Überblick
Mama's Sleeping Angels wirft bis zu 4 Spieler in das Unterbewusstsein einer ewig hungrigen Göttin namens Mama. Ein Pyjamaparty läuft aus dem Ruder, und plötzlich seid ihr in ihrer Traumwelt gefangen, wo ihr verfluchte Objekte sammeln müsst, um ihren Hunger zu stillen. Kehrt mit genügend Opfergaben zurück und ihr entkommt. Kommt mit leeren Händen zurück, und Mama frisst euch stattdessen. Entwickler itamu hält die Einsätze brutal einfach.
Das Spiel läuft in einer Schleife, die jedem, der Lethal Company oder ähnliche Koop-Survival-Horrorspiele gespielt hat, sofort vertraut vorkommt. Aber die Traumwelt-Kulisse und die maskenbasierte Progression verleihen ihm eine eigene Identität. Sechs prozedural generierte Traumwelttypen bedeuten, dass kein Run dem anderen gleicht, und die gefundenen Masken verändern permanent die Fähigkeiten eures Charakters, was eine leichte Roguelike-Schicht über die Kern-Horror-Schleife legt.
Gameplay und Mechaniken: Wie sieht ein Run tatsächlich aus?
Jede Expedition beginnt in der Sicherheit eines Hauses, wo ein Computerraum alles katalogisiert, was ihr angetroffen habt, von Gegnertypen bis zu den Effekten verfluchter Gegenstände. Sobald ihr in eine Traumwelt eintaucht, ist die Struktur vertraut: Erkunden, kämpfen, plündern und raus. Das Klapphandy ist euer Werkzeug zur Analyse verfluchter Objekte, von denen einige euren Run buffen, während andere Probleme schaffen, die ihr bewältigen müsst.

Die Waffenvielfalt ist größer, als die meisten Indie-Koop-Horrorspiele aufbieten:
- Scharfschützengewehre für Bedrohungen aus der Ferne
- FAMAS-Sturmgewehre für Dauerfeuer
- Kettensägen für Nahkampf-Chaos
- Masken, die eure Fähigkeiten permanent verändern
- Verfluchte Gegenstände mit zweischneidigen Effekten

Der Kampf ist aktiv und erfordert echte Koordination in der Gruppe. Die Masken sind das interessanteste mechanische Element. Das Finden der richtigen Maske und die Entscheidung für ihre permanente Fähigkeitsänderung verleihen jedem Run echtes Entscheidungsgewicht.
Koop-Spannung und soziales Spiel
Die IGDB-Beschreibung bringt es auf den Punkt: Küsst und enthauptet eure Freunde. Mama's Sleeping Angels unterstützt 1 bis 4 Spieler, aber das Koop-Design erwartet eindeutig, dass ihr mit Leuten spielt, denen ihr zumindest teilweise vertraut. Das Spiel bietet Raum für Verrat, und wenn Mamas Hunger auf dem Spiel steht, werden Allianzen schnell kompliziert.
Zwölf NPCs sind über die Traumwelten verstreut, schlafend und darauf wartend, geweckt zu werden. Alle zu finden, fügt eine sekundäre Zielschicht hinzu, die Runs einen Zweck über das reine Überleben hinaus gibt, und die Koordination, wer wohin geht, in einer Gruppe von 4 ist der Ursprung der meisten sozialen Reibungen (und des Spaßes).

Solo-Spiel wird unterstützt, aber die Spannung zwischen Kooperation und Selbsterhaltung ist eindeutig der zentrale soziale Haken des Spiels. Diese Dynamik unterscheidet es von geradlinigen Koop-Shootern.
Welt und Setting
Die Traumwelt-Ästhetik gibt itamu viel kreativen Spielraum. Sechs verschiedene prozedural generierte Typen bedeuten, dass sich die Umgebungen von Run zu Run ändern und die Erkundung frisch und nicht vorhersehbar halten. Das Klapphandy als euer Ermittlungswerkzeug ist ein schönes, bodenständiges Detail: Es lässt den Protagonisten wie einen Teenager wirken, der an einem Ort festsitzt, an dem er absolut nicht sein sollte.
Der Computerraum im Haus fungiert als lebendiger Codex, der sich im Laufe der Zeit füllt, während ihr Begegnungen dokumentiert. Es ist eine clevere Methode, Neugier zu belohnen, ohne die Lore zu überladen.

Fazit
Mama's Sleeping Angels ist ein Koop-Horror-Scavenging-Spiel mit klarer Persönlichkeit. Die prozedural generierten Traumwelten, permanenten Masken-Upgrades und das Verrat-freundliche soziale Design verleihen ihm eine Langlebigkeit, die über eine einzelne Session hinausgeht. Für Fans von Koop-Horrorspielen, die etwas mit mehr mechanischer Tiefe suchen, als ihr Indie-Fußabdruck vermuten lässt, ist itamus Debüt den Pyjamaparty-Abend wert.








