Überblick
Cat Quest II ist ein 2D Open-World Action-RPG, entwickelt von The Gentlebros und veröffentlicht von Flyhigh Works, erschienen am 19. September 2019. Das Spiel entführt dich in die verfeindeten Königreiche Felingard und das Lupus Empire und folgt zwei widerwilligen Königen – einer Katze und einem Hund –, die durch die Umstände gezwungen werden, gemeinsam ihre jeweiligen Throne zurückzuerobern. Der Ton ist leichtfüßig, die Wortwitze sind gnadenlos und das Gameplay ist in fast jeder Hinsicht knackiger als beim Vorgänger.
Die Weltkarte ist weitläufig und einladend, gespickt mit Dungeons, Side Quests und umherstreifenden Gegnern, die mit deinem Fortschritt skalieren. Exploration fühlt sich lohnenswert an, da es abseits der Hauptpfade fast immer etwas Neues zu entdecken gibt – sei es eine versteckte Truhe, ein skurriler NPC mit einer Fetch Quest oder ein Dungeon mit einem Kniff, den du so noch nicht gesehen hast. Das Sequel fügt sinnvolle mechanische Tiefe hinzu, ohne das zu verkomplizieren, was das erste Spiel so großartig gemacht hat.
Gameplay und Mechaniken
Cat Quest II baut sein Kampfsystem auf Echtzeit-Ausweichen, Zaubersprüchen und Waffenangriffen auf. Gegner kündigen ihre Angriffe visuell an, sodass das Vermeiden von Schaden eher eine Frage des Lesens von Mustern ist, anstatt willkürliche Timings auswendig zu lernen. Das Spiel führt eine Charakter-Switch-Mechanik ein, mit der du mitten im Kampf zwischen der Katze und dem Hund wechseln kannst, wobei jeder über sein eigenes Equipment und Zauber-Loadout verfügt.

Die wichtigsten Features auf einen Blick:
- Lokaler Koop für zwei Spieler
- Charakter-Wechsel im Solo-Play
- Schwerter, Stäbe und Fernkampfwaffen
- Kombination passiver Fähigkeiten über Gear-Slots
- Dungeons mit Fallen und Umgebungsgefahren
Passive Fähigkeiten, die an Ausrüstung gebunden sind, können zwischen beiden Charakteren kombiniert werden. Das gibt dir einen echten Anreiz, mit Builds zu experimentieren, anstatt einfach nur das auszurüsten, was den höchsten Stat-Wert hat. Der Progressions-Loop bleibt während der etwa sechs bis acht Stunden langen Hauptstory durchgehend motivierend.

Eignet sich Cat Quest II für Koop-Play?
Lokaler Koop ist einer der stärksten Gründe, sich dieses Spiel zuzulegen. Der zweite Spieler übernimmt die Kontrolle über den Hundekönig, und beide Charaktere agieren unabhängig voneinander auf dem Bildschirm. Spell-Cooldowns, Dodge-Timing und Gear-Management gelten für jeden Charakter separat, sodass der Koop-Modus nicht nur ein passives Mitläufer-Erlebnis ist. Wenn zwei Spieler ihre Zauber koordinieren und Ziele wechseln, werden Kämpfe, die im Solo-Play routiniert wirken, zu einer spürbar chaotischeren und spaßigeren Angelegenheit.

Das Koop-Design funktioniert besonders gut auf der Nintendo Switch, wo ein einzelnes Paar Joy-Cons für beide Spieler ausreicht, ohne dass ein zusätzliches Setup erforderlich ist.
Welt und Setting
Felingard ist eine kompakte, aber dicht gepackte Fantasy-Welt, und Cat Quest II erweitert diese durch die hundebewohnten Gebiete des Lupus Empire. Die Overworld-Map hat einen klassischen Top-Down-RPG-Look mit klarer visueller Abwechslung zwischen den Regionen. Dungeons sind kurz genug, um sie in wenigen Minuten zu clearen, führen aber konsequent neue Fallen und Layouts ein, die verhindern, dass sie sich repetitiv anfühlen.

Die Side Quests sind es wert, gespielt zu werden. Die meisten umfassen drei bis fünf Schritte und erweitern die Lore auf eine Weise, für die in der Hauptstory nicht immer Zeit bleibt. Die Texte setzen stark auf Katzen- und Hundewortwitze, was je nach Toleranzgrenze entweder charmant oder nervig wirkt – aber die zugrunde liegende Geschichte über zwei sture Herrscher, die lernen müssen zusammenzuarbeiten, hat mehr Herz, als das Setting vermuten lässt.
Content und Wiederspielwert
Cat Quest II läuft auf den meisten gängigen Plattformen, darunter PlayStation, Xbox, Nintendo Switch, PC via Steam und Epic Games Store, Android, iOS und macOS. Die breite Plattform-Unterstützung bedeutet, dass es in vielerlei Hinsicht wirklich portabel ist. Neue Waffenkategorien, die im Sequel hinzugefügt wurden – darunter Stäbe und Fernkampfoptionen neben den ursprünglichen Schwertern – geben verschiedenen Spielstilen Raum zur Entfaltung. Ein zweiter Durchgang mit einem anderen Build-Fokus oder einem neuen Koop-Partner lohnt sich, da das Kampfsystem genug spielerische Tiefe bietet, um sich bei jedem Run anders anzufühlen.








