Overview
Cargo Hunters, entwickelt von Order Of Meta und veröffentlicht von HypeTrain Digital, ist ein Third-Person-Extraction-Shooter, der auf einer Erde spielt, die durch Superviren, welche aus schmelzendem antarktischem Eis freigesetzt wurden, ausgelöscht wurde. Die Prämisse ist düster und spezifisch: Die Reichen flohen während des „Second Exodus“-Kolonialisierungsprogramms, und nun beauftragen sie Remote-Operatoren damit, humanoide Roboter zurück an die Oberfläche zu schicken, um ihre zurückgelassenen Besitztümer zu bergen. Du bist der Operator. Der Roboter ist entbehrlich. Der Loot nicht.
Das Spiel startete am 9. März 2026 auf Steam und Android in den Early Access und bietet Spielern Zugang zu seinem Core-Extraction-Loop, während Order Of Meta das volle Spielerlebnis weiter ausbaut. Was bereits vorhanden ist, ist mechanisch tiefgründiger, als die Prämisse vermuten lässt.
Gameplay und Mechaniken
Der Extraction-Loop in Cargo Hunters verfolgt mehrere Variablen, die die meisten Shooter komplett ignorieren:
- Die Traglast begrenzt, wie viel Loot du physisch mitnehmen kannst
- Das Gewicht beeinflusst die Bewegungsgeschwindigkeit und die Geräuschentwicklung
- Der Zustand von Gegenständen verschlechtert sich mit der Zeit und durch Benutzung
- Munitionstypen und Waffenmodifikationen verändern die Ballistik spürbar
- Jeder Run endet entweder mit einer sauberen Extraction oder dem Totalverlust

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Zu sterben bedeutet, alles zu verlieren, was du mit ins Feld genommen hast. Diese Spannung prägt jede Entscheidung. Wagst du dich tiefer in ein umkämpftes Gebiet für besseren Loot, oder extrahierst du frühzeitig mit dem, was du hast? Der Roboterkörper fügt eine Ebene der Distanz hinzu, die den Permadeath-ähnlichen Verlust anders anfühlen lässt als in Spielen wie Escape from Tarkov. Du verlierst keinen Charakter. Du verlierst eine Maschine, in deren Ausrüstung du Zeit investiert hast – was irgendwie genauso schmerzt.
Was unterscheidet Cargo Hunters von anderen Extraction-Shootern?
Die meisten Extraction-Games bringen einen menschlichen Operator in Gefahr. Cargo Hunters dreht den Spieß um. Der Roboterkörper, den du steuerst, ist austauschbar und modular. Du kannst Gliedmaßen tauschen, Teile von gefallenen Gegnern ernten, menschliche Kleidung und Rüstung über deinem Chassis tragen und Komponenten recyceln, die du nicht brauchst. Das Dismemberment- und Harvesting-System verleiht dem Scavenging-Loop eine haptische Qualität, die über das einfache Aufsammeln von Items hinausgeht. Gegner werden ebenso zu Ressourcen-Knotenpunkten wie zu Bedrohungen.

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Der Outpost dient als zentraler Hub zwischen den Runs. Dort kannst du dein Versteck ausbauen und verbessern, Ausrüstung craften und mit einem spielergesteuerten Markt interagieren, um Items zu kaufen und zu verkaufen. Diese Economy-Ebene verleiht allem, was du extrahierst, einen Wert – nicht nur den High-Tier-Funden.
Welt und Setting
Das Environmental Storytelling in Cargo Hunters verdient sich seine Trostlosigkeit. Eine tote Erde, die vom Verfall zurückerobert wurde, ohne menschliche Überlebende, denen man begegnen könnte, ordnet das Spiel in eine spezifische atmosphärische Kategorie ein. Es gibt kein Fraktions-Drama oder NPC-Dialoge, auf die man sich verlassen könnte. Die Welt kommuniziert durch ihre Ruinen, und die Roboter-Perspektive verstärkt das Gefühl, dass du eine Maschine bist, die an einem Ort operiert, der keine Verwendung mehr für lebende Dinge hat.
Der „Second Exodus“-Lore-Strang, mit seinen geschwärzten Zielorten und klassifizierten Kolonialisierungsdetails, gibt dem Setting genau genug Geheimnis, um Neugier zu belohnen, ohne zu viel zu erklären. Die wohlhabenden Eliten, die für die Bergung ihrer Erinnerungsstücke bezahlen, bekommt man nie zu Gesicht. Sie sind nur eine Stimme am anderen Ende eines Vertrags.

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Waffen und Kampf-Tiefe
Schusswaffen in Cargo Hunters besitzen individuelle ballistische Profile, Zustandsbewertungen und Modifikations-Slots. Stumpfe Nahkampfwaffen existieren als leisere Alternativen, wenn Lärmmanagement wichtiger ist als Feuerkraft. Die Vielfalt ist nicht nur kosmetisch. Verschiedene Munitionstypen interagieren unterschiedlich mit Gegnertypen und Rüstungen, was Loadout-Entscheidungen vor jedem Run sinnvoll statt zur Gewohnheit macht. Der Kampf belohnt Vorbereitung und bestraft Improvisation, was hervorragend zum Extraction-Format passt.

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