Überblick
In Fran Bow übernehmen die Spieler die Kontrolle über das junge Mädchen Fran, das Zeuge des grausamen Todes ihrer Eltern wird und schließlich im Oswald Asylum landet – einer psychiatrischen Anstalt für Kinder, die so beklemmend ist, wie sie klingt. Ihre Mission ist theoretisch simpel: aus der Anstalt entkommen, ihren schwarzen Kater Mr. Midnight finden und zurück zu ihrer Tante Grace gelangen. Der Weg dorthin ist jedoch alles andere als einfach.
Killmonday Games HB veröffentlichte Fran Bow im August 2015, und das Spiel hat seitdem seinen Weg auf so gut wie jede große Plattform gefunden, von PC und Mobile bis hin zu PlayStation, Xbox und Nintendo Switch. Das Core-Gameplay ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure: Umgebungen untersuchen, Items sammeln, Rätsel lösen und eine Story zusammensetzen, die mit jedem Fortschritt immer düsterere Ebenen offenbart.

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Gameplay und Mechaniken
Die entscheidende Mechanik von Fran Bow ist das Dual-Reality-System, das auf Duotine basiert, einem Medikament, das Fran in der Anstalt einnimmt. Der Wechsel zwischen der normalen Welt und der medikamentös induzierten Albtraum-Version derselben Umgebung ist zentral für das Lösen der Rätsel im gesamten Spiel. Was in der einen Realität wie eine verschlossene Tür aussieht, könnte in der anderen etwas völlig anderes offenbaren.

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Die wichtigsten Mechaniken auf einen Blick:
- Dual-Reality-Rätsel lösen mittels Duotine
- Inventar-basierte Item-Kombinationen
- Umgebungserkundung über fünf Kapitel hinweg
- Dialogentscheidungen, die Frans Charakter Tiefe verleihen
- Handgezeichnete, interaktive Cutscenes
Die Rätsel sind durchweg eng mit der Narrative verknüpft, was in Adventure-Spielen seltener vorkommt, als es sollte. Sie zu lösen fühlt sich eher so an, als würde man die Story enthüllen, anstatt nur Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

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Welt und Setting
Die Welt von Fran Bow erstreckt sich über mehrere unterschiedliche Umgebungen in fünf Kapiteln, die von den düsteren Korridoren des Oswald Asylum bis hin zu seltsameren, surrealeren Gebieten führen, während die Story voranschreitet. Ortsnamen wie das Twins Cottage, Itward's Ship und das Reich der Queen deuten darauf hin, wie weit sich das Spiel vom bodenständigen Horror entfernt und sich in Richtung eines düsteren Märchens bewegt. Die tonale Bandbreite ist beeindruckend und wechselt zwischen klinischem Grauen und fiebertraumartiger Fantasy, ohne dabei den roten Faden zu verlieren.
Der handgezeichnete Artstyle trägt hier enorm viel zur Atmosphäre bei. Jede Umgebung ist detailreich gestaltet, und der Kontrast zwischen der „normalen“ Welt und ihrem Duotine-Pendant gibt den Künstlern den nötigen Spielraum, um das visuelle Design in wahrhaft verstörende Gefilde zu treiben. Die Bilder bleiben einem noch lange nach dem Abspann im Gedächtnis.
Hält Fran Bow als Psychological-Horror-Erfahrung stand?
Absolut. Das Spiel geht mit dem Thema psychische Erkrankungen sensibler um als die meisten anderen Horrortitel und nutzt Frans Zustand eher als erzählerische Linse denn als billigen Schockeffekt. Der Horror entsteht durch Kontext und Andeutungen ebenso sehr wie durch das, was direkt auf dem Bildschirm zu sehen ist. Spieler, die selbst Erfahrungen mit Trauer oder psychiatrischen Einrichtungen gemacht haben, werden feststellen, dass bestimmte Momente härter treffen als erwartet.

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Die Bewertung von 4.8 von 5 Sternen im PlayStation Store bei 802 Bewertungen spiegelt wider, wie sehr das Spiel die Spieler, die es entdeckt haben, in seinen Bann gezogen hat. Die Resonanz über alle Plattformen hinweg ist durchweg stark, insbesondere bei Fans von storygetriebenen Adventure-Spielen, die möchten, dass ihre Rätselmechaniken mehr bedeuten als nur das Abhaken von Aufgaben. Fran Bow besetzt eine ganz eigene Nische im Genre der Psychological-Horror-Adventures und bleibt innerhalb dieser Nische eines der bewegendsten Spiele, die Killmonday Games HB je produziert hat.



