Überblick
DmC: Devil May Cry ist die Zusammenarbeit von Capcom mit dem in Cambridge ansässigen Studio Ninja Theory aus dem Jahr 2013. Damit legten sie den fünften Teil der Reihe in die Hände eines Teams, das zuvor für Heavenly Sword und Enslaved: Odyssey to the West bekannt war. Das Ergebnis ist eine komplette Neuinterpretation von Dantes Origin-Story, befreit vom Camp-Faktor und neu aufgebaut mit einer düsteren, westlicheren Sensibilität. Dante ist nicht mehr der arrogante Veteran im roten Mantel, sondern ein junger, zielloser Dämonenjäger, der noch nicht einmal versteht, was er ist – geschweige denn, wozu er fähig ist.
Die Story stellt Dante gegen Mundus, einen Dämonenkönig, der sich durch ein Medienimperium, eine schuldenkontrollierende Bank und ein Propaganda-Nachrichtennetzwerk tief in das Gefüge der modernen Gesellschaft eingebettet hat. Dantes entfremdeter Zwillingsbruder Vergil leitet The Order, eine Untergrund-Widerstandsgruppe, die daran arbeitet, den Griff von Mundus auf die Menschheit zu entlarven. Die Erzählung hat eine scharfe, satirische Note, die sie von allem anderen in der Serie abhebt, auch wenn der Ton gelegentlich in eine gewisse Schwerfälligkeit abdriftet.
Gameplay und Mechaniken
Der Core-Combat-Loop in DmC sollte jedem bekannt vorkommen, der schon einmal ein Devil May Cry-Spiel gespielt hat. Dante verknüpft Schwertschläge, Aerial Launcher und Schusswaffen zu Kombos, um einen Style-Meter aufzubauen, der ihn von Dirty bis SSS bewertet. Neu ist das Engel- und Dämonen-Waffensystem, das Dantes Arsenal in zwei Kategorien unterteilt, für die man während der Kombo unterschiedliche Schultertasten gedrückt halten muss.

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Zu den wichtigsten Waffen gehören:
- Rebellion: Dantes Standard-Schwert, ausbalanciert für Kombos und Aerial Juggles
- Arbiter: eine dämonische Axt, die darauf ausgelegt ist, Schilde zu brechen und rohen Schaden auszuteilen
- Osiris: eine engelsgleiche Sense, optimiert für Crowd Control
- Eryx: dämonische Handschuhe, die in der Lage sind, schwere Angriffe zu parieren
- Ebony & Ivory: Pistolen, die genutzt werden, um Kombos aufrechtzuerhalten und Gegner in der Luft zu halten
Das Wechseln zwischen den Waffentypen mitten in der Kombo macht das System so interessant. Die Einteilung in Engel und Dämon erstreckt sich auch auf die Bewegungsfähigkeiten und gibt Dante Werkzeuge an die Hand, um sich zu Gegnern heranzuziehen oder Gegner zu sich zu ziehen. Das eröffnet kreative Kampfansätze, mit denen die älteren Spiele nicht ganz mithalten konnten.

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Welt und Setting: Was ist Limbo?
Limbo ist eine parallele Dämonendimension, die in die reale Welt übergeht, und fungiert als DmCs visuell markantestes Element. Wenn Dante in das Limbo gezogen wird, verformt und fragmentiert sich die Umgebung in Echtzeit um ihn herum. Gebäude brechen auseinander, Plattformen stürzen ein und formen sich neu, und die Welt versucht aktiv, ihn zu töten, indem sie sich mitten im Kampf verändert.
Dieses reaktive Umgebungsdesign dient sowohl dem Kampf als auch der Fortbewegung. Bestimmte Sequenzen erfordern von Dante, dass er mit hoher Geschwindigkeit durch einstürzende Architektur navigiert, während Gegner angreifen. Das erzeugt ein Gefühl von Chaos, das die Serie durch reines Set-Design selten erreicht hat. Limbo hat zudem einen visuellen Stil, der wirklich verstörend ist – voller korrumpierter Neonlichter und fraktaler Geometrie, die aussieht wie eine Stadt, die einen Nervenzusammenbruch erleidet.

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Einfluss und Vermächtnis
DmC startete mit einer Welle von Fan-Kontroversen, die sich inzwischen deutlich gelegt haben. Der neu gestaltete Dante sorgte sofort für Gegenwind, noch bevor das Spiel überhaupt veröffentlicht wurde, aber das fertige Produkt schnitt bei Kritikern gut ab und hält plattformübergreifend einen Metacritic-Score im mittleren 80er-Bereich. Im Laufe der Zeit hat das Spiel ein aufgeschlosseneres Publikum gefunden, das es als eigenständiges Actionspiel schätzt, anstatt es an Devil May Cry 3 oder 5 zu messen.
Die Handschrift von Ninja Theory ist überall sichtbar, besonders beim Performance-Capture und der filmischen Inszenierung der Boss-Kämpfe. Die Definitive Edition, die 2015 erschien, fügte höhere Bildraten auf Konsolen hinzu, balancierte das Kampfsystem neu aus und enthielt alle zuvor veröffentlichten DLCs. Für Spieler, die sich für stylische Hack-and-Slash-Spiele mit einem starken narrativen Rückgrat interessieren, bleibt DmC einer der markantesten Einträge, die das Genre in den 2010er Jahren hervorgebracht hat.

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