Überblick
Gris ist ein 2D-Platformer, der von Nomada Studio entwickelt und von Devolver Digital veröffentlicht wurde und im Dezember 2018 erschien. Das Spiel begleitet eine junge Frau namens Gris auf ihrem Weg durch eine von Trauer zerrissene Welt, in der sie neue Fähigkeiten erlernt, die ihre Umgebung physisch verändern. Es gibt keinen Kampf, keinen Game-Over-Screen und keinen Fail-State. Das gesamte Erlebnis basiert auf Erkundung, leichten Rätseln und der schrittweisen Rückkehr der Farbe in eine Welt, der diese entzogen wurde.
Was Gris sofort aus der Masse hervorhebt, ist der Verzicht auf Erklärungen. Es gibt keine Tutorial-Texte außer simplen Steuerungssymbolen, keine gesprochenen Dialoge und keine schriftlichen Story-Abschnitte. Die Narrative wird komplett durch Animationen, Umgebungsdesign und einen von Berlinist komponierten Soundtrack vermittelt, der von dezentem Klavierspiel zu vollen orchestralen Klängen anschwillt, während sich die Welt öffnet. Es ist ein Spiel, das darauf vertraut, dass die Spieler ihren eigenen Weg durch das Gefühl finden.

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Gameplay und Mechaniken
Gris hält seinen Core-Loop bewusst sanft. Die Spieler führen Gris durch Side-Scrolling-Umgebungen, springen über Plattformen, lösen Umgebungsrätsel und sammeln sternförmige Lichtpartikel, die neue Areale freischalten. Das Platforming erfordert niemals präzises Timing und bestraft Fehler nicht. Was es jedoch erfordert, ist Aufmerksamkeit.

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Zu den wichtigsten Mechaniken gehören:
- Stein-Form, um durch Böden zu brechen und Wind zu trotzen
- Doppelsprung, der durch den Story-Fortschritt freigeschaltet wird
- Schwimmen, um überflutete Bereiche zu durchqueren
- Eine Umhang-Fähigkeit, die Gris in ein Projektil verwandelt
- Singen, um Objekte in der Umgebung zu aktivieren
Jede Fähigkeit verändert die Art und Weise, wie du die Welt wahrnimmst. Level, die wie Sackgassen wirkten, öffnen sich plötzlich. Pfade, die nur dekorativ aussahen, werden begehbar. Das Puzzle-Design ist nie obskur, belohnt aber die Neugier.

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Visuelles und Audio-Design
Der handgemalte Artstyle, erschaffen von Künstler Conrad Roset, ist das markanteste Merkmal von Gris. Aquarell-Waschungen, mit Tinte gezeichnete Architektur und flüssige Charakter-Animationen verleihen dem Spiel einen Look, der irgendwo zwischen einem Bilderbuch und einem abendfüllenden Animationsfilm angesiedelt ist. Jedes Kapitel führt eine neue Farbpalette ein, während Gris emotional heilt – von Grau und Weiß hin zu tiefen Blautönen und schließlich warmen Goldtönen.
Der Soundtrack von Berlinist ist untrennbar mit dem visuellen Erlebnis verbunden. Die Musik reagiert auf das Geschehen auf dem Bildschirm, ohne dabei aufdringlich zu wirken; sie baut sich organisch auf und zieht sich zurück, anstatt programmiert zu wirken. Einige Sequenzen koppeln die Bewegung direkt an den Soundtrack, wodurch sich Gris kurzzeitig wie ein Rhythmusspiel anfühlt, bevor es wieder in reines Platforming übergeht.
Wirkung und Vermächtnis
Gris hält auf großen Review-Aggregatoren einen Score von über 80 und gewann 2018 sowie 2019 mehrere Auszeichnungen für Art Direction und Audio. Es reiht sich nahtlos neben Spiele wie Journey und Flower ein und dient als Paradebeispiel für das Argument, dass Spiele als emotionale Kunst funktionieren können, ohne dabei die Interaktivität zu opfern. Die Bewertung im PlayStation Store liegt bei 4,62 von 5 bei über 11.000 Bewertungen, was darauf hindeutet, dass das Spiel auch lange nach seinem Launch-Fenster immer wieder neue Spieler findet.

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Das Spiel läuft auf PC, Mac, Nintendo Switch, PlayStation, Xbox, iOS und Android und ist damit einer der zugänglichsten Titel im Genre der atmosphärischen Platformer. Ein einzelner Durchgang dauert etwa 3 bis 5 Stunden, je nachdem, wie gründlich man erkundet, ergänzt durch optionale Collectibles und eine Handvoll skillbasierter versteckter Sequenzen für Spieler, die mehr wollen. Es ist ein kurzes Spiel, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.







