Overview
Divinity: Original Sin schlüpft ihr in die Rolle zweier Source Hunters, Agenten, die damit beauftragt sind, eine gefährliche Magie namens Source aufzuspüren. Was als routinemäßige Mordermittlung in der Stadt Cyseal beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Verschwörung, die die Grundfesten der Zeit selbst erschüttert. Die Welt ist von Anfang an komplett frei erkundbar, und das Spiel verrät euch nur selten, wo ihr als Nächstes hinmüsst oder was zu tun ist.
Larian hat das Spiel auf dem Prinzip systemischer Freiheit aufgebaut. Mit fast jedem Objekt in der Welt kann interagiert, es kann bewegt oder als Waffe eingesetzt werden. Kombiniert Feuer- und Öl-Fässer und ihr habt ein Inferno. Friert eine Wasserfläche ein und Gegner rutschen ineinander. Die Umgebung ist nicht nur Kulisse, sondern ein aktiver Teilnehmer in jedem Kampf und Rätsel.

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Die Story entfaltet sich durch Dialogbäume, die echtes Gewicht haben. Begleiter haben ihre eigene Meinung, und wenn sich zwei Spieler im Koop bei einer Entscheidung uneinig sind, löst das Spiel den Konflikt über ein Schere-Stein-Papier-Minigame. Es ist eine kleine Mechanik, die aber genau einfängt, was für ein Spiel dies ist: Eines, das seine Systeme ernst nimmt, ohne dabei den Spaß zu vergessen.
Gameplay und Mechaniken
Die Kämpfe in Divinity: Original Sin sind rundenbasiert und basieren auf Positionierung, Elementar-Interaktionen und dem Management von Action Points. Zu den wichtigsten Mechaniken gehören:

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- Elementar-Oberflächenkombinationen (Feuer, Wasser, Öl, Elektrizität)
- Action-Point-System, das Bewegung und Fähigkeiten steuert
- Status-Effekte, die sich über mehrere Gegner hinweg verketten
- Geländemanipulation durch Zauber und Items
- Stealth- und Backstab-Mechaniken für Rogues
Der Aufbau einer Party erfordert echtes Nachdenken. Charaktere steigen durch ein klassenloses System im Level auf, bei dem jede Fähigkeit von jedem Charakter erlernt werden kann, was bedeutet, dass Builds auf interessante Weise angepasst oder spezialisiert werden können. Das Spiel hält sich nicht zurück, wenn es unvorbereitete Partys bestraft, besonders in den ersten Stunden rund um Cyseal.

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Ist Koop die beste Art zu spielen?
Ja, und zwar mit großem Abstand. Divinity: Original Sin unterstützt sowohl Online- als auch lokalen Split-Screen-Koop für 2 Spieler, wobei jeder Spieler einen der beiden Haupt-Source Hunters steuert. Das Koop-Design ist kein aufgesetztes Feature. Das Uneinigkeits-System, das geteilte Inventar-Management und die Art und Weise, wie sich Quests auf beide Charaktere verteilen, deuten darauf hin, dass Larian dieses Erlebnis von Anfang an mit einem Partner im Sinn entworfen hat. Solo-Play ist ebenfalls stark, aber der Koop fügt eine Ebene von Chaos und Verhandlung hinzu, die das Spiel wirklich unvergesslich macht.
Welt und Setting
Cyseal ist eine Küstenstadt, die von Untoten belagert wird und als zentraler Hub für einen Großteil der Spielzeit dient. Die Welt greift klassische Fantasy-Tropes auf, wendet sie aber mit genug Spezifität an, um sich lebendig anzufühlen. Händler haben Zeitpläne, NPCs reagieren auf Spieleraktionen, und die Lore des Divinity-Universums ist tiefgründig für alle, die bereit sind, Item-Beschreibungen zu lesen und in die Environmental Storytelling einzutauchen.
Die Prämisse der Source Hunters verleiht der Erzählung eine moralische Komponente. Source-Magie ist gefürchtet und geächtet, aber das Spiel zwingt die Spieler regelmäßig dazu, zu hinterfragen, ob diese Angst gerechtfertigt ist. Diese Fragen haben nicht immer einfache Antworten, was Teil dessen ist, was dieses Spiel 2014 herausstechen ließ und ihm bis heute seine Relevanz bewahrt.

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Einfluss und Vermächtnis
Divinity: Original Sin erhielt 2014 von zahlreichen Outlets die Auszeichnung "PC Game of the Year" und erzielte in großen Publikationen Wertungen von 9/10 oder höher. Mehr noch, es etablierte direkt die Designsprache, die Larian in Divinity: Original Sin 2 und schließlich Baldur's Gate 3 fortführte. Die systemischen Kämpfe, die Koop-Struktur und der Fokus auf Spieler-Entscheidungsfreiheit gegenüber geskripteten Sequenzen lassen sich alle auf das zurückführen, was dieses Spiel als möglich bewiesen hat. Die Classic-Version auf Steam ist die ursprüngliche Veröffentlichung von 2014, unterscheidet sich von der Enhanced Edition, die 2015 folgte, und bleibt die reinste Form dieser ursprünglichen Vision.








