines Nullsterns zu bergen – eine dieser instabilen, nahezu unendlichen Energiequellen, die die Menschheit in ferner Zukunft entdeckte. Diese Anomalien versorgten ganze Planeten mit Energie, sind aber auch tickende Zeitbomben. Die Zivilisation, die die Megastruktur, durch die du dich kämpfst, erbaut hat, hat es nicht geschafft. Jetzt durchsuchst du ihre Knochen.
Das Setting ist mehr als nur Fassade. Die Welt, die Smash Attack Aus erschaffen hat, birgt unter der Arcade-Action eine stille Vorahnung des Schreckens, eine sterbende Megastruktur, die auf etwas Größeres unter ihrer Oberfläche hindeutet. Die IGDB-Beschreibung fasst es treffend zusammen: "Nichts ist, wie es scheint." Das ist auch schon die meiste Story, die du zu Beginn bekommst, was gut zum Fokus des Spiels auf das unmittelbare Gameplay und nicht auf Zwischensequenzen passt.
Wie fühlt sich das Gameplay tatsächlich an?
Nullstar: Solus ist ein Präzisionsplattformer, der auf Flug- und Schubdüsenmechaniken statt auf traditionelle Sprung- und Laufbewegungen setzt. Die Steuerung der Solus erfordert das Verständnis, wie Schubrichtung, Schwung und Timing auf 80 Levels voller Ruinen und Gefahren zusammenspielen. Es ist nicht fehlerverzeihend und soll es auch nicht sein.

Schlüsselmechaniken im Kern des Erlebnisses:
- Schubdüsen-basierte Flugsteuerung
- 80 präzise gestaltete Levels
- Begegnungen mit Bossen, uralten Wächtern
- Umweltgefahren in den Ruinen
- Speedrun-orientierte Zeitmessung
Die offizielle Website des Spiels betont "straffes Gameplay und Speedrunning" als primäre Designpfeiler, und das spiegelt sich in der Struktur der Levels wider. Jeder Level ist ein Rätsel der Bewegung, das dich auffordert, die schnellste Linie durch Hindernisse zu finden, anstatt sie einfach nur zu überleben.

Welt und Setting: Was von einer toten Zivilisation übrig ist
Das Setting leistet mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Du befindest dich nicht einfach in einer generischen Sci-Fi-Ruine. Die Megastruktur, die du durchquerst, beherbergte einst eine ganze Zivilisation, und die Pixel-Art-Umgebung vermittelt diese Geschichte durch ihr Design. Eingestürzte Korridore, uralte Wächter-Gegner und die unheimliche Stille eines Ortes, der einst wichtig war, tragen zu einer Atmosphäre bei, die für ein Spiel mit solch mechanischem Fokus wirklich unverwechselbar ist.

Der dystopische Sci-Fi-Rahmen, in dem Konzerne Drohnenpiloten anheuern, um tote Welten nach Energie abzugrasen, passt gut in eine Tradition, die Fans von Spielen wie Celeste oder N++ wiedererkennen werden: Die Welt existiert, um der Bewegung Bedeutung zu verleihen.

Visuelles und akustisches Design
Nullstar: Solus setzt auf Pixel-Art, die sich auf sein Sci-Fi-Ruinen-Setting konzentriert, anstatt auf Nostalgie zu setzen. Die Art Direction bevorzugt Atmosphäre über Spektakel, mit Umgebungen, die abgenutzt und funktional wirken, anstatt dekorativ. Der Release-Trailer, in dem Alanah Pearce zu sehen ist, vermittelt am besten, wie sich das Spiel in der Praxis bewegt und anhört.
Das Spiel ist nur für Einzelspieler, was gut zum Speedrunning-Fokus passt. Der Wettbewerb auf Ranglisten findet außerhalb des Spiels statt, über die Community und nicht über integrierte soziale Funktionen.
Fazit
Nullstar: Solus ist ein fokussierter, kompromissloser Präzisionsplattformer mit einer klaren Vorstellung davon, was er sein möchte. Achtzig Level mit Schubdüsen-basierter Bewegung durch die Megastruktur einer toten Zivilisation, mit Speedrunning im Kern und genug Atmosphäre, um das Setting mehr als nur als Kulisse wirken zu lassen. Smash Attack Aus hat etwas geschaffen, das Spieler anspricht, die ihre 2D-Plattformer anspruchsvoll und ihr Sci-Fi düster mögen. Wenn straffe Steuerung und schnelle Zeiten das sind, wonach du suchst, ist dieses Spiel deine Aufmerksamkeit wert.



