Overview
In Luigi's Mansion 3 verschlägt es Luigi in das The Last Resort, ein prachtvolles Hotel, das sich in einen Albtraum verwandelt, sobald King Boo seine Falle zuschnappen lässt. Mario, Princess Peach und eine Gruppe Toads landen gefangen in Gemälden, und die geisterhafte Hotelbesitzerin Hellen Gravely zieht aus der obersten Etage die Fäden. Das Setting ist klassisch Nintendo: oberflächlich simpel, aber überraschend vielschichtig, sobald man mit dem Aufstieg beginnt.
Das von Next Level Games entwickelte und von Nintendo veröffentlichte Spiel erschien am 31. Oktober 2019 und zählt nach wie vor zu den stärksten Titeln in der Switch-Bibliothek. Jede Etage des Hotels funktioniert wie eine in sich geschlossene Puzzle-Box mit einem eigenen Thema, einem Boss-Geist, der einen gestohlenen Aufzugknopf hortet, und einer Handvoll Umgebungsgeheimnisse, die es zu entdecken gilt. Der Spielfortschritt ist zwar limitiert, fühlt sich aber nie willkürlich an.

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Gameplay und Mechaniken
Der Schreckweg G-00 ist das Herzstück von Luigis gesamter Ausrüstung. Er saugt Geister ein, verschießt Saugnäpfe, um die Umgebung zu zerlegen, stößt Luftstöße aus, um Gegner ins Taumeln zu bringen, und erzeugt eine Slam-Attacke, mit der gefangene Geister für Crowd-Control gegeneinander geschleudert werden. Die Steuerung fühlt sich so physisch an, dass das Geisterfangen wirklich befriedigend wirkt und nicht nur wie eine bloße Aneinanderreihung von Button-Inputs.

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Die wichtigsten Mechaniken auf einen Blick:
- Saugen und Slam für den Geisterkampf
- Saugnapf-Schuss zur Zerstörung von Hindernissen
- Stroboblitz zum Betäuben der Geister vor dem Fang
- Düsterlampe zum Enthüllen versteckter Objekte und Geister
- Fluigi für Rätsel, die zwei gleichzeitige Inputs erfordern
Fluigi, ein ektoplasmatisches Duplikat von Luigi, das aus dem Schreckweg beschworen wird, ist die cleverste Neuerung des Spiels. Er kann durch Gitter und Stacheln schlüpfen, die Luigi aufhalten würden, was Puzzle-Designs ermöglicht, die ein einzelner Charakter niemals bewältigen könnte. Ein zweiter Spieler kann Fluigi im lokalen Koop steuern, wodurch das gesamte Spiel als Zwei-Personen-Erlebnis spielbar ist.

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Welt und Setting
The Last Resort ist eine der besten Spielumgebungen, die Nintendo seit Jahren erschaffen hat. Jede Etage hat eine eigene Identität: ein mittelalterliches Schloss-Level, ein Filmstudio, ein Gewächshaus, eine Etage im Piraten-Look, ein Pool auf dem Dach. Das Theming wirkt nie zufällig, da jede Umgebung die Puzzle-Logik für den Boss-Kampf der jeweiligen Etage bestimmt. Einen Boss zu besiegen bedeutet, einen gestohlenen Aufzugknopf zurückzuholen und die nächste Etage freizuschalten, was das Pacing straff hält, ohne sich repetitiv anzufühlen.
Die Art-Déco-Struktur des Hotels verleiht dem Spiel eine konsistente visuelle Identität, auch wenn die Etagen thematisch stark voneinander abweichen. Die Beleuchtung spielt eine große Rolle für die Atmosphäre. Dunkle Korridore, flackernde Wandleuchter und das grüne Leuchten geisterhafter Aktivitäten machen The Last Resort trotz des familienfreundlichen Tons des Spiels unheimlich atmosphärisch.
Lohnt sich Luigi's Mansion 3 für Multiplayer?
Ja, und zwar mehr, als die meisten erwarten würden. Der lokale Koop mit Fluigi ist direkt in die Hauptkampagne integriert, sodass ein zweiter Spieler jederzeit einsteigen kann, anstatt auf einen separaten Modus beschränkt zu sein. Das Spiel enthält außerdem den Wirrwarrturm, einen separaten Koop-Modus für bis zu acht Spieler online oder lokal, in dem Teams durch zufällig generierte Etagen rasen, um Geister zu fangen und Ziele unter Zeitdruck zu erfüllen. Der Polarpark bietet kompetitive Minigames für bis zu acht lokale Spieler. Keiner der Modi ersetzt die Kampagne, aber beide verlängern die Lebensdauer des Spiels deutlich über den Singleplayer-Run hinaus.

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Visuals und Audio-Design
Next Level Games hat technisch etwas Beeindruckendes für die Switch abgeliefert. Die Charakteranimationen sind so ausdrucksstark, dass sie das Storytelling auch ohne Dialoge tragen: Luigis nervöses Schlurfen, seine sichtbare Zurückhaltung bei jeder neuen Etage, die Art, wie seine Augen hin und her huschen, bevor er sich in einen Kampf stürzt. Die Geister-Designs reichen von albern bis hin zu wirklich kreativ, und besonders die Boss-Kämpfe zeigen, wie viel Persönlichkeit das Art-Team in einen einzigen Charakter stecken kann.
Der Soundtrack lehnt sich an die Tradition der Spukhaus-Filme an, mit orchestralen Arrangements, deren Ton je nach Etage wechselt. Das Sound-Design des Schreckwegs, das Knurren eines gefangenen Geistes, das Klappern eines Raums, der gerade leergesaugt wird – all das unterstreicht die haptische Qualität des Gameplays. Dass Luigi nervös vor sich hin summt, ist ein kleines Detail, das seinen Charme nie verliert.








